Am Donnerstag, den 25. August 2005 treffen sich um 18:30 Uhr interessierte ZivilttechnikerInnen wieder zu einem Erfahrungsaustausch in der Kammerdirektion Graz, Schönaugasse 7, 1. Stock.
Ein Treffen aller Ziviltechnikerinnen Österreichs im März 2005 in Innsbruck war Anlass, nun auch im Kammerbereich Steiermark/Kärnten eine Plattform für Ziviltechnikerinnen wieder neu zu aktivieren. Die Treffen finden regelmäßig einmal im Monat statt. Nicht das ambivalente Produkt "Frauenarchitektur" soll erörtert werden, sondern ein gegenseitiges Kennenlernen, der Erfahrungsaustausch in der Gruppe sowie auch die mögliche Rolle der Ziviltechnikerinnen innerhalb der Berufsgruppe stehen im Mittelpunkt. ZUR INFORMATION:
Die Treffen sollen als ständige Einrichtung in regelmäßigen Abständen stattfinden (1x im Monat)
Ort: Kammerdirektion Graz
Datum/Uhrzeit: wird jeweils beim stattfindenden Treffen für das nächste Treffen vereinbart.
Um eine möglichst breite Basis anzusprechen, ergehen Einladungen per e-mail an alle weiblichen Mitglieder der Kammer.
Bisher fanden drei Treffen statt, bei denen Themen und mögliche Ansatzpunkte zusammengetragen wurden um in weiterer Folge daraus Schwerpunkte zu entwickeln.
ZIELE:
Es sind fast ausschließlich Männer, die bisher als Planer und Architekten, in Behörden und Ämtern, als Bauherren und Ausführende unsere nähere und weitere Umwelt gestaltet und gebaut haben.
Damit sind in erster Linie die Alltagserfahrungen von Männern in die Planungen eingeflossen. Alltagsmuster anderer Bevölkerungsgruppen blieben bislang in der Planung vernachlässigt.
Es ist eine Möglichkeit für Architektinnen und Planerinnen, die alltäglichen Probleme, mit denen sich Frauen heute konfrontiert sehen (und auch Männer) aufzuzeigen und einer Verbesserung zuzuführen. Weite Teile der Berufswelt waren Frauen lange Zeit nicht zugänglich und in vielen Bereichen sind sie auch heute noch stark unterrepräsentiert.
In Architektur und Planung werden Entscheidungen getroffen, die Auswirkungen auf Jahrzehnte haben.
Absicht ist es, die weibliche Sicht der Dinge vermehrt einfließen zu lassen.
Das Nachdenken in der Gruppe über die eigenen Bedürfnisse sowie der Erfahrungsaustausch untereinander soll ein Schritt dazu sein.
Wesentliche Punkte dabei sollen sein:
Präsentation der ZT – von Innen nach Außen:
_ Stellung innerhalb der Gruppe der Ziviltechniker - Selbstverständnis erzeugen („Gutes setzt sich durch, unbeschadet vom Geschlecht des Entwerfenden“)
_ Vernetzung herbeiführen (untereinander, interdisziplinäre Zusammenarbeit, aber auch zu Wirtschaft, Verwaltung u.a.)
_ Fachfrauen in der Branche präsenter werden lassen
_ Die Erhöhung der Frauenquote in den Entscheidungsgremien wird angestrebt.
_ Gegenseitige Unterstützung in Fachfragen sowie bei personellen Engpässen.
Behandlung planungsrelevanter Fragen wie:
_ Gestaltung des öffentlichen Raumes,
Erleichterung des Alltags für alle Menschen (auch Kinder, Alte Menschen und Behinderte; Themenbereiche Wohnbau, Schulbau, Ortsplanung, Freiraumplanung usw.)
_ Die Bereitstellung von „Platz“ allgemein und für Frauen im speziellen sowie die angstfreie Benutzung desselben.
_ Veränderungspotenziale erkennen und Verbesserungen anregen
usw.
Erste Ergebnisse:
Arch+ZT-Innen Pool: entsprechende Eintragungsliste wurde erarbeitet und bereits an alle Kolleginnen versandt.
Aufbau einer entsprechenden Literaturliste ist in Arbeit.KONTAKT
Arch. DI Ulrike Wallnöfer
Volksgartenstraße 18
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T 0316/72 48 63
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