Stellungnahme zum Bauprojekt Andreas-Hofer-Platz
Wie der Zeitung entnommen werden kann, soll der Andreas-Hofer-Platz nun doch verbaut werden – ohne konkrete Pläne der Nutzung und obwohl bislang keine brauchbare Lösung für die dort verkehrenden Busse in Sicht ist.
Es scheint in unserer Stadt Methode zu haben, dass private Investoren öffentlichen Raum für ihre profitablen Geschäfte verbauen können. Dadurch wird immer mehr öffentlicher Freiraum den BürgerInnen entzogen. Auch wenn sich der Andreas-Hofer-Platz durch einen fragwürdigen Deal in privater Baurechtsnutzung befindet, wird er trotz alledem von den Grazerinnen und Grazern zu Recht als öffentlicher Platz wahrgenommen!
Wir brauchen in der Innenstadt kein weiteres Bürogebäude, das sich über das gesamte Areal des Platzes erstreckt, sondern angesichts der desaströsen Luftgüte mehr qualitativ gestalteten Grünraum. Der Andreas-Hofer-Platz wäre dafür bestens geeignet. Die Stadtregierung hat sich ja die BürgerInnenbeteiligung auf ihre Fahnen geheftet. Machen Sie also den Andreas-Hofer-Platz zu einem Projekt der BürgerInnenbeteiligung wie seinerzeit die Umgestaltung der oberen Neutorgasse!
Stellungnahme zum Bauprojekt Kommodhaus
Wie aus der Kleinen Zeitung vom 27.8.2015 zu entnehmen war, wird "hinter den Kulissen" schon alles zum Nachfolgeprojekt vom Kommodhaus vorbereitet, sodass es im Oktober zur Umsetzung kommen könnte. Grundsätzlich ist gegen moderne Architektur in Nachbarschaft zu vorhandener Bausubstanz nichts einzuwenden, wenn sie sich sensibel einfügt. Gelungene Beispiele dafür gibt es genug, wo Modernes als Kontrapunkt zum Alten einen interessanten Spannungsbogen erzeugt. Das von Zaha Hadid geplanten Gebäude sprengt aber den dafür vorgesehenen Rahmen und beeinträchtigt nachhaltig die bestehende Achse Oper – Burggasse – Burg.
Daher wenden wir uns als besorgte Bürgerin/besorgter Bürger mit dem dringlichen Ersuchen an die zuständigen Stellen der Sadt Graz, das Projekt der Firma WEGRAZ besonders was die Dimension des geplanten Projekts betrifft einer nochmaligen kritischen Überprüfung zu unterziehen. Auch wenn bereits eine rechtskräftige Baubewilligung vorliegt, ist die Politik aufgefordert, alles zu unternehmen, um eine ähnlich desaströse Entwicklung wie beim Pfauengarten – Karmeliterplatz zu vermeiden.
Initiative für ein unverwechselbares Graz, unterzeichnet von Erika Thümmel, Heinz Rosmann, Doris Pollet-Kammerlander.

