Symposium "Kulturtechnik Entwerfen"

Noch bis Samstag, den 10.06.06 beschäftigt sich das dreitägige Symposium an der TU Graz mit der Frage, ob Entwerfen als eine eigene Kulturtechnik angesehen werden kann, b

09/06/2006

Noch bis Samstag, den 10.06.06 beschäftigt sich das dreitägige Symposium an der TU Graz mit der Frage, ob Entwerfen als eine eigene Kulturtechnik angesehen werden kann, bzw. welche Kulturtechniken Entwerfen verwendet.

Dauer: 8. – 10. Juni 2006

Tagungsort:

Technische Universität Graz

Rechbauertsraße 12, 8010 Graz

Veranstalter:

Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften (TU Graz) in Kooperation mit demInstitut für Geschichte und Theorie der Gestaltung (UdK Berlin)Der Prozess des architektonischen Entwerfens gilt gemeinhin als eine geheimnisumwitterte Technik zur Konzeption von zukunftsweisenden Gestaltungsvorschlägen. Eher selten wird er mit einer allgemeineren Ebene von Theorieentwürfen als ersten, gedanklich-strukturellen Konzepten zur Problemlösung in Verbindung gebracht. Vielmehr erschöpft sich seine Betrachtung häufig in der Analyse der Resultate.

Das Symposium fragt nach den Kulturtechniken wie sie innerhalb des Entwurfsprozesses zur Anwendung kommen. Der Begriff der Kulturtechniken bezieht sich auf die technische Basis kultureller Praktiken, die dazu dienen, die Fertigkeiten und Kenntnisse zu vermitteln, die zur gesellschaftlichen und kulturellen Teilhabe und zur Erhaltung einer Kultur notwendig sind. Die Ausgangsfrage des Symposiums besteht darin, bestimmter Kulturtechniken bedient, sondern als eine eigene Kulturtechnik aufzufassen ist, die zur Konzeption imaginärer Welten führt und somit die Basis jeglicher Zukunftsgestaltung bildet. Das Symposium geht daher von der architektonischen Entwurfspraxis aus, die in ihrer historischen Entwicklung und ihren kultur- und erkenntnistheoretischen Grundlagen untersucht wird. Ziel ist es, das Entwerfen nicht allein in der Architektur zu diskutieren, sondern umfassender als eine Verbindung von kreativem Potenzial und Visualisierungstechniken mittels technischer, ästhetischer und symbolischer Praktiken zu erforschen.Wenn es beim Entwerfen um Formen und Konzepte geht, wie sich neue Erkenntnisse finden, darstellen und umsetzen lassen, dann kommt dem architektonischen Entwerfen innerhalb der grundlegenden Kulturtechniken die Position zu, zukünftige Projekte zu konzipieren und die Gestalt von Zukunftsprojekten zu konstituieren. Seine Praktiken stehen jeweils in einer Entwurfstradition, die spezielle Erkenntnisformen und Wissensordnungen hervorbringt. Die Techniken des Entwerfens sind insofern an Diskurse, epistemologische Verfahren und kulturgeschichtliche Traditionen gekoppelt und als solche auch wissenschaftlich analysierbar. Denn das Wissen der Architektur schreibt sich in die Verwendung bestimmter Medien und Kulturtechniken ein, wie es sich auch in Auseinandersetzung mit Kulturtechniken bildet und formt.

Konzeption:

Daniel Gethmann (Graz)

Susanne Hauser (Berlin)

Kontakt:

Daniel Gethmann

Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften

Technische Universität Graz

A-8010 Graz, Technikerstr. 4/3

T +43 (0)316/873 6279

F +43 (0)316/873 6779

daniel.gethmann@tugraz.at

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PROGRAMM DES DREITÄGIGEN SYMPOSIUMS "KULTURTECHNIK ENTWERFEN" AN DER TU GRAZ (zur Vergrößerung auf die Abbildungen klicken).

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