überholz wurde als Universitätslehrgang an der Kunstuniversität Linz von Vertretern der Architektur, der Kunst, der Wissenschaft, der Technik und der Wirtschaft (Handwerk, Gewerbe und Industrie) entwickelt und ausformuliert. Er gründet auf der Erfahrung, dass neue, hochwertige und faszinierende Holzbauten nur im engen Zusammenwirken von Architekten, Bauingenieuren und Ausführenden entstehen.
So wie die Einübung in diese Zusammenarbeit didaktisches Ziel des Lehrganges ist, war sie Grundlage seiner Entwicklung.TEILNAHMEVORAUSSETZUNGEN
Das didaktische Lehrkonzept beruht auf einer Durchmischung der Fachbereiche. Folgende Gruppen können sich somit um eine Teilnahme bewerben:
- AbsolventInnen (sowie zu einem kleineren Teil Studierende im 2. Abschnitt) der Architektur und des Bauingenieurwesens
- AbsolventInnen höherer technischer Lehranstalten (Hoch/Tiefbau) mit einschlägiger Berufspraxis
- qualifizierte MitarbeiterInnen aus der Holzbaubranche (Zimmereien und Holzbauindustrie)
Zur Bewerbung sind das ausgefüllte Bewerbungsformular mit der Darlegung des Lebens-, Ausbildungs- und Tätigkeitsverlaufes und ein Portfolio (Dokumentation) bisheriger Arbeiten (Beschreibungen, Entwürfe, Pläne, Werkberichte etc.) vorzulegen. Alles nur als Kopie und im Format A4!
Die Bewerbungsfrist für "überholz" endet am 10. September 2004, die Reihenfolge der Anmeldungen wird berücksichtigt (beschränktes Teilnahmekontingent)!(LERN-) ZIELE
Der Lehrgang baut auf einem notwendigen wissenschaftlichen, technischen, handwerklichen Grundlagenwissen auf. Er führt von dort zur „Form“, übt die Entwicklungs-, Entwurfs- und Formfindungsprozesse und thematisiert deren Grundlagen: Kreativität, Phantasie, Ausdauer, Kommunikation und Teamarbeit. überholz ermutigt zum spielerischen Experiment und zum „zähen“ Entwickeln. Er führt rationale Ziele der Ökologie, der Ökonomie und des Sozialen zur Form, zu Körper und Raum: Bauformen, die angemessen und ausstrahlend, anziehend und kulturell nachhaltig sind, (Bau-)Kultur, welche die Umwelt und unser Leben sichert und bereichert.
UMFANG UND ABSCHLUSS
Der Lehrgang ist berufs- bzw. studienbegleitend. Er startet 2004 und endet 2005 – jeweils im Oktober – und umfasst 15 Semesterwochenstunden mit je 15 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten. Die insgesamt 225 Unterrichtseinheiten sind in Module von je drei bis fünf Tagen gegliedert. Zur Integration des Wissens in die Praxis werden die LehrgangsteilnehmerInnen etwa sechs Monate nach Abschluss des Lehrgangs zu einem Reflexionsmodul eingeladen. Nach erfolgreich abgelegten Einzelprüfungen und positiv beurteilter Abschlussarbeit wird die Bezeichnung „akad. Holzbaufachfrau“ bzw. „akad. Holzbaufachmann“ verliehen. Die Ausbildung wird gemäß der Übereinkunft der Europäischen Union mit 60 ECTS-Punkten bewertet und ist in allen EU-Ländern auf ein Studium anrechenbar.
VERANSTALTER / LEITUNG / ORT
Der Lehrgang wird vom Ordinariat für Architektur der Kunstuniversität Linz organisiert und gestaltet.
Gesamtleitung O.Univ.Prof. Mag. arch. DI Roland Gnaiger
Wissenschaftsleitung Doz. DI Wolfgang Ritsch
Wissensmanagement Mag. arch. Roland Gruber, MAS
Die Leitung ist gut vernetzt und im Austausch mit Projektpartnern, Impulsgebern und Beiräten.
Mit Ausnahme der Module in Hinterstoder/OÖ und im Bregenzerwald/Vblg findet der Lehrgang an der Kunstuniversität Linz, Hauptplatz 8, statt.
KOSTEN / KONTAKT
Die Lehrgangsgebühr beträgt € 4.400,– (keine Ust.) zuzüglich Sachkosten für Skripten und Exkursionen. Studierende können einen Antrag auf ein Stipendium stellen. LEHRENDE
Professor Friedrich Achleitner, Architekturkritiker, Wien
Burkhalter & Sumi Architekten, Zürich
Walter M. Chramosta, Architekturwissenschaftler, Wien
Maximilian Dallago, Bundesinnungsmeister d. Zimmermeister Österreichs
Georg Hochreiner, Tragwerksplaner, Altheim Roland Gnaiger, Architekt, Prof., Kunstuniversität Linz
Luger & Maul Architekten, Wels, Kunstuniversität Linz
Florian Nagler, Architekt, München
Gernot Kammerhofer, Möbel- u. Holzbau Cluster, Linz
Herbert Karrer, Architekt, Sektionsvorsitzender der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Oberösterreich u. Salzburg
Anton Kaufmann, Unternehmer, Reuthe
Johannes Kaufmann, Baumeister, Dornbirn Hermann Kaufmann, Architekt, Prof., Technische Universität München
Peter Kuglstätter, Professor, Kunstuniversität Linz
Christian Kühn, Architekturkritiker, Prof., Technische Universität Wien
Konrad Merz, Tragwerksplaner, Dornbirn noncon:form Architektengruppe, Wien
Hans-Christian Obermayr, Tragwerksplaner, Holzbauunternehmer, Schwanenstadt
Oskar Pankratz, Architekt, Bauphysiker, Kunstuniversität Linz
Günther Pitsch, Landesinnungsmeister der Zimmermeister Oberösterreichs
Heinz Christian Plöderl, Architekt, Wels Johann Riebenbauer, Bauingenieur, Graz
Peter Riepl Architekt, Linz, Architekturforum Oberösterreich
Hubert Rieß, Architekt, Graz, Professor in Weimar
Romana Ring, Architektin, Kritikerin, Linz Wolfgang Ritsch, Baukünstler, Dornbirn, Kunstuniversität Linz
Niklas Salm-Reifferscheidt, Obmann proHolz Oberösterreich
Reinhard Schneider, Tragwerksplaner, Wien Michael Stache, Produktentwickler, Altheim Alfred Teischinger, Professor, Holztechnologe, Universität für Bodenkultur Wien, Wood K plus
Karin Tschavgova, Architekturvermittlerin, Graz
Walter Unterrainer, Baukünstler, Feldkirch, Fachhochschule Vaduz
Christian Walch Holzbauunternehmer, Ludesch Lisbeth Waechter-Böhm, Architekturkritikerin, Wien
Erich Wiesner, Holzindustrieller, Altheim Wolfgang Winter, Professor, TU Wien
Georg Zenz; Zimmermeister; Eggelsberg
Walter Zschokke; Architekt, Architekturwissenschaftler, Kunstuniversität Linz
