Stadtplanung und Flussraum
Unter dem Titel Stadtplanung und Flussraum reagiert Dr. Romana Ull, Specherin des Personenkomitees zum Schutz der Mur, Mitglied des Naturschutzbeirats der Stadt Graz und parlamentarischer Umweltrat, mit einem Brief an die IG Architektur auf das Geschehen rund um den Kraftwerksbau:
„In Gesprächen mit ArchitektInnen und Architekten über das geplante Grazer Murkraftwerk hat sich ein Meinungsrahmen deutlich gezeigt: Unverständnis, dass mitten in der Stadt der Verlust von annähernd 10 ha baumbestandenem Erholungsraum am Fluss von der Stadtplanung unwidersprochen hingenommen wird. Unverständnis darüber, dass an der Zentralachse Mur in Summe 16.500 Bäume gerodet werden. Diejenigen, die den Flussraum persönlich genutzt haben sind entsetzt darüber, dass mit dem Aufstau das Rauschen der Mur verschwinden wird – jenes Rauschen, dass den Stadtlärm überblendet hat, und das mit der raschen Fließgeschwindigkeit, dem steinigen Ufer, der Tiervielfalt und dem alten Baumbestand Garant für eine hohe Erholungsqualität ist.
Mittlerweile sind bereits ca 1/3 der Bäume gefällt, viele Tiere vertrieben oder getötet worden – darunter EU-geschützte Arten, Zusatzausgaben von mehr als 80 Millione € werden auf die wenig liquide Stadt zukommen und viele Menschen sind angesichts des Baumsterbens einfach verzweifelt. Unter rettetdiemur.at hat eine unabhängige NGO Plattform ihre Aktivitäten gebündelt und Informationen zusammengestellt. Ein Diskurs über die Thematik aus Sicht der Architektur könnte neue Facetten zum Projekt eröffnen.“ (Romana Ull)
Der Kampf um das Murkraftwerk geht weiter
Unter dem Titel Der Kampf um das Murkraftwerk geht weiter – Tausende Bäume wurden bereits gefällt, doch die Gegner geben nicht auf schreibt Tamara Sil am 16.02.2017 auf news.at: „Nach wie vor fordern die Kraftwerksgegner eine Volksbefragung, dafür sei es laut Celemens Könczöl, dem Sprecher der Bürgerinitivative Rettet die Mur, noch nicht zu spät. Die bisher gerodeten Flächen könnten noch für andere Projekte genutzt werden: „Auch, wenn viele Bäume schon gefallen sind, es ist noch nicht alles verloren!“
© Karin Tschavgova © Karin Tschavgova © Karin Tschavgova © Karin Tschavgova © Karin Tschavgova © Karin Tschavgova © Karin Tschavgova © Karin Tschavgova © Karin Tschavgova © Karin Tschavgova © Karin Tschavgova © Karin Tschavgova © Emil Gruber
