Am Samstag, den 4. Juni 2005 um 19.00 Uhr spricht der japanische Architekt Makoto Sei Watanabe im Kunsthaus Graz/Space04 über seine Arbeit an der Grenze zwischen Kunst und Architektur. Er zeichnet für die Architektur der Ausstellung "Chikaku. Zeit und Erinnerung in Japan" im Kunsthaus Graz, die am Tag des Vortrags um 11.00 Uhr eröffnet wird, verantwortlich.
"Eine Stadt kann nicht geplant werden. Das Design einer Stadt ist wahrscheinlich ein Abenteuer, das die spontane Entstehung einer Stadt herbeiführt. Das wird durch die Zusammenarbeit von Computer und Gehirn möglich. Es gibt mehr als eine ideale Stadt. Wahrscheinlich gibt es ebenso viele ideale Städte wie menschliche Gehirne". (Zitat Architekt Makoto Sei Watanabe).
Makoto Sei Watanabe ist einer der bedeutensten zeitgenössischen Architekten Japans. Er setzte sich in seinen früheren Projekten häufig mit Grenzsituationen des modernen Städtebaus auseinander. Verständlich ist diese Vorliebe nur aus der typischen Problematik japanischer Städte. Das Wachstum dieser Städte entwickelt sich, frei von verordneter Gesetzgebung, nur durch relativ wenig umfangreiche Bestimmungen des Lichteinfalls (set-back-line). Eine Stadtplanung im europäischen Sinne gibt es nicht. Die Gesetze des Grundstückmarktes und die finanzielle Rentabilität regieren alles in den wuchernden städtischen Agglomerationen. Die Lebensdauer eines einzelnen Gebäudes beträgt rund 15 Jahre und ist fallend.
In seinem Vortrag am 4. Juni wird sich Makoto Sei Watanabe auf seine zuletzt realisierten Projekte konzentrieren, die Schnittstellen von Kunst und Architektur darstellen. Darüber hinaus wird er die konzeptuellen Ansätze der spektakulären Ausstellungsarchitektur von Chikaku erklären, die nach seinen Entwürfen umgesetzt wurden.
REALISIERTE BAUTEN
Makoto Sei Watanabe schuf unter anderem das K-Museum, Mura-no Terrace, das Aoyama Technical College und die Tokyo Subway Iidabashi Station. Er repräsentierte Japan bei der Architekturbiennale Venedig 2000 mit der Installation Fiber Wave, die in modifizierter Version vom 4. Juni bis 11. September 2005 auch in der
Ausstellung "Chikaku. Zeit und Erinnerung in Japan" im Kunsthaus Graz gezeigt wird.
Der Architekt lebt und arbeitet in Tokio. Er lehrt an der Yokohoma National University.
BUCHEMPFEHLUNG
The Induction Cities
M. S. Watanabe
Birkhäuser Verlag, 2002KONTAKT
Architekt Makoto Sei Watanabe
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Azumabashi
1-23-30 Sumida-ku
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www.makoto-architect.com
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- Redaktion GAT, Empfehlung

