HOFER setzt sich aktiv für Klimaschutz ein, arbeitet seit Jänner 2016 zu 100 % CO2-neutral und wurde dafür mit dem Energy Globe World Award ausgezeichnet. Damit wirbt Hofer. Leider bezieht dieses positive Engagement für Klimaschutz nicht auch die klima-und umweltfreundliche freundliche Gestaltung von KundInnen-Parkplätzen mit ein.
Die Stadt Graz hat freiraumplanerische Standards als interne Richtlinie für Baulandgestaltung. Auf der Homepage der Stadt Graz ist dazu zu lesen:
"Eine wesentliche Zielsetzung des 3.0 Stadtentwicklungskonzeptes der Stadt Graz stellen der Erhalt und der weitere Ausbau des Grünraums als notwendige Voraussetzung für die Sicherung der Lebensqualität, dem Ausbau der Naherholung und der Verbesserung des Stadtklimas dar. Konkretisiert werden diese Ziele im „Räumlichen Leitbild" sowie im „Grünen Netz" Graz, welche als handlungsorientierte Arbeitsgrundlage für die Stadtentwicklung fungieren. Die Umsetzung erfolgt vorwiegend im Rahmen der Bebauungsplanung/Erstellung von Bebauungsrichtlinien und der gutachterlichen Tätigkeit im Bauverfahren."
Die Richtlinien für Parkplätze lauten u.a.: "Ab vier Kfz-Abstellplätze ist zumindest ein den Parkplätzen zugeordneter Laubbaum zu pflanzen und dauerhaft zu erhalten. Die Bepflanzung der Abstellplätze ist ein Ersatz für die Flächeninanspruchnahme und dient der besseren Einbindung in das Landschaft- und Ortsbild. Die damit verbundene Bepflanzungsqualität wirkt sich positiv auf das lokale Stadtklima aus (Verdunstungstätigkeit, Staubbindung, Beschattung)."
Warum wurden diese freiraumplanerischen Standards in diesem konkreten Bauverfahren nicht angewendet? Liegt es daran, dass es sich bloß um eine interne Richtlinie und nicht um eine Verordnung handelt?
Die Stadt Graz will laut Bürgermeister und Vizebürgermeister "Klima-Innovationsstadt Nummer Eins in Österreich werden“. Wenn man weiterhin solche Parkplatzwüsten zulässt, wird daraus wohl eher nichts werden.
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