Die gesetzte Aufgabe war es, drei Pavillonobjekte so zu gestalten, dass sie sowohl unabhängig voneinander und an unterschiedlichen Standorten funktionieren, als auch als Ganzes an einem Standort. Mit dem Budget von knapp unter 1 Mio. müssen sämtliche Auf- und Abbauten, Transporte und die Realisierung an verschiedenen Standorten gelingen. Ab März 2025 werden die drei Teile des neuen Pavillons in Wien, einzeln danach im Garten des Schlosses Eggenberg in Graz und in Slowenien gezeigt.
Was GAT jetzt doch dazu veranlasst hat, das Thema aufzugreifen, ist nicht nur der Umstand, dass die Aufgabe einer Pavillontypologie spannend, aber selten ist. Auch die Auswahl der Architekturbüros aus Graz ist zu begrüßen und erst recht, dass bei der dritten Ausgabe endlich, statt Direktauftrag, ein Wettbewerb – wenn auch geladen im kleinen Kreis – ausgeschrieben wurde. Das ist die richtige Richtung.
Ob man dann nicht im nächsten Schritt, vorausgesetzt es gibt in Zukunft noch Schauen, den Wettbewerb weiter öffnen sollte? Beim nächsten Pavillon sollte man das Wagnis eingehen, auch Architekt:innen die Chance auf Zusammenarbeit zu bieten, mit denen man nicht bereits einige (oder viele) Projekte umgesetzt hat, wie es bei allen Geladenen in diesem Jahr der Fall ist. Und warum sollte es nicht ein guter Ausschlussgrund sein, wenn man schon einen der vorherigen Steiermark Pavillons gebaut hat? Einmal Pavillon heißt ja nicht immer Pavillon.

