Projekt 2009
Die Nutzflächen wurden geringfügig überschritten, die Abstände befinden sich in korrigierbaren Bereichen. Der Entwurf zeigt gute Bezüge zur Umgebung. Die Grundrisse werden positiv bewertet. Die Gänge sind durchwegs belichtet, es gibt eine gute Durchmischung der Raumtiefen.
Städtebau: Die Wegführung ist gelungen, sie löst die Hinterseitensituation durch Verschwenkung der Wege elegant. Die Tiefgarageneinfahrt ist gut positioniert. Insgesamt zeigt das Projekt einen guten, zeitgemäßen Umgang mit dem Bestand. Nutzerseits wird das Projekt als vorteilhaft bezeichnet, da die Grundrisse überzeugen und das Licht-Dunkel-Verhältnis sehr gut ist. Besonders hervorgehoben wird die Herauslösung von Publikumsbereichen (Café etc.) in ein eigenes Gebäude. Auch die ursprünglich auf Skepsis gestoßenen abgerundeten Ecken sollten lt. Nutzer kein Problem darstellen. Die Teilung KFUG und SFG in zwei Baukörper wird ebenfalls als vorteilhaft empfunden.
Projekt 2033
Die Flächen wurden erfüllt, lediglich die Tiefgarage ist sehr klein dimensioniert. Was die Abstände anbelangt gibt es kleine Abweichungen im Bereich KFUG, allerdings im Toleranzbereich; ebenso im Bereich SFG. Die Kubatur des Entwurfs ist außergewöhnlich: Der Baukörper wurde in Scheiben aufgelöst, was eine interessante, gut ablesbare Gebäudestruktur zufolge hat. Städtebaulich wird die Vorplatzabsenkung im Bereich Humboldtstraße als positiv empfunden. Der Vorplatz wird gut genutzt, stadträumlich zeigt das Projekt gute Lösungen. Die Erschließung des Gebäudes erfolgt nach O-W. Über die Durchlichtung wird in der Jury aufgrund der sehr engen Anstände der Kuben diskutiert. Die Rastermaße sind überall erfüllt. Seitens der Nutzer wird angemerkt, das Gebäue funktioniere hervorragend, weise kurze Wege und optimales Licht-Dunkel-Verhältnis auf. Im SFG-Trakt wird die Trennung von Labor- und Bürobereichen als ungünstig erkannt. Die Anbindung zu KFUG und Publikumszonen ist ebenfalls unbefriedigend.
Projekt 2036
Die Nutzflächenunterschreitung im Bereich KFUG ist geringfügig, die
Flächenüberschreitung im Bereich SFG ebenfalls. Die Abstände zu den
Nachbargrundgrenzen sind prinzipiell eingehalten. Der Entwurf zeigt einen stringenten, monolithischen Baukörper, der durch bauplastische Einschnitte gut proportioniert ist. Die Fassadennuancierung durch Milchglasbänder wird als interessant bezeichnet. Die Grundrisse zeigen eine unpretenziöse Eingangssituation und eine klare EG Zone. Die offenen Stiegenhäuser (speziell im EG-Foyer) sind aus Brandschutzgründen problematisch. Die Obergeschoß e werden als unattraktiv befunden, u. a. aufgrund der schlecht belichteten Gänge. Die Anbindung des Neubaus an den Bestand ist unsensibel. Nutzerseits wird angemerkt, dass die Nutzflächenunterschreitung bedenklich sei, außerdem wird auf die Nachteile der finsteren Gänge verwiesen, wiewohl das Verhältnis Hell-Dunkelräume in Ordnung ist. Die Geschoßzuteilung wäre noch zu optimieren.
Projekt 2042
Deutliche Unterschreitung der Nutzflächen. Die Haustechnik wird als problematisch beurteilt. Bei den Abständen gibt es einen kritischen Punkt im Bereich KFUG. Bauplastisch ist der Entwurf sehr interessant, die Baukörper und Volumina wurden abwechslungsreich und gekonnt gestaffelt. Die raumbildende plastische Kleinteiligkeit wird städtebaulich als positiv befunden. Die Grundrisse zeigen eine schlechte Durchmischung der Raumtiefen. Die Rastermaße wurden nicht eingehalten. Die Nutzer kritisieren mangelnde Flexibilität und schlechte Belichtung. Der SFG-Trakt wurde problematisch zwischen den
Universitätsgebäuden situiert, da das bei einer späteren Teilung zu Problemen
führen würde. Auch die Geschoßzuteilung wurde vom Nutzer als sehr problematisch
bezeichnet.
Projekt 2060
Die KFUG Nutzfläche wurde eingehalten. Alle Abstände wurden eingehalten. Das Projekt zeigt einen sehr gut modellierten Baukörper, der sensibel mit der Höhe umgeht und gut überlegte Innenhöfe aufweist. Die Fassadenfacettierung ist gelungen und dazu mit Funktion aufgeladen. Der Eingangsbereich ist plastisch sehr gut akzentuiert. Die Grundrisse sind souverän gelöst. Die Eingangssituation ist hervorragend gelöst, die Abschrägung leitet schön in das Gebäude, die Fassadenausformung ist ebenfalls gut gelöst. Die Abstände zum Altbestand sind befriedigend. Die Nutzer sehen das Projekt grundsätzlich funktionell als in Ordnung an. Im Bereich der Stirnseite Bestand und Eingangsseite ergeben sich allerdings schmälere Nutzraumtiefen, die eine gewisse Einschränkung bedeuten. Die funktionale Durchmischung der Geschoß e ist nicht optimal. SFG: Sehr flexibler, guter Grundriss, vorzüglich nutzbar.
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