Dank Peter Zumthors Kunsthaus wurde die Bodenseestadt Bregenz zu einem Wallfahrtsort für Kunst- und Architekturliebhaber. Einen Steinwurf von diesem entfernt kann am Freitag ein Beispiel der jüngeren Architektur des Landes eingeweiht werden: das Vorarlberg Museum von Andreas Cukrowicz und Anton Nachbaur.
An keinem andern Ort am Bodensee klingen historische und zeitgenössische Baukunst schöner zusammen als in Bregenz. Die Stadt am Fuss des Pfänders weiß seit Jahren vom Vorarlberger Architekturwunder zu profitieren, wurde Österreichs westlichstes Bundesland doch in den letzten dreißig Jahren mit minimalistisch einfachen Interventionen erneuert, ohne dass seine Städte und Dörfer ihren diskreten Charme verloren. In Bregenz machten Wohn-, Schul- und Verwaltungsbauten den Auftakt. Aber erst der auratische, mit opaken Glasschindeln verkleidete Turm von Peter Zumthors 1997 eröffnetem Kunsthaus (KUB) katapultierte die Stadt auf die Bühne der Weltarchitektur. Ihm folgte 2006 das in zwei Etappen von Dietrich Untertrifaller direkt am See zu einer Skulptur aus Glas, Stahl und hellem Mauerwerk umgebaute Festspielhaus, das wohl auch deshalb Tausende von Touristen anlockt, weil hier James Bond in Marc Forsters Quantum of Solace seine Gegner vor einem globalen Publikum jagte.
Nun kann die Stadt mit einem weiteren baukünstlerischen Highlight aufwarten …