1986 Trigon Museum Pfauengarten

Trigon Museum Pfauengarten. Chronologie. Ausschnitte aus Publikation der LBD Steiermark

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07/08/2004

"Dieses Kunstmuseum versteht sich als eine Landschaft, die subversiv eine Grenze überschreitet, die Stadtmauer unterläuft, sie aber zum lebendigen Teil einer neuen Situation macht. Es versteht sich weiters als ein Gebäude "ohne Fassaden", ohne konventionelle "Ansichten" ohne einengende Binnenstruktur, als ein Raumsystem also, das primär von einem ausgeklügelten Reichtum an Wegführungen definiert ist: ein Haus, das vielfältig begangen, sogar "übergangen" werden kann. Und es versteht sich drittens als ein "Traum der Stadt von sich selbst". Denn sowohl die Schnittstelle im Garten, als auch die Stadtmauer werden an einigen Stellen von Ausbuchtungen und Raumdurchdringungen umspielt und durchwachsen, deren Grundrißfiguren Fragmente des umliegenden Stadtgrundrisses nachbilden."

Die Presse, 19. und 20. November 1988, in: Trigon Museum Pfauengarten, (Hrsg.) Landesbaudirektion Steiermark, Graz o.J.,S7.

"Im Zusammenhang mit dem steigenden Interesse, das zeitgenössischer bildender Kunst entgegengebracht wird, hat in den 80er Jahren eine internationale Dezentralisierungstendenz von Ausstellungshäusern und Museen eingesetzt, die aber vorläufig - wie im Grunde die gesamte moderne Museumsbewegung - an Österreich verhältnismäßig spurlos vorübergegangen ist. Graz und die Steiermark mit ihren bedeutenden Strömungen (steirischer herbst, trigon) sind prädestiniert, mit einem Ausstellungshaus überregionalen Zuschnitts an diese bereits fortgeschrittene Entwicklung anzuschließen. Dezentralisierung bedeutet heute nicht mehr nur konkrete kulturpolitische Regionalisierung, sondern drückt das gleichwertige Verhältnis der gewachsenen kulturhistorischen Landschaften in einem großen europäischen, übernationalen Kontext aus. Das Europa der Zukunft wird auch ein Europa der Regionen sein."

Kurt Jungwirth, Text aus Regierungssitzungsantrag, Graz, GZ.: KULT-24 Ti 2/10 - 1992, in: Trigon Museum Pfauengarten, (Hrsg.) Landesbaudirektion Steiermark, Graz o.J, S 1 ff.

März 1986

_ Die Idee des Künstlers Günter Waldorf zur Gründung eines Museums des Trigon-Raumes fällt bei den Kulturverantwortlichen des Landes Steiermark auf fruchtbaren Boden.

_ Einsetzung eines Expertenkommitees zur Klärung der Rahmenbedingungen für die Errichtung eines Museums auf dem dafür ausersehenen ehemaligen Gendarmeriehof.

_ Terminliche Zielsetzung: das österreichische Millenium (ursprünglich die Weltausstellung Wien-Budapest im Jahre 1995)

28. Sept. 1988

Abgabetermin Wettbewerb (110 Entwürfe)

3. und 4. Nov. 1988

Preisgericht HDA Graz, Vorsitz Arch. Prof. O. Barth; Auszeichnung des Projektes des Wiener Architektenteams Schöffauer-Tschapeller mit dem Ersten Preis.

29. Mai 1989

Zustimmung der Steiermärkischen Landesregierung zur Beauftragung der Preisträger mit den Entwurfsarbeiten

15. Okt. 1990

Regierungsbeschluß zur Zweckwidmung von 50% des Rundfunk- und Fernsehschillings für die Neustrukturierung und Sanierung des Landesmuseums Joanneum einschließlich der Errichtung des Trigon-Museums und Zustimmung zur Ansparung dieser Mittel ab dem 1.1.1990

13. Dez. 1990

Die Planung ist so weit fortgeschritten, daß die Widmungs- und Einreichpläne dem Magistrat zur Genehmigung vorgelegt werden.

14. Jän. 1991

Übergabe des Gebäudeentwurfes an den Steiermärkischen Landesrechnungshof zur Projektkontrolle (Nachreichung einer detaillierten Kostenermittlung im Juni 1991)

Vom Jänner 1991 an wurde die Detailplanung am Projekt so vorangetrieben, daß nunmehr mit Stichtag 1. Mai 1992 die Grundlage zu einem Grundsatzbeschluß des Steiermärkischen Trigon-Hauses vorliegt.

Glauco Gresleri, Bologna/Italien, Auszug aus UN CONCORSO CHE NON SI FERMA ALLE IDEE / IL TRIGON MUSEUM A GRAZ, "Parametro" Nr. 173, Juli/August 1989, in: Trigon Museum Pfauengarten, (Hrsg.) Landesbaudirektion Steiermark, Graz o.J. , S7.

Trigon Museum Pfauengarten. Chronologie eines nicht gebauten Projekts.

Ausschnitte aus der Publikation Trigon Museum Pfauengarten der LBD Steiermark

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Foto: Archiv HDA Graz
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Foto: Archiv HDA Graz
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Foto: Archiv HDA Graz
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Foto: Archiv HDA Graz
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Foto: Irmfried Windbichler 2002

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