Das Stadtbild von Graz zeigt eine beängstigende Entwicklung: Viele voluminöse Bauprojekte, zubetonierte Innenhöfe, versiegelte Zufahrten und Parkplätze gehen zu Lasten von Grünflächen und Bäumen, die früher da und dort das Straßenbild prägten.
Das müsste nicht so sein. Denn das Stadtentwicklungskonzept oder das Sachprogramm für den Grünraum geben wichtige Maßnahmen zur Erhaltung und Verbesserung der Grünausstattung und zur Verringerung von Versiegelungen vor. Aber es fehlt am Willen der zuständigen Politiker in der Stadtregierung, das auch umzusetzen.
Nun steht das Räumliche Leitbild kurz vor der Beschlussfassung im Gemeinderat – eine Verordnung, in der die Teilräume der Stadt nach Gebietscharakter beschrieben und die Grundsätze zur Bebauungsweise und Erschließung festgelegt werden. Während die Bodenversiegelung ungehemmt fortschreitet, könnten genau in dieser Verordnung Grenzen der Versiegelung und Standards für die Freiraumgestaltung festgelegt werden.
Gemeinsam mit anderen Initiativen haben die Akteure der Plattform Unverwechselbares Graz in einem Schreiben an alle GemeinderätInnen verbindliche Richtlinien gegen eine weitere Bodenverschwendung und -zerstörung gefordert. Begleitend dazu wurde die Dokumentation Die Versiegelung geht weiter… über die fortschreitende Bodenversiegelung erstellt, die anhand einiger ausgewählter Beispiele die Diskrepanz zwischen großmundigen Versprechungen sowie Zielsetzungen bestehender Verordnungen und der gebauten oder geplanten Wirklichkeit aufzeigt.
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