Jubiläumsjahr „otl aicher 100"

Launch einer Onlineplattform, Veranstaltungen, Ausstellungen, ...

Launch einer Onlineplattform, Veranstaltungen, Ausstellungen, ...

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19/05/2022

Am 13. Mai 2022 wäre Otl Aicher 100 Jahre alt geworden. Auf Initiative von Kai Gehrmann und Florian Aicher nahm das IDZ (Internationales Design Zentrum Berlin e.V.) dieses Datum zum Anlass, unter dem Titel „otl aicher 100“ das Leben und Werk dieses großen Gestalters zu erschließen. 

Otl Aicher (1922 – 1991) gilt als einer der prägenden deutschen Protagonisten des Designs im 20. Jahrhundert. International bekannt wurde er vor allem als Gestaltungsbeauftragter der Olympischen Spiele 1972 in München. Neben seinen gestalterischen Projekten hat er sich auch immer wieder tiefgründig mit gesellschaftlichen Themen auseinandergesetzt und den inhaltlichen Spagat zwischen Philosophie, Kommerz und Design aktiv gesucht – als Hochschulgründer, Grafiker, Typograf, Unternehmensberater, Bildhauer, Philosoph, Autor und eingreifend gestaltender Intellektueller. 

LAUNCH DER ONLINEPLATTFORM

otlaicher100.de

Mit otlaicher100.de wurde am Abend seines Geburtstages eine Onlineplattform live geschaltet, die über das Jahr des Geburtsjubiläums hinaus als erste Anlaufstelle für Interessierte dienen soll, die sich mit Otl Aicher befassen und von seinem Schaffen inspirieren lassen möchten. Sie startet mit mehreren, eigens verfassten Textbeiträgen – und vielen Bildern, darunter teilweise bislang noch „ungehobene Schätze“ aus dem HfG-Archiv Ulm, in dem sich auch Otl Aichers Nachlass befindet. Bis zum Jahresende wird die Webseite weiter wachsen, so dass sich ein Besuch immer wieder lohnen wird.

Momentan sind auf der Onlineplattform zum Beispiel von Gerrit Terstiege geführte Interviews zu lesen. Eine Auswahl:

Gerrit Terstiege

„Eine völlig verrückte Geschichte”

Gerrit Terstiege befragt Jürgen Werner Braun zu seiner Zusammenarbeit mit Otl Aicher

Gerrit Terstiege

„Die Rotis musste verwendet werden”

Im Gespräch: Design-Ikone Stefan Sagmeister über Schriften, Schönheit und das Vermächtnis von Otl Aicher

Gerrit Terstiege

„Der Plüsch-Waldi stimmte hinten und vorne nicht”

Wie ein Dackel die Welt eroberte: Die einstige Aicher-Mitarbeiterin Elena Schwaiger über Plüschtiere, Fälschungen und das echte Maskottchen der XX. Olympischen Spiele in München

VERANSTALTUNGSREIHE

Flankiert wird die Webseite im Jubiläumsjahr von einer Reihe von Veranstaltungen. Den Auftakt bildete am 13. Mai 2022 der Vortrags- und Diskussionsabend „es gibt keinen computer, der nach freiheit ruft“ in der Akademie der Künste. Anknüpfend an Otl Aichers Essay „kulturen des denkens“ ging es dabei in Vorträgen und Diskussionen um Ethik und die kulturellen Dimensionen der künstlichen Intelligenz.

Weitere Veranstaltungen in Kooperation mit der Akademie der Künste, dem Deutschen Werkbund Berlin und dem HfG-Archiv Ulm sind in Planung.

25. Juni 2022

„natürlich ist ein auto auch ein zeichen“

Retrospektive zu Otl Aicher: Kritik am Auto, München 1984

19 Uhr, Ulm HfG, Am Hochsträß 8, 89081 Ulm

26. August 2022

„wir haben brot, wir haben spiele“

Olympia als Politikum, Olympia als Utopie, Olympia als Big Business – zum 50. Jubiläum der Olympischen Sommerspiele München 1972

19 Uhr, Plenarsaal der Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin

20. Oktober 2022

„hier gibt es nichts, das schatten spendet.“

Vier Männer und zwei Motorräder in der Wüste

19 Uhr, Architektur Galerie Berlin, Karl-Marx-Allee 96, 10243 Berlin

AUSSTELLUNGEN

Die Onlineplattform informiert über alle aktuellen Ausstellungen. Eine wird an dieser Stelle vorgestellt.

„Otl Aicher 100 Jahre 100 Plakate“

HfG-Archiv / Museum Ulm

bis zum 8. Januar 2023

„Otl Aicher 100 Jahre 100 Plakate“ ist der Titel einer Ausstellung, die in den Räumen des HfG-Archivs auf dem Ulmer Kuhberg gezeigt wird, sie läuft bereits seit Ende März. Dort befindet sich der Nachlass des Gestalters, den das Museum Ulm / HfG-Archiv pflegen und aufarbeiten, inzwischen ist er in einem Findbuch dokumentiert. Die Schau widmet sich einem zentralen Werkkomplex. Beginnend 1945 schuf Aicher autodidaktisch Plakate zunächst für eine Vortragsreihe von Theologen und Schriftstellern, die er inmitten des kriegszerstörten Ulm organisierte. Zu den reinen Textplakaten fügte er bald weitere gestalterische Elemente hinzu. Aus dieser Reihe entstanden Grundlagen der Ulmer Volkshochschule (vh), die von Inge Scholl geleitet, ein einzigartiges und anspruchsvolle Programm entwickelte, für das Aicher die Plakate schuf. Dafür nutzte er ein schmales Hochformat. Spezielle auf dieses Format abgestimmte, ebenfalls von ihm entworfene Stelen, kündeten in zunehmend moderner Bildsprache vom Programm der Volkshochschule. Aicher ging vom per Druck vervielfältigten Unikat über, zum seriell konzipierten Kommunikationsmittel. Neben frühen Beispielen werden etwa Plakate von Aichers wohl bedeutendstem Teamprojekt gezeigt, der ganzheitlichen Gestaltung der Olympischen Spiele 1972 in München. Ebenso sind seine Aushänge für unterschiedliche kulturelle Veranstaltungen, für politische Anlässe und für Unternehmen zu sehen. Sie belegen eindrücklich die Vielfältigkeit seines grafischen Schaffens und seiner thematischen Interessen. Während der Laufzeit der Ausstellung werden in speziellen Vitrinen im monatlichen Wechsel einzelne Aspekte in den Blick genommen, die den Fotografen, Architekten und Möbelgestalter Aicher erlebbar werden lassen.

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Redaktionsteam „otl aicher 100":

Florian Aicher, Thomas Edelmann, Prof. Dr. Chup Friemert, Kai Gehrmann (Künstlerischer Leiter), Jasmin Jouhar, Katharina Kurz, Prof. Dr. Dagmar Rinker, Gerrit Terstiege und Fabian Wurm (Chefredakteur)

Veranstaltungspartner:

Akademie der Künste, Berlin

Deutscher Werkbund Berlin e.V.

HfG-Archiv Ulm

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Jubiläumsjahr „otl aicher 100"

Im Mai 2022 wäre Otl Aicher 100 Jahre alt geworden und die Olympischen Spiele 1972 München, für deren visuelles Erscheinungsbild er weltberühmt wurde, sind heuer 50 Jahre her.

Anlässlich zu Otl Aichers Geburtstag wurde das Jubiläumsjahr mit einer Veranstaltung und dem Launch der Onlineplattform otlaicher.de eröffnet. Auf dieser Webseite kann man über sein Leben und Schaffen lesen und sich über alle aktuellen Veranstaltungen und Ausstellungen informieren, sie wird bis Jahresende weiter wachsen und teilweise bislang noch „ungehobene Schätze“ aus dem HfG-Archiv Ulm ans Tageslicht holen.

Weiterführende Links

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Otl Aicher im Atelier, 1953 ©: Florian Aicher HfG-Archiv Museum Ulm
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Otl Aicher und Mitarbeiter, Olympische Spiele 1972 München, Entwurf 1970-71, ©: Florian Aicher HfG-Archiv - Museum Ulm

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