Urban Living – neues Wohnen in Berlin

Kooperativer Ideenworkshop zur Zukunft des Wohnens

Ergebnisse eines kooperativen Workshopverfahrens. Online vom 05.03.2014 bis 05.04.2014

von ,

04/03/2014

Berlin sucht nach neuen Wegen in der Stadtplanung und im kostengünstigen Wohnungsbau und hat nebst deutschen Architektinnen und Architekten Büros von Helsinki bis Madrid, von Paris bis Wien zu einem Großworkshop eingeladen.

  • Wie kann Nachverdichtung zum Gewinn für die gesamte Nachbarschaft werden?
  • Und welche Wohnungen und Wohnformen sind zukunftsfähig?

Diese und andere Fragen wurden im Rahmen einer großen Ideenkonkurrenz von einem beachtlichen Teilnehmerfeld bearbeitet: Aus etwa 200 Bewerbungen hatte ein Gremium 31 Büros bestimmt, die am Workshopverfahren teilnahmen. Eine große Vielfalt der Antworten versprach bereits die Wahl der Büros, denn neben hauptsächlich Berliner Büros waren fast ein Drittel nichtdeutsche Teilnehmer – von Helsinki bis Madrid, von Paris bis Wien. Insgesamt acht Grundstücke, mit einer Fläche zwischen 1.000 und 3.000 qm und verteilt auf dem ganzen Stadtgebiet Berlins, galt es zu bespielen. Je vier Büros (bei einem Grundstück drei) erarbeiteten eigene Konzepte für den betreffenden Ort.

Berlin brauche, so hieß es in der Auslobung, als wachsende Metropole zusätzlichen Wohnungsbau. Ziel sei deshalb, dass in der laufenden Legislaturperiode 30.000 neue Wohnungen gebaut werden, was einem jährlichen Zuwachs von 6.000 Wohnungen entspricht. Berlin zielt dabei auf die Innenentwicklung ab, denn mit der Nachverdichtung könnten Quartiere in Wert gesetzt und Freiräume aufgewertet werden – und aus Monostrukturen lebendige, urbane Räume entstehen. ...

Die acht zu beplanenden Grundstücke und die jeweils beteiligten Büros:

Karl-Marx-Allee (Berlin-Mitte)

Barkow Leibinger, Berlin

Beckmann N'Thépé & Associés, Paris

Eckert Negwer Suselbeek Architekten, Berlin

June14 Meyer-Grohbrügger & Chermayeff, Berlin

Jacobystraße (Berlin-Mitte)

Architekturbüro R. Schnitzler; Talli Ltd, Helsinki

GIES ARCHITEKTEN BDA, Freiburg

NÄGELIARCHITEKTEN, Berlin

TEMPERATURAS EXTREMAS ARQUITECTOS SLP, Madrid

Arcostraße 9 (Berlin-Charlottenburg-Wilmersdorf)

Bruno Fioretti Marquez Architekten, Berlin

COBE Berlin GmbH, Berlin und Kopenhagen

FAT KOEHL ARCHITEKTEN; Urban Catalyst studio, Berlin

wiewiorra hopp schwark architekten, Berlin

Briesestraße 19 (Berlin-Neukölln)

Augustin und Frank Architekten, Berlin

BeL Sozietät für Architektur BDA, Köln

CITYFÖRSTER architecture + urbanism, Berlin

PPAG architects ztgmbh, Wien

Langhansstraße 27-29 (Berlin-Pankow)

BARarchitekten; atelier le balto, Berlin

DEADLINE ARCHITEKTEN, Berlin

FINK+Jocher, Architekten&Stadtplaner, München

Kaden Klingbeil Architekten, Berlin

Am Mühlenberg/Meraner Straße (Berlin-Tempelhof-Schöneberg)

Duplex Architekten AG / Studio Duplex GmbH, Zürich und Hamburg

ifau und Jesko Fezer GbR, Berlin

Susanne Hofmann Architekten BDA, Berlin

03 Architekten GmbH, München

Wongrowitzer Steig 34/36 (Berlin-Treptow-Köpenick)

Imke Woelk und Partner Architekten, Berlin

Jan Wiese Architekten, Berlin

OFFSEA - office for socially engaged architecture, Berlin und London

Elsastraße 40, Oberseestraße 69, 71, 73 (Berlin-Lichtenberg)

GPS Architecture; CanalsMoneo, Madrid

De Zwarte Hond GmbH, Köln

Hérault Arnod Architectes, Paris

VUKOJA GOLDINGER Architekten SIA, Zürich

Der Artikel von Katinka Corts wurde am 9. Februar 2014 im german-architects e-Magazin veröffentlicht

Die Ergebnisse des Workshops können online eingesehen und kommentiert werden unter

urbanliving.berlin.de

PPAG, Wien entwickelte anhand eines konkreten Grundstücks in Berlin-Neukölln ein Manifest für eine dichte, soziale Stadt in der Stadt, ein Gebäude für einen Querschnitt der Bevölkerung als Tool für ein aktives, gemeinschaftliches Leben. Den sehr unterschiedlichen Wohnungen sind neutrale Räume zugeordnet, die den Wohnungen in einzelnen Lebenssituationen temporär angeschlossen werden. Die begehbare, bergartige Struktur beherbergt eine Vielzahl gemeinschaftlich nutzbarer Räume. Auch dieser Entwurf steht bis 5.April 2014 unter urbanliving.berlin.de online zur Diskussion.

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© Redaktion GAT GrazArchitekturTäglich

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