Steigende Einwohnerdichte in Graz

Stadträtin Fluch spricht über die steigende Bevölkerungsdichte in Graz und die Folgen für das Stadtentwicklungskonzept.

29/01/2009

In Frankreich wird laut einer aktuellen Studie eine Tendenz beobachtet, nach der in den Städten ein merklicher Zuzug in Richtung Land-Stadt zu verzeichnen ist. Damit verbunden ist die zunehmende Bewohnerdichte in den Stadtzentren. Bemerkt man in Graz eine ähnliche Tendenz?

„Wir merken“, stellt Eva Maria Fluch fest, „dass die Stadt Graz insgesamt wieder attraktiver wird.“ Laut Fluch hat das Stadtschulamt eine Untersuchung der vorhandenen Wohnbauprojekte angestellt. Es zeigt sich eine Entwicklung, nach der man bis zum Jahr 2013 mit elf Prozent mehr SchulanfängerInnen zu rechnen habe. Randbereiche betreffen die Stadtteile Lend – mit einer Steigerung von 36 Prozent –, Gries und Gösting, Teile deuten hin in Richtung Strassgang. Was Graz und Graz-Umgebung an Bevölkerung gewinnen wird, verlieren die Bereiche Mürzzuschlag, Eisenerz und Mariazell. „Die Bevölkerung der Steiermark nimmt damit nicht zu, allerdings aber die Konzentration in Graz und Umgebung.“ Hinsichtlich des Stadtentwicklungskonzeptes wird berücksichtigt, dass „die Bevölkerung zunimmt und daher der Baudruck“. „Wir werden versuchen, zu verdichten und werden darüber nachdenken, wie wird mit Baulücken und bestehendem Bauland umgegangen. Beziehungsweise wie kommt man zu Flächenrecycling in der Form, innerstädtisches Gewerbegebiet in Wohngebiet umzuwidmen.“ Der Grüngürtel solle infolge der Schaffung neuer Gewerbeflächen am Stadtrand möglichst nicht in Anspruch genommen werden, sofern rechtliche Voraussetzungen das erlauben. Natürlich wolle man vermeiden, dass Gewerbebetriebe aus Graz absiedeln. „Wir denken eher daran, wie kann man Dachgeschosse nutzen.“

Verfasser/in:
Wenzel Mracek, Gespräch

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