Wettbewerb Zielstation Planai entschieden

Die Jury wählte am 1. September 2005 das Projekt von Hofrichter-Ritter Architekten @ n-o-m-a-d aus Graz zum Sieger des EU-weiten Ideen- und Realisierungswettbewerbs.

04/10/2005

Ziel des von der Planai & Hochwurzen Bahnen GmbH ausgelobten offenen, EU-weiten 2-stufigen Ideen- und Realisierungswettbewerb mit anschließendem Verhandlungsverfahren war die Erlangung von Entwürfen für zentrale Kassen und Wartebereiche, hochwertige Sanitäranlagen und leistungsfähige Transportmittel sowie zusätzliche Serviceeinrichtungen wie Skidepot, Rental-Area, Gastronomie und Tourismusinformation und für im wesentlichen aus verkehrstechnischer Sicht funktionierende Zu- und Abfahrten und ein ausreichendes PKW-Stellplatzangebot.

Zur ersten Verfahrensstufe reichten 33 Teilnehmern ihre Projektvorschläge ein. Daraus wurden sechs Projekte zur Weiterbearbeitung für die zweite Verfahrensstufe ausgewählt. In der Jurysitzung der 2. Stufe am 01.09.2005 wurde das Projekt 08 von Hofrichter-Ritter Architekten @ n-o-m-a-d aus Graz zum SIEGER gekürt.

_ 2. Rang:

Projekt 30 > Arch. Dipl.-Ing. Johann G. Waldhart, Innsbruck

_ 3. Rang:

Projekt 04 > Thurnher / Gruppe Bau Dornbirn, Bregenz

_ nicht gereiht:

Projekt 19 > ARGE Arch. DI Bernhard Edelmüller, Arch. DI Erich Kugler, Wien

Projekt 21 > Pittino & Ortner Deutschlandsberg

Projekt 29 > Arch. Dipl.-Ing. Christian Dengler, Berlin

Zusammensetzung des Beratungsgremiums der 2. Verfahrensstufe:

o. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Roger Riewe, Graz

o. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Hrvoje Njiric, Graz/Zagreb

o. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Volker Giencke, Graz

Kommerzialrat Direktor Albert Baier, Planai Hochwurzen Bahnen GmbH, Schladming

Dr. Candidus Cortolezis

Jörg Winter

Verfahrensbetreuung:

Hans Lechner ZT-GmbH

Lerchenfelderstraße 65

A-1070 Wien

BESCHREIBUNGEN

(Auszug aus dem Juryprotokoll, 2. Verfahrensstufe)

SIEGERPROJEKT > Hofrichter-Ritter Architekten @ n-o-m-a-d, Graz

Durch seinen starken konzeptuellen Ansatz schafft dieses Projekt mit

einer überzeugenden Leichtigkeit die Zusammenführung der vielfachen

Funktionsanforderungen von Garagenbauwerk über Servicebereiche

bis zur Talstation zu einem integrativen Entwurf hoher architektonischer Qualitäten.

Der Loop, das Übergehen der neuen Parkplatzebene in ein geschwungenes

Dach, setzt ein markantes Zeichen und schafft gleichsam die

formale Einbindung der bestehenden Talsation und Seilbahn in die

flexiblen Raum- und Funktionsanforderungen des künftigen Gesamtprojektes.

Die stadträumliche Zonierung in Zielbereich, Straßenraum und Vorplatz

zur Talstation, sowie die Durchlässigkeit und Sichtbeziehung zum

Zielhang sind den örtlichen Gegebenheiten sehr gut angepasst. Ineinader übergehende Außen- und Innenräume werden in ein offenes

Raumkonzept übergeführt, das die Enge des Bauplatzes entschärft.2. RANG > Arch. Dipl.-Ing. Johann G. Waldhart, Innsbruck

Die Stärke des Entwurfes liegt in seiner architektonischen Prägnanz

und räumlichen Verflechtung von Talstaion und Garagenbauwerk.

Hoher Identifikationswert sprechen für diese Projekt als künftiges Zielstadion Planai.

Mängel liegen jedoch in der konstruktiven Durchbildung unter dem

Aspekt der Integration des Bestandes, vorallem im Bereich der Seilbahn. Der Abbruch der bestehenden Decken in diesem Bereich ist

hinsichtlich einer raschen Umsetzung des Bauvorhabens und aus

wirtschaftlichen Gründen wenig tragbar.

Die räumliche Komplexität der Tiefgarage steht kaum in einem Verhältnis zu ihrer funktionalen Aufgaben.

3. RANG > Thurnher / Gruppe Bau Dornbirn, Bregenz

Das Formal reduzierte und funktional gut ausgearbeiteten Projekt

besitzt aus architektonischer und städtebaulicher Sicht hohe Qualitäten.

Als Mangel wird die schwache Assoziation mit einer Zielarena

und die dadurch fehlenden Identifi kationsstiftung gesehen.

Das Beratungsgremium goutiert abermals die präzise Strukturierung

des stereometrischen Baukörpers und den sensiblen Umgang in der

Schaffung von Raum und Funktion. Das Zusammenspiel von Materialität

und Gestaltung ist gelungen.

Dem Wunsch des Auslobers ein neues Zielstadion für die Stadt Schladming

und die Planai, bekannt als Austragungsort internationaler

Sportgroßveranstaltungen, zu erlangen, wird durch das Projekt in zu

geringem Maße entsprochen. TEILNEHMER > 1. VERFAHRENSSTUFE

Projekt 01 > Arch. Dipl.-Ing. Marcus Schulz, Graz

Projekt 02 > ARGE Domenig - Wallner, Graz

Projekt 03 > Egger - Kreiner ZT GmbH, Gröbming

Projekt 04 > Arch. Dipl.-Ing. Markus Thurnher, Bregenz

Projekt 05 > AN_architects ZTGmbH Arch. AlberT Wimmer-Arch. Nevil Binder, Wien

Projekt 06 > ARGE Seidel Architekten, Thoma Architekten, K.L.P Kummer.Lubak.Partner, Arch. Dipl.-Ing. Kampits & Gamerith

Projekt 07 > Arch. Massmann, Cornelia Benak, München

Projekt 08 > Arch. Dipl.-Ing. Veronika Hofrichter-Ritter, Graz

Projekt 09 > Arch. Dipl.-Ing. Hans Wallner & Partner ZT GmbH, Kapfenberg

Projekt 10 > Arch. Dipl.-Ing. Karl Fahrner, Innsbruck

Projekt 11 > Arch. Dipl.-Ing. Richard Meier, Graz

Projekt 12 > Arch. Dipl.-Ing. Bruno Moser, Breitenbach

Projekt 13 > Christ + Christ Architekten, Wiesbaden (D)

Projekt 14 > Maaars Architekten, Innsbruck

Projekt 15 > Holzbox ZTGmbh, Innsbruck

Projekt 16 > Arch. Dipl.-Ing. Peter Zinganel, Graz

Projekt 17 > Arch. Dipl.-Ing. Peter Zawodnik, Feldbach

Projekt 18 > Arch. Dr. Thomas Duregger, Arch Dr. Günther Mairl, Sand in Taufers (I)

Projekt 19 > ARGE Edelmüller Kugler, Wien

Projekt 20 > Planwerk 5, Dipl.-Ing. Daniel Hin, Freiburg (D)

Projekt 21 > Pittino & Ortner ZTGmbH, Deutschlandsberg

Projekt 22 > Herzog-Hrabal ZTOeg, Wien

Projekt 23 > Arch. Dipl.-Ing. Andreas Treusch, Wien

Projekt 24 > Arch. Dipl.-Ing. Wolfgang Steinegger, Graz

Projekt 25 > Arch. Dipl.-Ing. Corinna Wagner-Sorg, Überlingen (D)

Projekt 26 > Arch. Dipl.-Ing. Irmfried Windbichler, Graz

Projekt 27 > Arch. Mag.arch. Hannes Stiefelkramer, Wien

Projekt 28 > Bahl + Partner, Hagen (D)

Projekt 29 > Arch. Dipl.-Ing. Christian Dengler, berlin (D)

Projekt 30 > Arch. Dipl.-Ing. Georg Waldhart, Innsbruck

Projekt 31 > Caramel Architekten ZTGmbH, Wien

Projekt 32 > WW+ Architektur + Management, Luxenburg

Projekt 33 > LP Architekten, Radstadt

Verfasser/in:
Redaktion GAT Graz Architektur Täglich

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