VS und NMS Smart City Graz

Das EU-weit offene, 2-stufige Verfahren unter 74 TeilnehmerInnen hat Alexa Zahn gewonnen.

von ,

05/12/2015

Der EU-weit offene zweistufige Realisierungswettbewerb für eine zwölf-klassige Volks- und eine bis zu sechszehn-klassige Neue Mittelschule in der Smart City Graz am Standort Waagner-Biro-Straße 105, 8020 Graz ist entschieden. Gegenüber der Helmut-List-Halle werden in den kommenden Jahren zwei Schulen den neuen Schulcampus Smart City bilden, der bis zu 700 SchülerInnen beherbergen wird.

Die Stadt Graz hat damit ihr seit Jahrzehnten größtes Schul-Neubauprojekt auf Schiene gebracht. Insgesamt werden 30 Millionen Euro gegenüber von Helmut-List-Halle und Science Tower in den Schulcampus Smart City investiert. Zwölf Klassen Volksschule sollen ab Herbst 2018 zur Verfügung stehen, vier Jahre später folgen zwölf Klassen Neue Mittelschule mit Option auf weitere vier Klassen. Mit diesem Angebot reagiert die Stadt Graz auf den generellen Bevölkerungszuwachs vor allem im Grazer Westen, aber auch auf die künftigen rund 3.000 Menschen, die in der Smart City Graz, einem energieeffizienten, ressourcenschonenden und emissionsarmen Stadtteil, ihren Lebensraum finden werden.

Insgesamt 74 Projekte aus mehreren europäischen Ländern wurden von der Jury unter dem Vorsitz von Maximilian Luger – Architekten Luger & Maul, Wels – bewertet, zehn davon schafften es in der Jurysitzung vom 22. und 23. September 2015 in die entscheidende zweite Runde.

Dort gab es dann am 17. November 2015 ein einstimmiges Votum für den Entwurf der aus Heidelberg gebürtigen Architektin DI Alexa Zahn, MSc, mit Büro in Wien.

Ihr Projekt konnte der Aufgabenstellung am besten gerecht werden. Sowohl die Bauweise als auch der Betrieb und das pädagogische Konzept mit einem Schwerpunkt auf urbane Technologien, Ökologie, Nachhaltigkeit und Mobilität sollen den strengen Vorgaben einer Smart City entsprechen.

Die Schulräumlichkeiten und die großzügigen Freibereiche werden eine vielfältige und flexible Nutzung erlauben und auch zum Teil der Bevölkerung in den unterrichtsfreien Zeiten für Veranstaltungen, Lesungen oder Sport zur Verfügung stehen.

Am 04. Dezember 2015 wurde das Siegerprojekt öffentlich vorgestellt und die Ergebnisse des Verfahrens in einer Ausstellung präsentiert.

Wettbewerbsergenis

  • 1. Platz

    Arch. DI Alexa Zahn MSc, Wien
  • 2. Platz

    Triendl und Fessler Architekten ZT-OG, Wien
  • 3. Platz

    Glaser Architekten GmbH, München
  • 1. Anerkennung

    Köhler Architekten, Gauting, De
  • 2. Anerkennung

    Swap Architekten ZT-GmbH, Wien
  • 3. Anerkennung

    Architekten Domenig & Wallner ZT-GmbH, Graz
  • 1. NachrückerIn

    Bau-DI Arch. Sven Klöcker, Lissabon
  • 2. NachrückerIn

    Megatabs Architekten ZT-GmbH, Wien

Weitere TeilnehmerInnen der 2. Stufe

  • Winkler Architektur, Graz
  • GRMW, Wien

Auszug aus dem Juryprotokoll

1. Platz

Ein gedeckter Platz und die eindeutige Ausformung eines großen Tores zur Schule wird vom Preisgericht als überzeugender Beitrag gesehen. Der viergeschoßige Baukörper in seiner monolytischen Durchformung tritt eindeutig in seiner Sonderstellung als Schulgebäude in Erscheinung und bildet ein überzeugendes Gegengewicht zum Science-Tower.

Die gedeckten Eingangsbereiche in beide Schultypen liegen übersichtlich mit großen Sicherheitsaspekten am Vorplatz. Der Haupteingang erschließt die Schulhalle mittig mit klarer Zuordnung der Speise- und Freizeitbereiche sowie einem transparenten Übergang zum Schulgarten. Vier Stiegenkerne liegen ausgewogen im Komplex und gewährleisten eine gute vertikale Erschließung.

Die im Erdgeschoß situierten Turnsäle sind übersichtlich organisiert, eine größere Wahrnehmbarkeit an der Fassade wäre wünschenswert. Die Bereiche für Freizeitnutzung im ersten Obergeschoß sind räumlich angemessen durchformt mit hoher dreidimensionaler Qualität.

Die Cluster im zweiten und dritten Obergeschoß entsprechen den Vorstellungen des neuen Lernens.

Die Terrassen- und Freibereiche sind gut nutzungsorientiert.

Die Außenanlagen gewährleisten große Spielräume in unaufgeregter Zonierung.

Ausstellung

Die Ausstellung aller Wettbewerbsbeiträge ist bis einschließlich 11. Dezember 2015 im Bauamtsgebäude, Untergeschoß 1, Eingang Plasmazentrum, Europaplatz 20, 8011 Graz, von 09:00 - 15:00 Uhr zu besichtigen.

Wettbewerbsergebnis

VS und NMS Smart City Graz

Das EU-weit offene, 2-stufige Verfahren unter 74 TeilnehmerInnen hat Architektin Alexa Zahn, Wien gewonnen.

Platz 2

Triendl + Fessler Architekten ZT-OG, Wien

Platz 3

Glaser Architekten GmbH, München

Ausstellung

04.12. – 11.12.2015

09:00 - 15:00, werktags.

Ort

Bauamtsgebäude, UG1

Europaplatz 20, 8011 Graz

(Eingang Plasmazentrum)

Weiterführende Links

07_wsc_rendering_zahn.jpg
Rendering 1. Platz © alexa zahn architekten
48_wsc_rendering_triendl_fessler.jpg
Rendering 2. Platz © Triendl und Fessler Architekten
70_wsc_rendering_glaser.jpg
Rendering 3. Platz © Glaser Architekten
45_wsc_rendering_khler.jpg
Rendering 1. Anerkennung © Köhler Architekten
53_wsc_rendering_swap.jpg
Rendering 2. Anerkennung © Swap Architekten
24_wsc_rendering_domenig_wallner.jpg
Rendering 3. Anerkennung © Architekten Domenig & Wallner
wsc_rendering_013_klocker.jpg
Rendering 1. NachrückerIn © Bau-DI Arch. Sven Klöcker
09_wsc_rendering_megatabs.jpg
Rendering 2. NachrückerIn © Megatabs Architekten
60_wsc_rendering_winkler.jpg
Rendering © Winkler Architektur
wsc_rendering_055_grmw.jpg
Rendering © GRMW Architektur, Wien
07_zahn_dsc_0017.jpg
Modell 1. Platz © Stadt Graz
48_triendl_und_fessler_dsc_0022.jpg
Modell 2. Platz © Stadt Graz
70_glaser_architekten_dsc_0026.jpg
Modell 3. Platz © Stadt Graz
45_kohler_dsc_0021.jpg
Modell 1. Anerkennung © Stadt Graz
53_swap_architekten_dsc_0024.jpg
Modell 2. Anerkennung © Stadt Graz
24_domenig_wallner_dsc_0020.jpg
Modell 3. Anerkennung © Stadt Graz
13_bau-di_dsc_0019.jpg
Modell 1. NachrückerIn © Stadt Graz
09_megatabs_dsc_0018.jpg
Modell 2. NachrückerIn © Stadt Graz
60_winkler_architektur_dsc_0027.jpg
Modell © Stadt Graz
55_metzger_dsc_0025.jpg
Modell © Stadt Graz

Artikelempfehlungen der Redaktion