Steel Student Trophy 2012 entschieden

Studierende der FH Joanneum und der TU Graz unter den PreisträgerInnen.

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10/05/2013

Thema: Urbanes Wohnen in Stahl

Am 24. April 2013 wurde in der Wiener Postsparkasse der Solid-Bautechpreis 2013 vergeben. Im Zuge dieser Veranstaltung wurden auch die Preise der Steel Student Trophy überreicht. Die Steel Student Trophy 2012/13 wurde vom ÖSTV, dem Österreichischen Stahlbauverband ausgelobt. Der einstufige, nicht anonyme Wettbewerb war für interdisziplinäre Teams aus Studierenden der Fachrichtungen Architektur und Bauingenieurwesen ausgelobt.

Die Jury hatte 13 Einreichungen (8 Arbeiten der TU Graz und 5 von der FH Joanneum Graz) zu beurteilen und zeichnete 2 Projekte der FH Joanneum und ein Projekt der TU Graz aus.

Aufgabenstellung

"Auf dem innerstädtischen Gelände eines ehemlaigen Sportplatzes im Grazer Stadtteil Jakomini soll prototypisch eine zeitgemäße und zukunftsfähige neue urbane Blockrandtypologie als konstruktiver Stahlbau entwickelt werden. Das Wohnbauprojekt soll in die städtebauliche Situation - im Sinne eines Weiterbaues des bestehenden Stadtraums optimal eingegliedert werden, gleichzeitig aber durch die Ausformulierung als modularere Typus auch zur Nachverdichtung urbaner Wohngebiete wie Brachflächen und Baulücken andernorts einsetzbar, und damit universell verwendbar sein. Eine klare, funktionell einwandfreie, urbanes Leben unterstützende Architektursprache mit einem Hauptaugenmerk auf die innovative Nutzung des Baustoffes Stahl unter Ausnutzung seiner spezifischen Vorteile gegenüber anderen Baustoffen sind die wesentlichsten Kriterien bei der Beurteilung der Wettbewerbsprojekte.

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Städtebauliche Ziele

Die Aufgabe eines zeitgemäßen Weiterführens der gründerzeitlichen Blockrandbebauungen entlang des vorhandenen Straßenrasters ist mehr als die Fortführung des Bestandes. Ein spannendes, ausgewogenes Spiel zwischen öffentlichem Straßenraum und Grünraum, gemeinschaftlichen halböffentlichen Innenhofbereichen und privaten Innen- und Außenbereichen in Zusammenhang mit dem übergeordneten und angrenzenden Stadtraum soll erreicht werden. Insbesondere dem angemessenen Umgang mit den Möglichkeiten zur Gestaltung einer, das urbane Leben fördernden Erdgeschoßzone, ist besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Die neue Typologie soll geeignet sein, die bestehende mitteleuropäische Kernstadt im besten urbanistischen Sinn weiter zu bauen und hochwertigen Lebensraum zu schaffen."

(Auszug aus den Unterlagen Aufgabenstellung und Verfahrensbestimmung).

Zusamensetzung der Jury:   

_ Prof. DI Bettina Götz, Wien, Vorsitzende

_ Prof. Dr. Ing. Klaus Bollinger, Frankfurt, Wien

_ DI Karina Breitwieser, Waagner Biro, Wien

_ Thomas Dorner, Alu König Stahl, Wien

_ DI Georg Matzner, Geschäftsführung Österreichischer Stahlbauverband, Wien

DIE PREISTRÄGER SIND:

_  Urban Steel Village, Team Stefan Greisinger, Maria Schafelner (Arch.) und Maria Almer, Julia Korber und Michaela Pirzl (Bauing.), FH Joanneum Graz

"Durch die Durchlässigkeit und Lockerheit der einzelnen Objekte gelingt eine maßstabsgerechte Einpassung des Entwurfes in den baulichen Bestand. Dieser auch städtebaulich brauchbare Ansatz ermöglicht die für ein modernes urbanes Leben notwendige Nutzungsvielfalt. Die Konstruktion und der Einsatz von Stahl wurden von der Jury gewürdigt.

Potenziale: Eine spezifischere Ausarbeitung des Entwurfes würde die vermuteten Potentiale besser beurteilbach machen. Das eingereichte, sehr grobe Modell vermittelt die in den Grundrissen dargestellten Projektqualitäten in keinster Weise. Weitergehende Überlegungen und Überprüfungen, ob ausreichender Brandschutz bei der gewählten Grundrissgestaltung sichergestellt ist, sollten angestellt werden." (Beurteilung der Jury)

_  INframes, Team, Verena Dörflinger, Verena Poschner (Arch.) und Christoph Krill und Berhard Schröttner (Bauing.), FH Joannenum Graz

"Der vorgelegte Entwurf zeigt ein gut gelungenes Konzept einer modularen Bauweise. Der gewählte Raster und die darauf abgestimmte Abmessung des Grundmoduls ermöglichen eine gute Ausnutzung des gesamten Bauplatzes. Der Anschluss an den Bestand ist gelungen. Durch die Schichtungen ergeben sich luftige Raumstrukturen, die interessante Zwischenräume und stockwerkweise unterschiedliche Nachbarschaften ergeben. Die Nutzung von Stahl ermöglicht hier die Umsetzung eines Regalsystems mit flexiblem Ausbau und großen Spannweiten, die anders nur sehr aufwändig zu realisieren wären. Der Entwurf zeigt einen adäquaten Umgang mit dem Baustoff Stahl.

Potentiale: Die Darstellung der Grundrisse wäre für eine weitergehende Beurteilung zu noch stärker zu differenzieren und genauer auszuarbeiten. Bei der Tragwerksplanung fehlt die graphische Darstellung der beschriebenen Diagonalen." (Beurteilung der Jury)

_  Pixelwelt, Team David Kacic, Monika Raczynska (Arch.), Nemanja Bulajic (Bauing.), TU Graz

"Der vorgelegte Entwurf zeigt vor allem im Bereich der Fassade und Bauphysik sehr interessante Ansätze, die teilweise sehr detailliert ausgearbeitet sind und durchdacht erscheinen. Ebenfalls gut gelungen ist die Wohnungstypologie. Die Grundrisse der Wohnungen entsprechen der heute erwarteten Großzügigkeit und Flexibilität. Der Tragwerksentwurf wurde als angemessen gewürdigt.

Potentiale: Der Entwurf würde bei einem Verlassen der weitgehend konventionell gehaltenen städtebaulichen Struktur stark aufgewertet. Die gezeigten Ansätze der Modularität müssten stärker ausgearbeitet und hervorgehoben werden. Eine alternative Gestaltung der Tragwerksstruktur ist denkbar und würde die Vorzüge von Stahl besser zur Geltung kommen lassen. Es wird angeregt, den Entwurf vor allem in Hinblick auf die Problematik der langen, die zwei Wohnblöcke trennende Gasse zu überdenken und mutigere Alternativen zu prüfen." (Beurteilung der Jury)

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Die Steel Student Trophy wird vom Österreichischen Stahlbauverband vergeben.

Weiterführende Links

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Urban Steel Village
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Urban Steel Village © Team Stefan Greisinger, Maria Schafelner (Arch.) und Maria Almer, Julia Korber und Michaela Pirzl (Bauing.), FH Joanneum Graz
INframes
INframes © Team, Verena Dörflinger, Verena Poschner (Arch.) und Christoph Krill und Berhard Schröttner (Bauing.), FH Joannenum Graz
pixelwelt - student trophy
Pixelwelt © Team David Kacic, Monika Raczynska (Arch.), Nemanja Bulajic (Bauing.), TU Graz

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