WETTBEWERBSERGEBNIS Champagnersiedlung - Wohnpark Anton-Kleinoscheg Straße, Graz-Gösting

Ulrike Horvath-Oroszy gewinnt den städtebaulichen Wettbewerb Champagnersiedlung – Wohnpark Anton-Kleinoscheg-Straße in Graz-Gösting.

28/10/2009

Die Architektin Ulrike Horvath-Oroszy (Mitarbeit: Arch. DI Friedrich Wiesenhofer, DI Thomas Klietmann) konnte den geladenen städtebaulichen Wettbewerb Champagnersiedlung - Wohnpark Anton-Kleinoscheg Straße in Graz-Gösting für sich entscheiden. Mit dem 2. Rang wurde das Projekt von Hohensinn Architektur (Graz), mit dem 3. Rang jenes von Viereck Architekten (Kindberg) ausgezeichnet.

Weitere geladene Teilnehmer waren:

Architekten Domenig & Wallner, Graz

Arch. DI Peter Rous, Graz

Szyszkowitz-Kowalski+Partner ZT GmH, Graz

Die ctr kleinoscheg development GmbH beabsichtigt, die Grundstücke der ehemaligen Sektkellerei in der Anton-Kleinoscheg-Straße Nr. 66, 8051 Graz-Gösting immobilienwirtschaftlich zu entwickeln. Es ist vorgesehen, das derzeit im Planungsgebiet bestehende Kellerbauwerk nur teilweise abzubrechen und vor allem die entlang der A.-Kleinoscheg-Straße gelegenen Kellergewölbe zu erhalten und mit einer neuen Nutzung in das Gesamtkonzept einzubeziehen und mit einer neu zu errichtenden Tiefgarage und der projektierten Wohnanlage zu verknüpfen.

Die Liegenschaft soll mit neuen Gebäudekomplexen bebaut werden und als Wohnpark die Umgebung aufwerten.

Ziel des Wettbewerbes war die Erlangung eines Bebauungskonzeptes für die entlang der A.-Kleinoscheg-Straße in einem Planungs-Korridor vorgesehene Bebauung. Für die dahinter projektierte Bebauung auf der Liegenschaft wurde bereits eine Situierung bzw. eine Struktur der Baukörper vorgegeben. Diese Vorgabebauung war beim Entwurf der Wettbewerbsbebauung zu berücksichtigen. Beide Bereiche müssen aufgrund ihrer funktionellen Zusammenhänge als Gesamtkonzept funktionieren.

Bewertung des Siegerprojektes:

(Auszug aus dem Juryprotokoll)

Die leicht geknickte einheitliche Großform fügt sich elegant und sensibel in das Planungsgebiet ein und wird durch zahlreiche positive Gesten im Basisbereich und in der Sockelebene aufgewertet. Als sehr positiv wird die Leichtigkeit und Auflösung der Turmbasis erachtet. Das Platzniveau wird gekonnt über eine Rampenlandschaft auf das höhere Niveau im Westen geführt und erfüllt damit als einziges Projekt die barrierefreie Durchquerung in der Kernzone. Auch aus schallschutztechnischen Gesichtspunkten wird durch den Höhenversatz eine Abminderung/Trennung der Lärmbelastung erzielt.

Die Sockelzone im nördlichen Bauteil ist interessant gestaltet – Verdrehung - und geht eine gute Synergie mit dem gesamten Vorplatz ein – die vielfältigen Möglichkeiten werden dem Anspruch eines zukünftigen Stadtteilzentrums gerecht. Der einheitliche Auftritt auf der Straßenseite mittels Schallschutzschild trägt wesentlich zur architektonischen Geschlossenheit und Qualität bei. Die geringfügigen Dichtereserven könnten durch zusätzliche Bauvolumen im Bereich der südlichen Penthäuser weiterentwickelt werden.

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