WETTBEWERB ABZ-Lehrwerkstätten Graz-Andritz entschieden

Der Grazer Architekt DI Ferdinand Certov konnte den von der LIG Steiermark ausgelobten, geladenen, einstufigen Realisierungswettbewerb "ABZ-Lehrwerkstätten Graz-Andritz"

08/10/2010

Der Grazer Architekt DI Ferdinand Certov konnte den von der LIG Steiermark ausgelobten, geladenen, einstufigen Realisierungswettbewerb "ABZ-Lehrwerkstätten Graz-Andritz" für sich entscheiden.

Gegenstand des Wettbewerbs war die Erlangung eines Vorentwurfs für die Erweiterung bzw. teilweise Neuerrichtung von Werkstätten und Büros des Ausbildungszentrums für Jugendliche in Graz-Andritz.

Insgesamt haben 11 ArchitektInnenteams am geladenen Wettbewerb teilgenommen. Die Projekte von Arch. DI Christian Andexer und dem Architekturbüro Feyferlik / Fritzer erlangten Rang 2 bzw. Rang 3. Der Entwurfsvorschlag von Arch. DI Helmut Lechner wurde von der Jury mit einem Anerkennungspreis bedacht.

Ausgansgsituation und Bauaufgabe

Das Ausbildungszentrum des Landes Steiermark bietet Jugendlichen, die auf Grund einer Benachteiligung nach der Schulzeit nicht in der Lage sind, eine Lehr- oder Arbeitsstelle zu finden die Möglichkeit einer individuellen Berufsausbildung. Ziel ist die bestmögliche berufliche und ganzheitliche Qualifizierung der Jugendlichen für den Arbeitsmarkt. Das Angebot des ABZ umfasst auch die Möglichkeit vor Ort im Internat zu wohnen. Wohngruppen, Trainingswohnungen und teilzeitbetreutes Wohnen kann in Anspruch genommen werden. Ergänzt wird das Angebotsspektrum mit hauseigenen Sportanlagen, wie Hallenbad, Turnsaal, Fußballplatz, Funcourt, Stocksportanlage und Billardraum. Derzeit werden im ABZ 90 Jugendliche ausgebildet, und 35 Jugendliche wohnen vor Ort.

In einigen Bereichen wird die bestehende Bausubstanz aufgrund von bautechnischen Mängeln bzw der vorgegebenen Raumstruktur den Ansprüchen nicht mehr gerecht. Die Aufgabenstellung des Wettbewerbs war daher die Neuerrichtung der Werkstätten und Büros des Bereiches Berufsorientierung und Arbeitstraining die Umstrukturierung bzw. gegebenenfalls Neuerrichtung der Werkstätte I mit Schlosserei, Tischlerei, KFZ-Werkstätte und Lackiererei und die Außenanlagengestaltung des gesamten Areals.KFZ-

Architekt Certov sieht eingeschoßige Baukörper vor, die in ihrer Kompaktheit ein günstiges Verhältnis von Nutzfläche zu Oberfläche schaffen sollen. Mit den geforderten Raumhöhen orientiert sich die neue Bebauung in ihrer Höhenentwicklung am Bestand bzw. an den benachbarten Liegenschaften. Sowohl das Gebäude für Berufsorientierung und Arbeitstraining als auch die Lehrwerkstätten sind so situiert bzw. gegliedert, dass eine klare Bereichszuordnung auch von außen erkennbar ist. Die neu geschaffenen Lehrwerkstätten sind untereinander durch überdachte und den einzelnen Werkstätten zugeordnete Freibereiche klar getrennt. Besonderen Wert legte der Architekt auf die Gestaltung der Außenanlagen und die Erhaltung des wesentlichen Baumbestandes. Sozial- und Aufenthaltsbereiche sind mit dem Außenbereich bzw. mit einem zentralen Hof in Form von zugeordneten Terrassen und beschatteten Sitzplätze direkt verbunden. Ebenso verfügen alle Raumgruppen der Werkstätten über direkt zugeordnete überdachte Freiflächen mit separaten Zufahrten und Zugängen.

Der Baubeginn für die Lehrwerkstätten ist für Juli 2011 geplant, die Fertigstellung des Baus, für den ein Kostenrahmen in der Höhe von € 3.755.000 gilt, soll genau ein Jahr später erfolgen.

AUSSTELLUNG

Der Termin für die Ausstellung aller Wettbewerbsprojekte wird demnächst auf www.gat.st bekannt gegeben.

Verfasser/in:
Redaktion GAT Graz Architektur Täglich

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