Die lokale Presse zeigte reges Interesse an der Aktion des Komitees Rösselmühle und der Konflikt, der sich um das seit Jahren leerstehende Industriedenkmal mittlerweile entwickelt hat, ist damit lauter, öffentlicher und sichtbarer geworden.
Einig sind sich die Menschen, die sich für einen Erhalt des räumlich komplexen, historisch fest mit dem Stadtteil Gries verwurzelten Areals der früheren Mehlmühle einsetzen, dass die bisher zurückhaltende und wenig visionäre Haltung der Stadtregierung und der zuständigen Ämter problematisch ist. Die meisten wirklich nachhaltigen Potenziale, – die mit einer für unterschiedlichste Nachbarn attraktiven und durchmischten Nutzung im Bestand durchaus realisiert werden könnten – würden durch den Abriss der jetzt noch bestehenden Gebäudesubstanz hinfällig. Wenn die Symbolkraft des Ortes und das kollektive Gedächtniss durch einen Abriss verloren gehen, verliert das Areal Bedeutung, Charakter und Wert, so der Tenor derer, die zur Fotoaktion gekommen sind.
Man wird nicht lockerlassen, um einen vollständigen Abriss zu verhindern. So sehen das Komitee und seine Unterstützer weiterhin die Option und Notwendigkeit eines offenen und breit aufgestellten Prozesses für die Entwicklung des Areals gegeben. Das Interesse im Stadtteil Gries an einem solchen ist enorm und könnte ein einzigartiges und auf wirtschaftlicher, sozialer wie baulicher Ebene nachhaltiges Projekt hervorbringen.




