Wettbewerb Landesberufsschule Murau - Juryprotokoll 1. Stufe

Das Protokoll der Jurysitzung zur 1. Stufe des Wettbewerbs für die Landesberufsschule Murau.

16/05/2006

PROTOKOLL der JURYSITZUNG 1.STUFE

Termin: Dienstag, 13. Dezember 2005

Beginn: 10:00 Uhr

Ort: LBS Murau

Teilnehmer:

_Fachpreisrichter:

Architekt Mag.arch. Mag.art. Maximilian LUGER

Architekt Dipl.Ing. Ernst GISELBRECHT

Mag.arch. Johannes-Axel JUSTIN

_Sachpreisrichter:

Dipl.Ing. Thomas LORENZ

Gemeinderat Helmuth FÖSSL

Hofrat Dr. Walter FRISEE

Ing. Michael Thomas STVARNIK

_Berater des Preisgerichtes:(nicht stimmberechtigt)

Direktor Dipl.Ing. Heinz PACHERNEGG - LBS Murau

Direktor Franz KREMSER - GF Lehrlingshaus Betriebs GmbH

Rudolf STEINACHER - Internatsleiter

Mag. Alfred BALZER - Gemeinde Murau

Baumeister Franz EDLINGER - Bauamtsleiter Gemeinde Murau

_Vorprüferin:

Architekt Dipl.Ing. Elisabeth ANDERL

_1. Begrüßung:

Herr Direktor Pachernegg begrüßt im Namen der LBS Murau alle Jurymitglieder, Ersatzmitglieder und die Berater der Jury und wünscht einen angenehmen Verlauf der Beratungen.

_2. Der Juryvorsitzende Architekt Luger begrüßt ebenfalls alle Teilnehmer an der Jurysitzung und schlägt Tagesordnungspunkte vor, die einstimmig angenommen werden und die in der weiteren Folge diskutiert und erledigt werden:

- Beschlussfähigkeit: Die Beschlußfähigkeit der Jury ist durch die Teilnahme aller Preisrichter gegeben.

- Befangenheit: Auf Anfrage des Vorsitzenden wird festgestellt, dass keine Befangenheit vorliegt.

- Verschwiegenheit: Der Vorsitzende weist alle Teilnehmer erneut auf die Verpflichtung der Verschwiegenheit bis zum Verfahrensende hin.

Aufgabe der Jury in der ersten Sitzung ist es, 12 Projekte auszuwählen, die in einer zweiten Stufe detailierter weiterbearbeitet werden sollen.

_3. Bericht der Vorprüfung

Die ordnungsgemäß verschlossenen Verfasserkuverts werden von der Vorprüfung dem Vorsitzenden zur Verwahrung übergeben.

Die Vorprüfung erstattet den Vorprüfungsbericht, der in schriftlicher Form allen Jurymitgliedern übergeben wird. Im Anschluss werden der Aufbau der Vorprüfung sowie die Vorprüfungsergebnisse erläutert und die Projektbeschreibungen verlesen.

Zusammenfassend wird festgestellt, dass insgesamt 33 Wettbewerbsarbeiten abgegeben wurden, alle Arbeiten den Anforderungen der Ausschreibung entsprechen und daher gewertet werden können.

_4. 1. Sichtungsdurchgang

Nach dem ersten Sichtungsdurchgang mit Erläuterungen der Vorprüfung werden in Vertiefung der in der Auslobung genannten Beurteilungskriterien nachfolgende Punkte im Detail erörtert:

- Städtebauliche Lösung

- Baurechtliche Bestimmungen – Abstandsregeln - Höhenentwicklung

- Ruhender Verkehr – Parkflächen

- Flächenbilanzen

_5. 1. Bewertungsdurchgang

Es erfolgt im Anschluss der erste Bewertungsdurchgang, wobei einvernehmlich festgelegt wird, dass ein Projekt mit mindestens einer Stimme in den nächsten Rundgang mitgenommen wird. Die Rückholung eines Projektes soll mit einfacher Stimmenmehrheit immer möglich sein.

Die Bewertung ergibt:

Projekt 1 0 Stimmen

Projekt 2 0 Stimmen

Projekt 3 5 Stimmen

Projekt 4 0 Stimmen

Projekt 5 5 Stimmen

Projekt 6 6 Stimmen

Projekt 7 0 Stimmen

Projekt 8 0 Stimmen

Projekt 9 0 Stimmen

Projekt 10 2 Stimmen

Projekt 11 0 Stimmen

Projekt 12 1 Stimme

Projekt 13 0 Stimmen

Projekt 14 6 Stimmen

Projekt 15 3 Stimmen

Projekt 16 6 Stimmen

Projekt 17 4 Stimmen

Projekt 18 6 Stimmen

Projekt 19 1 Stimme

Projekt 20 7 Stimmen

Projekt 21 2 Stimmen

Projekt 22 3 Stimmen

Projekt 23 1 Stimme

Projekt 24 2 Stimmen

Projekt 25 0 Stimmen

Projekt 26 7 Stimmen

Projekt 27 0 Stimmen

Projekt 28 0 Stimmen

Projekt 29 0 Stimmen

Projekt 30 6 Stimmen

Projekt 31 0 Stimmen

Projekt 32 0 Stimmen

Projekt 33 7 Stimmen

Zweiter Bewertungsdurchgang:

Über Antrag des Vorsitzenden wird über die Projekte, die zumindest 6 Stimmen im ersten Wertungsdurchgang gehabt haben, darüber abgestimmt, ob sie in den nächsten Wertungsdurchgang kommen, die Abstimmung ist einstimmig.

Somit sind die Projekte 6, 14, 16, 18, 20, 26, 30 und 33 bereits im zweiten Bewertungsdurchgang.

Über die elf in der Wertung verbliebenen Projekte wird erneut diskutiert, die Abstimmung erfolgt mit einfacher Stimmenmehrheit. Der zweite Bewertungsdurchgang ergibt:

Projekt 3 5 Stimmen

Projekt 5 0 Stimmen

Projekt 10 0 Stimmen

Projekt 12 0 Stimme

Projekt 15 4 Stimmen

Projekt 17 4 Stimmen

Projekt 19 0 Stimme

Projekt 21 0 Stimmen

Projekt 22 0 Stimmen

Projekt 23 4 Stimmen

Projekt 24 2 Stimmen

Für die zweite Stufe des Verfahrens verbleiben nachfolgende zwölf Projekte in der Wertung: 3, 6, 14, 15, 16, 17, 18, 20, 23, 26, 30, 33

Ende des ersten Jurysitzungstages:

Dienstag, 13.12.2005, 18.00 UhrProjektbeschreibungen

Projekt 1

Das Projekt sieht einen Abriss des Gebäudes 5 (Festsaal) vor und ordnet den Neubau des Festsaales wiederum an der alten Stelle an, allerdings erdgeschossig. Grundsätzlich positiv wird die Komprimiertheit der Neuanordnung der Baukörper gesehen. Die Erschließung über die Schulparkplätze von oben funktioniert nur teilweise. Im Sinne einer Entflechtung von Schulbetrieb und Festsaal ist die Anordnung des Festsaales samt der dazugehörigen Erschließung problematisch.

Projekt 2

Das Projekt sieht ebenfalls einen Abbruch des Objektes 5 vor, es erfolgt eine Grenzbebauung mit einer klaren Struktur. Über eine zweigeschossige Garagenbebauung im Hang wird der Festsaal angeordnet, der von oben erschlossen werden kann. Dem Gebäude zugeordnet wird eine verglaste „Staplerstraße“ vorgelagert, vom Schulbetrieb wünschenswert wäre eine direkte Zuordnung der Sanitär- und Umkleideräumlichkeiten zu den einzelnen Werkstätten.

Projekt 3

Die Bestandsobjekte 5, 6 und 7 werden abgebrochen. Der Neubau der Werkstätten wird in etwa parallel zum Hang gelegt, die Bebauung des Bestandes wird durch den Festsaal aufgenommen. Das Lager für Holz wird als Grenzbebauung zum Einfamilienhaus vorgesehen. Die Durchfahrt bzw. Umfahrt um die Gebäude funktioniert gut, es ist eine Lösung, in der die Baumasse im Hang verschwinden lässt. Die Belichtung der Werkstätten wird als ungünstig angesehen, da eine Überschüttung ohne Oberlichtung dargestellt ist. Diskutiert werden die Anordnung der Schulräume oben und die Erschließung im Gelenk für den Schulbau. Die zweite Anbindung für die Schule ist aus Gründen der Barrierefreiheit angeordnet worden, die Freihaltung der Erdgeschosszone um den zweiten Eingang wird positiv vermerkt.

Projekt 4

Das Objekt 5 wird abgebrochen und durch einen mittelgangerschlossenen Neubau ersetzt. In die Böschung eingebaut ist ein Hochregallager mit einem darauf angeordneten Festsaal. Die Höhenlage des Hofes wird massiv verändert. Die Notwendigkeit der Geländeveränderung wird hinterfragt.

Projekt 5

Das Objekt 5 wird für eine Schulnutzung umgebaut. Der Neubauteil wird parallel mit dem Hang teilweise in den Hang hinein angeordnet und mit einem Steg zum Schulgebäude verbunden. Die Werkstätten werden im Erdgeschoss funktional angeordnet, Lager und Werkstätten sind gegenüberliegend angeordnet. Städtebaulich wird durch den Abschluss des Baukörpers an der Grundgrenze das Einfamilienhaus respektiert. In den 18-Meter-Streifen werden lediglich die Parkflächen vorgesehen. Die Komprimiertheit des neu geschaffenen Baukörpers im Hang wirkt interessant und der Bestand wird mit der Problematik der Höhe belassen.

Projekt 6

Das Haus 5 wird durch einen Neubau ersetzt. Ein Neubau wird für Schulnutzung vorgesehen. Erdgeschossig werden Lagerflächen und die Werkstätten angeordnet, der Festsaal wird auf das Gebäude in der Flucht des Internates angeordnet. Eine Umfahrt/Durchfahrt ist gegeben, allerdings problematisch an der Ecke zum Internat. Überzeugend wirkt die kompakte Lösung, die Lichterzone der Oberlichten auf den Gründächern scheint gut gelöst. Proportion der Werkstätten entspricht den Nutzungswünschen. Die kompakte Lösung auch in der Materialwahl wirkt ansprechend.

Projekt 7

Das Haus 5 bleibt im Bestand, wird ........ frei gemacht und als Werkstätten genutzt. Als Ergänzungsbau an der Südostseite des Einfamilienhausgrundstückes wird ein Objekt neu errichtet. Die Ausschwenkung der übrigen Bauteile ist nicht nachvollziehbar. Umfahrung und Verkehrserschließung sind nicht eindeutig geklärt. Die Zerrissenheit im Entwurf, das Aufteilen in die verschiedenen Funktion pavillonartig wird funktionstechnisch kritisch gesehen.

Projekt 8

Das Projekt baut an der Südseite weit über dem 18-Meter-Streifen und wird daher nicht weiter behandelt.

Projekt 9

Das Haus 5 wird komplett abgerissen. Die Anordnung eines kompakten Solitärbaukörpers im so entstehenden (auf Hofes????) wird als spannender Ansatz angesehen. Eine Überprüfung des Raumerfordernisses und Raumprogramms ergibt eine Fehlfläche von ca. 20 %. Auch die funktionale Zuordnung wird nicht allen funktionalen Erfordernissen gerecht. Die Anordnung der Solitärbereiche in einem Untergeschoss und nicht den Werkstätten zugeordnet ist funktional problematisch. Hochregallager und Anordnung an Grundstücksrand sind nicht entsprechend zugeordnet zu den Werkstätten, erscheinen in ihrer Anordnung und Funktionalität sehr problematisch.

Projekt 10

Die Anordnung der Neubaukörper in ihrer fast modularen Art und die sehr knappe Anbindung des Festsaalbaukörpers schränken die gewünschte Optimierung der Verkehrslösung stark ein. Die Geländeabsenkung im südlichen Bereich bedingt eine ....straße die mit Umkehrmöglichkeit ausgestattet ist. Eine Durchfahrt bzw. Umfahrt um die Gebäude ist nicht angedacht. An der Südostgrenze zum Einfamilienhaus werden in das Untergeschoss Werkstätten gelegt, die jedoch durch die WC-Gruppen von der Belichtung abgeschieden sind. Die Belichtungssituation ist jedoch lösbar durch Oberlichten bzw. durch das vorgesehene Atrium. Die Umfahrung als Kriterium, die Aufteilung von Werkstätten in zwei Geschosse ist funktional aus Sicht der Schule kein Problem, wenn die Zulieferung des Materials funktioniert.

Projekt 11

Das Objekt 5 wird abgebrochen. Erdgeschossig werden die Werkstätten U-förmig um das Einfamilienhaus angeordnet. Die Schulklassen werden hangparallel in zwei Geschossen vorgesehen. Durch die Tiefe des Baukörpers wird kaum ein Schulhof geschaffen. Die Baumasse ist relativ groß und gestatten nur mehr Restflächen. Die Anordnung einer Tiefgarage für PKW’s erscheint als überzogen.

Projekt 12

Durch den Abbruch des Objekts 5 und der Ergänzungsbauten und kompakte Anordnung der Werkstätten entstehen sehr großzügige Freiflächen im Schulinnenhof. Das kompakte Projekt verliert durch die Anordnung im 1. OG und die langen Verbindungswege an Qualität. Die Rauchfangkehrerwerkstätte ist schlecht erschlossen. Die Rampe im Hang ist viel zu kurz für die Höhe. Die Verkehrsschließung funktioniert. Das Holzlager fehlt.

Projekt 13

Die Geste des Bumerangs wirkt obwohl mit der Landschaft kommentiert wird, als überzogen und entspricht durch die Aufstellung der KFZ-Parkflächen am Dach des „Bumerangs“ nicht einer landschaftsadäquaten Herangehensweise. Das Objekt 5 wird aufwendig stützenfrei herstellt, die Objekte verbleiben in ihrem Bestand. Die Erschließung von Oben führt über fremde Grundstücke und wird daher als problematisch angesehen. Die ebenerdige Anordnung von Werkstätten und direkte Zuordnung von Lagern ist funktional möglich. Die Vorplätze vor den Gebäuden werden positiv gesehen.

Projekt 14

Das Projekt schafft durch den Abbruch und die Neuanordnung der Baukörper eine sehr saubere ....bewirkung, die durch die fußläufigen und Fahrbereiche sauber getrennt wird. Die Hallenkonstruktion für das Lager stößt auf bauordnungsgemäßige Schwierigkeit durch den Direktanbau, das von der Jury jedoch als lösbar angesehen wird. Die Anordnung der Baukörper ergibt eine klare Lösung, die durch die modische Ausführung des Festsaals geschwächt wird.

Projekt 15

Das Projekt bricht das Haus 5 ab und schafft durch die komprimierte Anordnung auf 2 Geschossen in den Hang verbaut, eine neue bauliche Situation. Die Erschließung des ersten Obergeschosses ist durch einen Glasgang vorgesehen. Die direkte Anbindung des Neubaus an die Schule bzw. das Internat erscheinen problematisch auf Grund der Länge. Das Gebäude wird allerdings in den Hang gestellt und die Topographie wird nicht ausgenutzt. Durch das tiefe Hineinbauen in den Hang werden Belichtungszonen nicht gelöst.

Projekt 16

Durch den Abriss und die neue Anordnung der sehr klaren Baukörper wird ein gut funktionierendes Konzept angeboten. Die Anordnung des Festsaales ohne Verbindung an die Schule ist eine klare Aussage. Die Funktionalität wird sehr positiv gesehen. Das Abschließen des Innenhofes (Schulhofes) über die Baukörper wird problematisch gesehen. Die Höhenentwicklung bei der Durchfahrt als Luftraum über den erdgeschossigen Baukörpern wird kritisch betrachtet. Durch die einhüftige Anordnung der Klassenräume wird ein klares Erschließungskonzept angeboten. Der Kühlraum wird ein wenig ungeschickt an die Küche angedockt und sperrt den Schulhof komplett ab. Es wäre durchaus möglich, die Werkstätten zu erhöhen, sodass der Luftraum zum Obergeschoss der Schule geschlossen werden kann.

Projekt 17

Das Projekt sieht einen Gesamtabbruch der Hofgebäude vor. Die streng rasterartige Anordnung der Neubauten mit den Verbindungsgängen und den unterschiedlichen Hofsituation wirken in der Darstellung kompliziert. Die Verbindungsgänge über die Höfe zum Festsaal sowie die Rampenerschließungen die als Verbindung zum Zentrum dargestellt und beschrieben sind, sind nicht ganz ablesbar und nachvollziehbar. Vor allem in der Höhenentwicklung und in der Überwindung des Geländes sind schwierige Situationen einprogrammiert. (Klanglweach????)

Projekt 18

Das Projekt zieht den Abriss der Hofbaukörper vor und ordnet in strenger Geometrie zwei sich überlagernde Baukörper an. Die Verbindung nach oben in den Hang hinein ist gut angesetzt. Die Freiflächen unter dem Baukörper Schulhof sind gut gelöst, es wird eine klare und überschaubare Baukörpersituation geschaffen. Funktional sind Klassenlagererschließungszonen gut angeordnet.

Projekt 19

Durch den Abbruch und die Anordnung der Neubauten werden klare Baukörper geschaffen. Die funktionelle Verteilung Bauwerkstätten und Lager in das zweite Obergeschoss werden jedoch funktional Schwachstellen eingebaut. Die Baukörperstellungen wirken spannend, geben jedoch auf Grund der Grundrisslösungen schwierige Innenraumsituationen. Die Anschlüsse zum Hang mit den Lichtöffnungen sind unausgesprochen. Der Hanganschnitt in Richtung Friedhof ist sehr massiv mit einer Stützmauer gelöst.

Projekt 20

Die nach Abbruch des Objekts 5 neu geschaffenen Baukörper stellen eine klare Konstruktion auf dem Grundstück dar. Funktional sind alle Anforderungen erfüllt. Das fehlende Lager ist unterbringbar, eine sehr komprimierte und gut angebundene Situierung der Baukörper schafft einen städtebaulichen gut determinierten Ansatz. Die Höhenentwicklung entspricht sehr gut den vorgefundenen Möglichkeiten des Geländes und der bestehenden Bebauung.

Mittagspause 13.00 bis 14.00 Uhr

Projekt 21

Durch den Abriss von Haus 5 wird durch die Neuanordnung der Baukörper eine klare Gesamtlösung angeboten, die auch erschließungstechnisch gut funktioniert. Die Abtretung der Baumassen ist gut gelöst. Auch belichtungstechnisch sind die Werkstätten im Hang durch die Lichthöfe gut belichtbar. Die verbleibenden Freiflächen lassen eine gute Qualität erwarten.

Projekt 22

Das Gebäude 5 wird abgebrochen. Der neue Bau wird als schwungvoller Baukörper parallel mit den Höhenschichtlinien angeordnet. Die Baumasse als solche korrespondiert jedoch nicht mit dem Gelände. Die Notwendigkeit der beidseitigen Belichtung und Funktionalität in der Anordnung der Räume veranlassen dem Verfasser, dem Gebäude auch hangseitig eine Fassade zu geben. Die beiden Lagergebäude und Bereiche in der Mitte des Hofes wirken funktional nicht gut angeordnet. Diese Lagerbereiche müssten in den Hauptbaukörper integriert werden können. Die funktionalen Veränderungen die vorgenommen wurden, entsprechen größtenteils nicht den Anforderungen der Ausschreibung.

Projekt 23

Das Projekt sieht den Abbruch des Hauses 5 vor, die lineare und rechtwinkelige Anordnung der Neubauten sind funktional angeordnet. Die Ausbildung der Baukörper im Hang mit der geplanten Überschüttung erscheint sehr unwirtschaftlicht. Der Maschinenraum ist kaum belichtet. Die Anbindung an das Schulgebäude ist unausgesprochen geblieben, die Höhenentwicklung und die Knickung (im Schnitt ersichtlich) sind unmotiviert. Das Tiefersetzen der Geschosse erscheint möglich.

Projekt 24

Nach Abbruch des Hauses 5 wird ein konsequenter L-förmiger neuer Baukörper angeboten, der im Erdgeschoss die Werkstätten und im Obergeschoss Klassen- und Nebenräume aufnimmt. Die Erschließung sowohl der Baukörper im äußeren Bereich als auch im inneren, erfolgt in sehr konsequenter Weise. Die angebotene Überdachung des Schulhofes die seitlich offen bleibt, gibt der relativ schmalen Freifläche durch die Überdeckung eine positive Bedeutung. Durch die zu tiefen Grundrissgestaltungen der Räume im 1. OG werden ungünstige Belichtungsverhältnisse geschaffen.

Projekt 25

Das Objekt 5 wird nur teilweise abgebrochen. Der im Bestand verbliebene Teil wird umgenutzt. Die Baukörper sind extrem kompakt angeordnet. Die beiden Baukörper die die Werkstätten aufnehmen, lassen eine hohe Flexibilität erwarten. Die Belegung der Gesamtfläche durch die Baukörper lässt keine große Qualität an den Außenräumen erwarten, wie wohl die Baukörper eine prinzipiell gute Qualität aufweisen. Über die angebotene Schett???dachlösung wird kontroversiell diskutiert.

Projekt 26

Die sehr kompakte Anordnung der neuen Baukörper nach Abriss des Objektes 5 bietet eine sehr funktionale Lösung an. Durch das Eingraben eines Geschosses mit den Sanitäreinheiten und Umkleidegarderoben wird eine erhöhte Hofsituation geschaffen. Ein L-förmiger freistehender Baukörper nimmt die Klassenräume auf. Dieser dreigeschossige Neubaukörper ist an den Altbau gut angedockt. Die sehr flächige Hallenkonstruktion mit der Umfahrungsstraße und der gegenüberliegend angeordneten Lagerflächen im Hang eingebaut, sind eine gut angelegte Anlage. Verkehrserschließung und Zulieferung funktionieren sehr gut. Obwohl die Hofsituation nicht zu großzügig ausgebaut ist, lässt das Projekt auf den Flachdächern der Halle eine Erweiterung der Aufenthaltsbereiche zu.

Projekt 27

....

Projekt 28

Die Hofgebäude werden abgebrochen und durch einen direkt an das Schulgebäude anschließenden, durch einen Glashang verbundenen Neubauteil ersetzt. Die funktionelle Aufteilung in den einzelnen Geschossen ist auf Grund der planlichen Darstellung sehr schlecht bis gar nicht lesbar. Eine Beurteilung konnte weder durch die Vorprüfung in klarer Weise erfolgen, noch war es der Jury möglich, die Funktionsdiagramme zu lesen.

Projekt 29

Abbruch des Objektes 5 und Anordnung von sehr konsequent gegliederten Baukörpern die in der Höhenentwicklung und der Zufahrtsmöglichkeit funktional stark eingeschränkt sind. Durch den verglasten Verbindungsgang zum Altbestand wird der Hof in zwei Teile geteilt. Die sehr radikale Lösung eines Foyers im Altbestand Erdgeschoss erscheint überzogen und ist im Raumprogramm nicht vorgesehen. Die Anlieferung über die Tiefgarage mit einem Lift wird funktional kritisch beurteilt. Die Erschließung durch zwei Stichstraßen, wobei eine mit einem Wenderadius versehen ist, wird negativ beurteilt. Lagerräume und im Kellerraum mit Liftanlieferung wird negativ bewertet.

Projekt 30

Bei Objekt 5 werden Teile abgebrochen und das Hauptgebäude durch Umbau und Umnutzung bearbeitet. Die Werkstätte und die Anordnung der Zonen Werkhof Erschließung sind sehr stringent und klar positioniert und versprechen in einer weiteren Bearbeitung einen interessanten Ansatz. Beim sogenannten Umbau sind mehrere Dinge zu hinterfragen (Geschossigkeit, was bleibt tatsächlich stehen), die Frage inwieweit die Masse des Werkstättenbaus eingeschüttet wird und wie viel sichtbar als Architektur stehen bleibt, wird kontroversiell diskutiert. Bei diesem Projekt wird der Wunsch der Schule klar zum Ausdruck gebracht. Durch die Gebäude wären für den Schulzweig der Maurer, Zimmerleute etc. zu betreiben und ein Gebäude sichtbar in seiner Qualität stehen zu lassen.

Projekt 31

Grundsätzlich wird festgestellt, dass nachdem Gebäude im Hof abgebrochen werden, eine Neuverbauung im Hof nicht sehr sinnvoll erscheint. Im Raumprogramm werden 6 Klassenzimmer nicht erfüllt. Die Anordnung der Baukörper erfolgt in sehr dynamischer Weise entlang der Höhenschichtlinien.

Projekt 32

Überlegt differenziert aber für diesen Zweck zu differenziert. Die Lesbarkeit des Gebäudes wird anhand dieses Objektes diskutiert. Sehr subtil durchgearbeitete Gebäudestrukturen, die jedoch für den Zweck des Schulgebäudes in Frage gestellt ist. Positiv gesehen wird die niveaumäßige Entwicklung des Gebäudes, das im Gegenzug zu den topographischen Gegebenheiten einen guten Kontrapunkt setzt. Die Rampenerschließung für die Zulieferung wird kritisch diskutiert.

Projekt 33

Das Gebäude Nr. 5 wird abgebrochen. Die Anordnung der Neubaukörper ist eine schlüssige durchformte Art. Die Zwischenbereiche werden teilweise überdacht. Die Anbindung an das Gelände ist schlüssig. Der Neubaukörper der Schulgebäude aufnimmt, ist eine schöne Ergänzung zur Altbestandssituation. Es besteht eine Ausgewogenheit der Bauteile die sichtbar und im Gelände eingegraben sind.

Projekt 3

Positiv gesehen wirkt die ausgewogene Anordnung der Baukörper. In der Durchgängigkeit die dargestellt wurde ist das Projekt ausbaufähig. Der Hof hat in seiner Dimension eine Qualität die durch die Einhüftigkeit der Schulbauklassen entsteht, die wirtschaftlich aufwendig herzustellen ist. Von den 900 verlangten Lagerflächen fehlen 500 m² überdeckte Lagerfläche. Weiters wird die Anbausituation Schule Neu an die östliche Grundgrenze zu überarbeiten sein. Weiters ist nicht klar ersichtlich, wie der Maschinenlagerraum im Erdgeschoss beschickbar ist und belichtet. Die dargestellte Belichtungsöffnung im Schnitt wird als „mickrig“ empfunden. Eine Feuerwehrzufahrt in den Innenhof ist zu schaffen. Das Tragsystem für den Schulneubau ist in der weiteren Bearbeitung dazustellen.

Projekt 5

Die angedachte grüne Spange die sich in der Oberfläche des unter der Textur des Gebäudes ergibt, ist nicht kompatibel mit der Grundrisslösung. Die Oberlichten und die Lichteinbringung in das darunterliegende Geschoss gestalten sich sehr aufwendig und schwierig. Hinterfragt wird die Umnutzung des Altbestandes nachdem nicht klar ist, inwieweit die baulichen Eingriffe stattfinden werden. Die Anbindung durch den Verbindungsgang im 1. OG erscheint unmotiviert verschwenkt und zieht nicht auf die Möglichkeit in der Nähe des Stiegenhauses anzukommen, ab.

Projekt 10

Problematisch ist die Anordnung der Werkstätten auf zwei Geschosse im UG und im EG. Die Zulieferung in den „Tiefhof“ und die weiterführende Anlieferung über die Rampe wirkt aufwendig. Der Festsaal sitzt zu nahe am Pausenhof und Haus 2.

Projekt 12

Im Grundriss derzeit die funktionale Trennung überzeugend. Vom Raumkonzept her problematisch, keine Einfahrt in das Lager. Die Überlagerrung der Baukörper ist nicht dargestellt.

Projekt 15

Die Anbindung im 1. OG erscheint problematisch und funktioniert nicht. Die Anschließung müsste in der Ecke der beiden Gebäude im Schulbereich anschließen. Die Massigkeit der Baukörper die nur teilweise im Hang verschwinden, wirkt zu massiv.

Projekt 17

Sanitäreinheiten und Garderoben konzentriert und nicht bei den Werkstätten angeordnet.

Projekt 19

Keine weiteren Meldungen.

Weiterführende Links

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1. PREIS: Arch. DI Hans Mesnaritsch, Graz
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2. Preis: Architekten Pürstl-Langmaier, Graz
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3. Preis: Arch. DI Ferdinand Certov, Graz
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Landesberufschule Murau

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