Nach dreieinhalb Jahren machte die stellvertretende Vorsitzende Arch. Mag. Marta Schreieck in dem wichtigen Gremium Platz für den Salzburger Architekten DI Gerhard Sailer.
Seit der Installierung des Grazer Fachbeirats für Baukultur, der seit dem Jahr 2012 Projekte über 2.000 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche außerhalb der Altstadt-Schutzzone bewertet und dabei zahlreiche Verbesserungen vorgeschlagen und durchgesetzt hat, war die renommierte Architektin Marta Schreieck als stellvertretende Vorsitzende tätig gewesen. Wie in den Statuten vorgesehen, werden die FachbeirätInnen zur Wahrung der Unvoreingenommenheit periodisch ausgetauscht – Martha Schreieck, die an zwölf der bisher 22 Beiratssitzungen teilgenommen und dabei viermal den Vorsitz innegehabt hatte, zog sich am 7. Oktober 2015 aus dem Gremium zurück.
Neu im Grazer Fachbeirat für Baukultur ist jetzt der 60 Jahre alte Salzburger Architekt DI Gerhard Sailer, der als international anerkannter „Preise-Hamsterer" das Gremium komplettiert. Vorsitzender bleibt Arch. DI Rüdiger Lainer, zu seinem Stellvertreter rückt laut einstimmigem Beschluss Arch. DI Much Untertrifaller auf.
Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl und Stadtbaudirektor DI Mag. Bertram Werle würdigten bei der gestrigen „Hofübergabe" den Fachbeirat als unverzichtbares Instrument zur Wahrung der Qualität neuer Großvorhaben außerhalb der Altstadtzone. Auch Marta Schreieck habe in den dreieinhalb Jahren ihres Wirkens durch ihren Einsatz Meilensteine zur Stärkung der Baukultur gesetzt. Das unterstreicht auch die Tatsache, dass die gebürtige Innsbruckerin in den vergangenen Jahren in mehreren Architektur-Wettbewerbsverfahren nach dem Grazer Modell als Jurorin ihr großes Fachwissen eingebracht hat.
Gerhard Sailer
Das neue Fachbeirats-Mitglied Arch. DI Gerhard Sailer, geboren in Salzburg, ist als Beirat schon ein „alter Hase": Er hat bereits Erfahrung als Gestaltungsbeirat in den Städten Innsbruck, Vöcklabruck, Gmunden und Steyr. Mit seinem Architekturbüro HALLE 1 erzielte er bei 66 Wettbewerbsteilnahmen nicht weniger als 25 erste Preise – und all diese Entwürfe wurden oder werden tatsächlich realisiert.
Sailers Liste der Anerkennungen sprengt ohnehin alle Listen – ein Auszug: Preis für Zeitgemäßes Bauen in der Salzburger Altstadt, Preis für Zukunftsorientiertes Soziales Wohnen, Altstadtpreis Kategorie Stadtbild, Salzburger Landesarchitekturpreis 2004, Österreichischer Museumspreis, Otto Wagner Städtebaupreis, Bauherrenpreis der ZV Österreich und Europäischer Stahlbaupreis. Fortsetzung folgt bestimmt.
