Café Rosenhain soll saniert werden

Geplanter Baustart Anfang 2013.

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11/09/2012

Bürgermeister Siegfried Nagl erläuterte bei einer Pressekonferenz, dass das Café Restaurant Rosenhain am Stadtrand von Graz saniert und bestimmt kein Luxustempel wird. Nagl versuchte damit die Befürchtungen der Lokalbesucher – vor allem Familien, Studierende und Penionisten - zu entkräften, dass das idyllisch gelegene Café zu einem Luxuslokal umgebaut und daher nicht mehr für jedermann leistbar sein werde. Im Internet sammelt die Bürgerinitiative "Rettet das Rosenhain" bisher rund 1200 Unterschriften für den Verbleib des gemütlichen Cafés und der Pächterfamilie, die das Cafe seit 11 Jahren betreibt.

Mit 550.000 Euro will die Holding Graz, Bereich Freizeit die Wege rund um die Panoramagasse 77 wie auch das Café Restaurant Rosenhain sanieren. Die letzte Sanierung liegt 16 Jahre zurück. Deshalb habe die Holding Graz einen Masterplan entwickelt, um das schon in die Jahre gekommene Café Restaurant Rosenhain wieder für alle Grazerinnen und Grazer attraktiv und sicher zu machen, so Nagl. Er möchte damit auch die Befürchtung besorgter BürgerInnen aus dem Weg räumen, dass aus dem Café Restaurant Rosenhain ein Restaurant-Luxustempel werden soll. Ihm gehe es um die Gesamtentwicklung eines beliebten Ausflugsziels. Auch Holding Graz Freizeit Geschäftsführer Michael Krainer betonte, dass sehr einfühlsam und naturnahe mit der Sanierung der Wege und des Restaurants vorgegangen werde. Wie bisher soll es zwischen 180 und 200 Sitzplätze im Café und Restaurant geben.

Der mit der Planung beauftragte Architekt Gerald Deutschmann (nicht Georg Deutschmann wie fälschlicherweise in der Presseaussendung der Stadt Graz angeführt) betonte, dass es der Grundgedanke des Entwurfes war, den Pavillon als zentralen Angelpunkt in seiner bestehenden Erscheinungsform zu belassen. Die Fassade soll in ihrer Form erhalten bleiben und mit dem schlichten Zubau des Restaurants harmonieren. Dafür soll die nachträglich errichtete Überdachung abgerissen werden. Die bestehende Terrasse und der bereits vorhandene Kinderspielplatz werden weiterhin allen BesucherInnen zur Verfügung stehen.

Ob sich die Bürgerinitiative "Rettet das Rosenhain" und die eingesessenen Lokalbesucher mit diesem Entwurf zufrieden geben werden, bleibt abzuwarten. Es drängt sich die Frage auf, ob an einem derart sensiblen Ort statt einer Direktvergabe nicht ein Architekturwettbewerb oder die Einreichung des Entwurfs beim Gestaltungsbeirat notwendig gewesen wäre. Der Bezirksvorsteher von Geidorf, Franz Schwarzl, kündigte jedenfalls an, dass das Thema auch auf der Tagesordnung der nächsten Bezirksratssitzung (13. September) in der Servicestelle in der Stiftingtalstraße 3, 1. Stock stehen wird.

Zeitplan


Der derzeitige Cafébetrieb bleibt bis zum Umbau geöffnet. Nach dem Aufsichtsratsbeschluss Ende September erwartet Krainer nach erfolgter Einreichung der Unterlagen bis Ende Dezember 2012 den Baubescheid. Schon zu Beginn des nächsten Jahres sollen die Umbauarbeiten beginnen. Die Wiedereröffnung ist für Anfang Juni 2013 geplant.

Weiterführende Links

RosenhainSan37
Projektpräsentation, v.l.n.r.: Bezirksvorsteher Franz Schwarzl, Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl, Holding Graz Freizeit Geschäftsführer Dr. Michael Krainer, Architekt DI Georg Deutschmann. © Stadt Graz - Quelle: Foto Fischer
Rendering_DI Deutschmann
Café Rosenhain 'neu', Planung und Schaubild: Architekturbüro Deutschmann ZT GmbH, Seiersberg. © Arch. DI Gerald Deutschmann

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