Europas Beste Bauten

Preis der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur

Mies van der Rohe Award 2015. Ausstellungseröffnung am 08. Juni 2016, 19:00 Uhr, Az W

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03/06/2016

Alle zwei Jahre stellt die Ausstellung Europas beste Bauten. Preis der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur. Mies van der Rohe Award herausragende visionäre Baukunst aus Europa in den Mittelpunkt und avancierte damit in den vergangenen Jahren zum Publikumsmagnet. Zum mittlerweile 4. Mal wird die Ausstellung des renommierten Architekturpreises in den Räumlichkeiten des Architekturzentrum Wien gezeigt.

Der mit insgesamt 60.000 € dotierte Preis brachte seit seiner Entstehung 1988 berühmte PreisträgerInnen wie David Chipperfield, Zaha Hadid, Peter Zumthor oder Rem Koolhaas hervor. Um junge Talente und ArchitektInnen am Beginn ihrer Karriere zu fördern, wurde der Preis Emerging Architect Special Mention für ambitionierte und aufstrebende Architektur ins Leben gerufen.

Aus den 420 nominierten Projekten an 279 Orten Europas wurden 2015 fünf FinalistInnen ausgewählt – die hochkarätige internationale Jury unter dem Vorsitz von Cino Zucchi überzeugen konnte schließlich die Philharmonie in Stettin, Polen vom Architekturbüro Barozzi / Veiga. Der begehrte Nachwuchs-Preis „Emerging Architect Special Mention“ wurde an das Büro ARQUITECTURA-G für das Haus Luz in Cilleros, Spanien verliehen. Die weiteren FinalistInnen sind: Kunstmuseum Ravensburg, Ravensburg DE, Arch.: Lederer Ragnarsdóttir Oei / Dänisches Seefahrtsmuseum, Helsingør DK, Arch.: BIG – Bjarke Ingels Group / Weinkellerei Antinori, Bargino IT, Arch.: Archea Associati / Saw Swee Hock Studentenzentrum, London UK, Arch.: O’Donnell + Tuomey

Das Design der Ausstellung präsentiert sich erstmals seit Bestehen des Mies van der Rohe Award in einem neuen Erscheinungsbild und wird durch viele Features wie Modelle, Videos, Originalzeichnungen sowie 1:1 Konstruktionselemente erweitert. Die 40 Projekte der Shortlist geben somit einen informativen Überblick über den Stand der europäischen Architektur und werden durch die 23 Nominierungen mit österreichischer Beteiligung ergänzt.

Ein Katalog zur Ausstellung präsentiert alle 420 nominierten Projekte und ist im Rahmen der Ausstellung im Az W erhältlich.

PREISTRÄGER

  • Philharmonie Stettin, Stettin, Polen

    Architektur: Barozzi / Veiga, Fabrizio Barozzi (IT) und Alberto Veiga (ES)

    Das neue Gebäude der Philharmonie beherbergt einen für 1.000 BesucherInnen ausgelegten Saal für sinfonische Musik, einen Kammermusiksaal für 200 Personen, einen multifunktionalen Raum für Ausstellungen und Konferenzen sowie ein weitläufiges Foyer. Die von innen erleuchtete Glasfassade erlaubt unterschiedlichste Eindrücke und lässt das Bauwerk als Lichtelement erstrahlen. Die Strenge des äußeren Erscheinungsbildes und die Schlichtheit im Inneren kontrastieren mit der Expressivität der großen Halle und dem mit Blattgold geschmückten Konzertsaal. Der Grundriss wird durch einen umlaufenden Ring von Serviceeinrichtungen bestimmt. Während im Inneren alles auf den großen Saal und den Kammermusiksaal ausgerichtet ist, dient der Ring als Bindeglied zwischen dem Gebäude und seiner Umgebung.

FINALISTINNEN

  • Kunstmuseum Ravensburg, Ravensburg DE

    Architektur: Lederer Ragnarsdóttir Oei
  • Dänisches Seefahrtsmuseum, Helsingør DK,

    Architektur: BIG – Bjarke Ingels Group
  • Weinkellerei Antinori, Bargino IT

    Architektur: Archea Associati
  • Saw Swee Hock Studentenzentrum, London UK

    Architektur: O’Donnell + Tuomey

EMERGING ARCHITECT SPECIAL MENTION

  • Haus Luz, Cilleros, Spanien

    Architektur: ARQUITECTURA-G, Jonathan Arnabat, Jordi Ayala-Bril, Aitor Fuentes, Igor Urdampilleta (ES)

    Die Auftraggeberin des Hauses Luz wollte ein Haus mit viel natürlichem Licht und einem starken Bezug zu Außenraum und Hof. Die Lösung basiert auf der Fertigkeit lokalen Wissens und auf dem Einsatz natürlicher Materialien, die dem budgetären und geografischen Kontext angepasst wurden. Jedes der auf verschiedenen Ebenen um den Hof angeordneten Stockwerke hat eine bestimmte Funktion. Der Hof wird von einer Birke beherrscht, sodass Wohnzimmer und Küche zwischen grünem Inneren und Garten liegen. Die zwischen Hof und Hauptfassade angeordneten Schlafräume müssen dank der Treppe im Wohnzimmer und in der Küche nicht als Durchgang verwendet werden. Die intensiv rote Keramik und das starke Grün der Birke prägen den Ort, und das Licht verleiht den Materialien im Lauf des Tages unterschiedliche Farbtöne.

PROJEKTE DER SHORTLIST

Die Shortlist, aus der die FinalistInnen hervorgegangen sind, stellt einen beeindruckenden Querschnitt der Entwicklung zeitgenössischer europäischer Architektur dar.

AT 2226, Lustenau – Baumschlager Eberle Lustenau

BE Hostel Wadi in de Hoge Rielen, Kasterlee – Studio Associato Bernardo Secchi – Paola Viganò

DE Immanuel-Kirche, Köln – Sauerbruch Hutton

DE Gleisdreieck-Park, Berlin – Atelier Loidl

DE R50-Cohousing, Berlin – Heide & Von Beckerath / Ifau und Jesko Fezer

DE Kunstmuseum Ravensburg, Ravensburg – Lederer Ragnarsdóttir Oei

DK Vartov-Platz, Kopenhagen – Hall McKnight

DK Moesgaard Museum, Højbjerg – Henning Larsen Architects

DK Dänisches Seefahrtsmuseum, Helsingør – BIG – Bjarke Ingels Group

DK Kinderheim der Zukunft, Kerteminde – CEBRA architecture

DK Kindergarten Forfatterhuset, Kopenhagen – COBE

ES Atrio Relais Châteaux, Cáceres – Mansilla + Tuñón Arquitectos

ES Städtischer Park und Verkehrsdrehscheibe, Logroño – Ábalos + Sentkiewicz Arquitectos – Arquitectura Agronomia

ES Öffentliche Bibliothek, Ceuta – Paredes Pedrosa Arquitectos

ES Haus Luz, Cilleros, Cáceres – ARQUITECTURA–G

ES Zentrum für zeitgenössische Kunst, Córdoba – Nieto Sobejano Arquitectos

FR Musée Soulages, Rodez – RCR Arquitectes

FR FRAC – Regionale Sammlung zeitgenössischer Kunst, Dunkerque – Lacaton & Vassal Architectes

FR Alter Hafen, Marseille – Foster + Partners

GR Sanierung des Hafengebiets, Thessaloniki – Nikiforidis-Cuomo Architects

IE Medical School der Universität von Limerick, Studentenwohnheim, Limerick – Grafton Architects

IE Mittelalter-Museum Waterford, Waterford – Waterford City Council Architects

IS H71a, Reykjavík – Studio Granda

IT Expo Gate, Mailand – Scandurra Studio Architettura

IT Weinkellerei Antinori, Bargino, San Casciano Val di Pesa, Firenze – Archea Associati

NL Rijksmuseum, Amsterdam – Cruz y Ortiz Arquitectos

NL Bildungszentrum Erasmus MC, Rotterdam – Kaan Architecten

NL De Rotterdam, Rotterdam – O.M.A.

NL Kulturhaus Rozet, Arnhem – Neutelings Riedijk Architects

PL Schlesisches Museum, Katowice – Riegler Riewe Architekten

PL Philharmonie Stettin, Stettin – Barozzi / Veiga

PL Museum der Geschichte der polnischen Juden, Warschau – Architects Lahdelma & Mahlamäki

PT Arquipélago – Zentrum für zeitgenössische Kunst, Ribeira Grande, Azores – Menos é Mais Arquitectos / João Mendes Ribeiro Arquitecto

PT Hochleistungsruderzentrum, Vila Nova de Foz Côa – spacialAR-TE

RO Dogarilor-Stadtraum-Wohnhaus, Bukarest – ADN Birou de Arhitectura

SE Das neue Krematorium des Woodland-Friedhofs, Enskede, Stockholm – Johan Celsing Arkitektkontor

TR Sancaklar-Moschee, Istanbul – EAA – Emre Arolat Architects

UK Saw Swee Hock Studentenzentrum, London School of Economics, London – O’Donnell + Tuomey

UK Everyman Theatre, Liverpool – Haworth Tompkins

UK Bischof-Edward-King-Kapelle, Oxford – Niall McLaughlin Architects

NOMINIERTE PROJEKTE

MIT ÖSTERREICHISCHER BETEILIGUNG

AT BUS:STOP Krumbach: Bushaltestelle Kressbad, Krumbach – Rintala Eggertsson Architects

AT Gemeindekulturzentrum St. Nikolaus, Ischgl – parc architekten

AT OASE 22, Wien – studio uek

AT BRG Kufstein - Erweiterung und Funktionssanierung, Kufstein – Wiesflecker Architekten

AT Bibliotheks- & Studienzentrum der Wirtschaftsuniversität Wien, Wien – Zaha Hadid Architects

AT GARTENHAUS, Steyr – Hertl Architekten

AT Vorarlberg Museum, Bregenz – Cukrowicz Nachbaur Architekten

AT Bildungscampus Sonnwendviertel, Wien – PPAG architects

AT VinziRast-mittendrin, Wien – gaupenraub +/-

AT Haus am Moor, Krumbach – Bernardo Bader Architekten

AT Wohnprojekt Wien, Wien – einszueins architektur

AT OMICRON Campus, Klaus – Dietrich Untertrifaller Architekten

AT Wasserkraftwerk Sohlstufe Salzburg, Salzburg – Max Rieder & Erich Wagner

AT TiP - Theater im Palais: Zu- und Umbau, Platzgestaltung, Graz – balloon_Wohofsky

AT Festspielhaus Erl der Tiroler Festspiele, Erl – Delugan Meissl Associated Architects DMAA

AT Museum Angerlehner, Thalheim / Wels – Wolf Architektur ZT GmbH

AT PaN Wohnpark, Wien – von Ballmoos Krucker Architekten / Sergison Bates architects / Werner Neuwirth

AT Campus WU, Teaching Center, Wien – BUSarchitektur

DE Landesarchiv NRW, Duisburg – Ortner & Ortner Baukunst ZT GmbH

FR „La Jettée“, Mont-Saint-Michel – Dietmar Feichtinger Architekten

GR PXAthens – Sechs Schwellen, Spielplatz Kallisperi, Athen – Buerger Katsota Architects

LU Haus des Wissens, Esch-sur-Alzette – Christian Bauer et Associés Architectes / Baumschlager Eberle

ME UN-Ökohaus, Podgorica – Architekt Daniel Fügenschuh / King Shaw Associates

Eröffnung: Mittwoch, 8. Juni 2016, 19 Uhr

Zur Eröffnung sprechen:

  • Dietmar Steiner, Direktor Az W
  • Ivan Blasi, Koordinator + Kurator Fundació Mies van der Rohe – Barcelona
  • Wolfgang Bogensberger, Leiter des Teams Politische Berichterstattung in der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich
  • Fabrizio Barozzi, Büro Barozzi / Veiga, Architekten Preisträger

Mies van der Rohe Award 2015

Eine Ausstellung der Fundació Mies van der Rohe, Barcelona mit neuem Erscheinungsbild, Modellen, Videos, Original- zeichnungen und 1:1 Konstruktionselementen.

40 Projekte der Shortlist geben einen informativen Überblick über den Stand der europäischen Architektur. Gezeigt werden auch die

23 Nominierungen mit österreichischer Beteiligung.

Ausstellung

9. Juni - 29. August 2016, täglich von 10:00-19:00 Uhr

Eröffnung

Mittwoch, 8. Juni 2016, 19:00

Weiterführende Links

philharmonie_in_stettinpolen.jpg
Mies van der Rohe Award 2015 – Gewinner: Philharmonie Stettin, Polen / Arch.: Barozzi / Veiga, Alberto Veiga (SP) und Fabrizio Barozzi (IT). © Simon Menges
kunstmuseum_ravensburg.jpg
Finalist: Kunstmuseum Ravensburg, Ravensburg, Deutschland / Arch.: Lederer Ragnarsdóttir Oei, Arno Lederer (DE), Jórunn Ragnarsdóttir (IS), Marc Oei (DE) und Katja Pütter (DE). © Roland Halbe
weinkellerei_antinori.jpg
Finalist: Antinori Winery, Bargino, San Casciano Val di Pesa, Florenz, Italien Arch.: Archea Associati, Giovanni Polazzi, Laura Andreini, Marco Casamonti und Silvia Fabi (IT). © Pietro Savorelli
danisches_seefahrtsmuseum.jpg
Finalist: Danish National Maritime Museum, Helsingør, Denmark / Arch.: BIG - Bjarke Ingels Group, Bjarke Ingels and David Zahle (DK). © Rasmus Hjortshoj
saw_swee_hock_studentenzentrum.jpg
Finalist: Saw Swee Hock Student Centre - London School of Economics, London, UK. Arch.: O’Donnell + Tuomey, Sheila O’Donnell, John Tuomey und Willie Carey (IE). © Dennis Gilbert
haus_luz.jpg
Emerging Architect Special Mention: Haus Luz, Cilleros, Spanien / Arch.: ARQUITECTURA-G, Jonathan Arnabat, Jordi Ayala-Bril, Aitor Fuentes, Igor Urdampilleta (ES). © José Hevia

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