Steirische Architekten bauen in Innsbruck

Das Grazer Team pürst.langmaier.architekten darf sich freuen. Es wurde mit dem Umbau und der Fassadengestaltung des TIWAG-Geschäftsgebäudes (Tiroler Wasserkraft AG) in In

21/01/2010

Das Grazer Team pürst.langmaier.architekten darf sich freuen. Es wurde mit dem Umbau und der Fassadengestaltung des TIWAG-Geschäftsgebäudes (Tiroler Wasserkraft AG) in Innsbruck beauftragt.

Obwohl die TIWAG Tiroler Wasserkraft AG aufgrund der für den Stromerzeugungsbereich ergangenen Freistellungsentscheidung der EU-Kommission, grundsätzlich nicht den Vergaberegeln für öffentliche Auftraggeber unterliegt, lobte sie einen EU weiten, offenen einstufigen Wettbewerb aus und holte sich mit den Architekten Elsa Prohaska und Peter Lorenz zwei namhafte Vertreter der österreichischen Architektenschaft in die Jury. Diese wählte aus 25 Einreichungen den Entwurfsvorschlag des Grazer Teams pürst.langmaier.architekten für den Umbau und die Fassadengestaltung des TIWAG-Geschäftsgebäudes am Eduard-Wallnöfer-Platz in Innsbruck zum Sieger.

Der nördliche Teil des bestehenden Gebäudes stammt aus dem Jahr 1950, der südliche Teil wurde im Jahr 1957 erbaut. Mit einer zeitgemäßen, ansprechenden und energieeffizienten Neugestaltung des TIWAG-Geschäftsgebäudes möchte sich der Auslober in Zukunft als modernes Energieversorgungsunternehmen im urbanen Umfeld präsentieren und zugleich die städtebaulich bedeutende Lage an der Westseite des Eduard-Wallnöfer-Platzes gebührend würdigen. Die Bauaufgabe umfasst unter anderem den Umbau im 5. Obergeschoss, in dem sich Büroräume befinden, die Gestaltung einer zeitgemäße, optisch ansprechende Fassade mit integriertem Sonnenschutz und die Aufwertung der Eingangssituation und des westseitigen Hofbereiches mit einer zeitgemäßen Gestaltung. Besonderes Augenmerk wird auf die energietechnische Optimierung des gesamten Gebäudes gelegt, unter anderem sollen auf dem Dach und an der Ostfassade Photovoltaikelementen angebracht werden.

Das Projekt von pürst.langmaier.architekten überzeugte die Jury durch eine konsequente Überformung des gesamten Gebäudeensembles. „Mit dieser Strategie wird eine Vielfalt von Lösungsansätzen eröffnet: Städtebaulich wird die Anbindung und Öffnung tangential über die Nordostecke, damit verbunden die Präsenz im Stadtraum und gleichzeitig die Funktionalität des barrierefreien Zugangs, verbunden mit einer neuen Großzügigkeit der Portalsituation ohne relevante Nutzflächenverluste, ermöglicht. Auch die Funktionalität des Dachgeschoßes wird durch die Einbeziehung der Dachfläche als „5. Fassade“ wesentlich verbessert. Der Gebrauchswert für Mitarbeiter durch die Ausbildung zusammenhängender Terrassenflächen ist gelungen und unterstreicht durch Betonung einer signifikanten Ecksituation zusätzlich den

neuen Baukörper in seinem gesamtarchitektonischen Ausdruck“, ist in der Beurteilung der Jury zu lesen und weiter: „Die vorgehängte durchlässige Glashaut der Ostfassade leugnet nicht, dass es sich hier um keinen Neubau, sondern vielmehr um die gelungene, optische (hellere Wirkung durch Farbe bzw. Transparenz gewünscht), funktionale und ökologische Neuinterpretation eines Bestandes in ein zukünftig neu interpretiertes Umfeld handelt. In diesem Sinne empfiehlt die Jury die Umsetzung des vorgeschlagenen Maßnahmenpaketes…“

Die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen sollen 2011 mit einem Investitionsvolumen von rund 4 Mio Euro erfolgen.

KONTAKT:

puerstl.langmaier.architekten

Brockmanngasse 5, 8010 Graz

F ++43(0)316/822542, bernd.puerstl@plarchitekten.at

Verfasser/in:
Redaktion GAT Graz Architektur Täglich

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