SUPER.markt

Im vergangenen Studienjahr bearbeitete das Institut für Architektur und Landschaft unter der Leitung von Professor Hans Gangoly die Entwurfsaufgabe eines Supermarktes für

31/07/2006

Innovative Projekte am Institut für Architektur und Landschaft der TU Graz

Im vergangenen Studienjahr bearbeitete das Institut für Architektur und Landschaft unter der Leitung von Professor Hans Gangoly die Entwurfsaufgabe eines Supermarktes für die Firma Spar in Spital am Semmering. 57 Studierende des 2. und des 4. Studienjahres nahmen daran teil. Das Projekt wurde von Frau DI Monika Zieger, Leiterin der Planungsabteilung, als Vertreterin des Bauherrn begleitet. Die Firma Spar stiftete für die fünf besten Projekte großzügige Geldpreise, die den Studierenden am 05. 07. 2006 im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in der Sparzentrale in Graz überreicht wurden.

Ausgezeichnete Projekte

Verfasserin: Jasmin Neunteufel/Entwerfen 5

Anstatt eines konventionellen Supermarktes bilden bei diesem Projekt einzelne Baukörper in unterschiedlichen Materialien ein Raumgefüge in dem einiges möglich ist:

Rast machen, Schnellversorgung, Kaffee trinken, Spielen, am Abend einen Drink nehmen…. natürlich auch Einkaufen! Die Hülle soll ein angenehmes Klima im Gebäude schaffen. Die Dachstruktur besteht aus zwei Elementen und kann so auf die Lichtbedürfnisse der darunter stehenden Körper und Räume reagieren. Gleichmäßiges, diffuses Licht, oder Tageslicht gelangt ins Innere.

Der vertikale räumliche Abschluss besteht aus gespannten Seilen, die als Wuchshilfe für Kletterpflanzen dienen.

Die Materialien der Körper stehen für die verschiedenen Funktionen und sollen dem Besucher intuitiv den Weg weisen.

Verfasser: Christoph Jahrmann/Entwerfen 5

Das Hauptelement des Entwurfes bildet der Marktbereich, welcher Außen- und Innenraum miteinander verbindet. So können Aktivitäten im Freien wie Bauernmarkt, Flohmarkt, etc. räumlich in den Supermarkt miteingebunden werden. Der Innenraum weist zwei unterschiedliche Raumqualitäten auf: ein niedriger, dichter Raum und als Kontrast dazu ein hoher, großzügiger Bereich – die Markthalle – welche in den niedrigen Baukörper eingeschrieben ist.

Um eine unbelastete, ruhige Atmosphäre beim Einkauf zu schaffen, erschien es in Bezug auf den Bauplatz wichtig, durch ein introvertiertes Gebäude die verkehrsbetonte Umgebung möglichst auszublenden.

Das markante, weit auf den Parkplatz auskragende Dach fungiert einerseits als Witterungsschutz für den im Freien befindlichen Marktbereich, andererseits leitet es den Konsumenten in das Innere des Supermarktes. An der Schnittstelle zwischen Innen- und Außenraum liegt das Cafe, das auch unabhängig vom Supermarkt geöffnet sein kann.

Verfasser: Erich Wutscher/Entwerfen 5

Der innen liegende Platz soll eine Kombination aus Innenraum und traditionellem Marktplatz darstellen, die außen liegende Bebauung wirkt als Puffer zu den Straßen.

Der Kunde sollte den Eindruck bekommen in einem nicht geschlossenen Raum zu sein.

Inspiriert wurde dieses Projekt vom Ambiente und Leben eines öffentlichen Platzes. Wie die Häuserfassaden, die einen Platz begrenzen, soll auch der Marktplatz von „Informations-Fassaden“ umgeben sein, die Informationen über Sortimentgruppen, Sonderangebote usw. bieten.

Alle Parkplätze sowie der Eingang in den Supermarkt sind überdacht. Man gelangt zuerst in den Innenraum, in dem man den Überblick über den ganzen Markt hat, der zugleich Marktplatz, Platz zum Verweilen und Kaffee trinken und eventuell auch Veranstaltungsort ist.

Das Projekt überzeugt auch durch seine professionelle Ausarbeitung in Plan und Modell.

Verfasserin: Denana Sultanovic/Entwerfen 2

Dieser Entwurf für einen Spar-Supermarkt zeichnet sich durch die einfache, prägnante Großform des Baukörpers aus. Der Verkaufsraum wird wie von einer Spange gehalten. Diese hebt ihn ein kleines Stück über das Niveau des Parkplatzes und breitet gleichzeitig ein auskragendes Dach über ihm aus. Die zurückspringende Fassade schafft Platz für eine großzügige, einladende und flexible Übergangszone zwischen Parkplatz und Verkaufsraum, die unterschiedlichste Aktivitäten - von der Produktpräsentation bis zur Bewirtung – aufnehmen kann. Anlieferung, Lager und Personalräume sind im geschlossenen Bereich des Baukörpers platziert. Er bildet damit das optische, funktionale und konstruktive Rückgrat zum dreiseitig geöffneten Verkaufraum.

Der Entwurf überzeugt durch die Ausbildung einer klaren, verständlichen und angemessenen Großform, die sowohl die Wünsche der Kunden, die Bedürfnisse des Betriebs und die Anforderungen des Ortes selbstbewusst zu beantworten weiß.

Verfasserin: Rosa Elisa Liao Hernandez/Entwerfen 2

Frau Liao legt ihrem Projekt die Atmosphäre eines klassischen Marktes, wie man ihn auf innerstädtischen Plätzen antrifft, zugrunde. Aufbauend auf diese Analogie entwickelt sie ein Gebäudevolumen, das sie mit nach innen gestülpten Lichtkörpern durchdringt. Es entsteht ein Innenraum der durch Zonen unterschiedlicher Höhe gekennzeichnet wird. Tageslicht dringt über die Seiten der Lichtkörper in den Verkaufsraum.

Die Nebenraumzonen werden, ihrer Funktion entsprechend, als niedere Volumina an den Verkaufsraum anliegend angeordnet.

Für die Materialisierung der Fassade wird Holz vorgeschlagen, was als Baumaterial der Region ebenso wie der Bauaufgabe entspricht.

Ohne morphologische Zitate eines Marktplatzes direkt zu übernehmen, zeichnet sich der Entwurf von Rosa Liao durch eine eigenständige, spezifische Marktatmosphäre aus.

Ein Projekt des Instituts für Architektur und Landschaft:

Prof. Hans Gangoly, Assistenz: Sonja Frühwirth, Kai Holtin, Harald Saiko, Roland Tusch

Mit großzügiger Unterstützung der Firma Spar: Direktor Erwin Schmuck, Monika Zieger

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von links nach rechts: R. Tusch, H. Gangoly, M. Zieger, H. Saiko, E. Wutscher, C. Jahrmann, D. Sultanovic, J. Neunteufel, E. Schmuck, S. Frühwirth, K. Holtin
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Projekt Jasmin Neunteufel / Entwerfen 5
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Projekt Christoph Jahrmann / Entwerfen 5
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Projekt Erich Wutscher / Entwerfen 5
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Denana Sultanovic / Entwerfen 2
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Projekt Rosa Elisa Liao Hernandez / Entwerfen 2

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