Spurensuche und Side Seeing auf Schloss Bruck

Die Sonderausstellung „Spurensuche³“ und die temporäre Ausstellung „Side Seeing“ machen das Museum der Stadt Lienz auf Schloss Bruck auch in diesem Sommer wieder zu einem

26/08/2005

Die Sonderausstellung „Spurensuche³“ und die temporäre Ausstellung „Side Seeing“ machen das Museum der Stadt Lienz auf Schloss Bruck auch in diesem Sommer wieder zu einem lohnenden Ausflugsziel.

Die aktuelle Sonderausstellung „Vom Schnabelmenschen zur Zwergenstadt“ ist Auftakt einer Ausstellungstrilogie unter dem Titel Spurensuche³, die in insgesamt drei Teilen die Geschichte Osstirols bis in das Jahr 8000 v. Chr. zurückverfolgt und dokumentiert.

Der erste Teil zeigt anhand ausgewählter archäologischer Bodenfunde die prähistorische, römerzeitliche und spätantike Besiedelung Osttirols von ca. 8000 v. Chr. bis 610 n. und spannt einen Bogen von der Zeit der Schnabelmenschen auf der Lappachalm bis zur Zerstörung der Römerstadt Aguntum im Jahr 610 n. Chr.

Der zweite Teil, die Sonderausstellung 2006, wird sich mit dem Zeitabschnitt von der Zerstörung Aguntums 610 n. Chr. bis zur Napoleonischen Ära und Andreas Hofer im frühen 19. Jahrhundert, der dritte und letzte Teil von Spurensuche³ im Jahr 2007, mit der jüngeren Geschichte von der langsamen Entstehung Osttirols als politische Einheit bis hin zur Gegenwart beschäftigen.

Für die Ausstellungsgestaltung zeichnet, wie bereits bei den Ausstellungen in den Jahren davor, wieder Architekt Gerhard Mitterberger verantwortlich. Er war es auch, der anlässlich der Tiroler Landesausstellung 2000 die Generalsanierung von Schloss Bruck durchführte und damit das einstige desolate Kulturerbe Osttirols in ein zeitgemäßes vielfältig bespielbares Museum verwandelte.

Spurensuche ³, Teil I

Vom Schnabelmenschen zur Zwergenstadt, ca. 8000 v. Chr. bis 610 n. Chr.

Museum Schloss Bruck, Lienz

Ausstellungsdauer: 11.06. – 26.10.2005

Öffnungszeiten:

11.6. - 11.9. von 10:00 bis 18:00 Uhr

13.9. - 26.10. von 10:00 bis 17:00 Uhr

Montag Ruhetag

Die temporäre Ausstellung SIDE-SEEING bildet den zeitgenössischen Kontrapunkt zum historischen Museumsprogramm im Schloss Bruck.

Michael Kos und Max Seibald stellen sich der vordergründigen Situation des Schlosses Bruck als beliebtes Touristenziel. Ihr Motto: Man nehme aus der Sprachkiste dieses unhübsche Wort Sightseeing und biege und beuge es ein bisschen wie ein Kipferl oder eben Beugel und gelange damit zu einer Sprach-Beugung, mit der man dann bestenfalls voll daneben liegt. Damit ist zumindest das Repertoire der schalen Begriffe erweitert um eine Nuancierung, die auf dem künstlerischen Feld ein reiches Leben entfalten darf.

Mit Steinskulpturen im Freigelände, sowie raumbezogenen Installationen, Objekten, fotografisch generierten Arbeiten, Living-Sculptures und Materialbildern im Schlossturm installieren sie ihr Sideseeing-Angebot für die Touristen der Z-Klasse (= an zeitgenössischer Kunst Interessierte), die in einem Seitentrakt des Schauens jener spezifischen, künstlerischen Sichtweise begegnen, die im Hinsehen auf das Daneben besteht, auf jenen Ausschnitt der Welt, der überhaupt erst durch künstlerische Betrachtung ins Blickfeld rückt.

Michael Kos und Max Seibald gehören einer Künstlergeneration an, die sich den Umgang mit mehreren Medien angewöhnt hat. Die beiden Künstler, die von der Bildhauerei ausgehend ein vielfältiges Oeuvre entwickeln, etablieren sich zusehends in der österreichischen Kunstlandschaft.

Side Seeing

Ausstellungsdauer: 2.07. – 26.10.2005

Kräutergarten und Turm

Schloss Bruck, Lienz

Geöffnet täglich außer montags von 10.00 – 18.00 Uhr

Übrigens beherbergt das Museum der Stadt Lienz auf Schloss Bruck auch eine umfangreiche Sammlung von Werken des Malers Albin Egger-Lienz, die seit dem Jahr 2003 in einer Dauerausstellung gezeigt wird. Der berühmte österreichische Künstler wurde 1868 in Striebach bei Lienz geboren und starb 1926 in Bozen. Zeit seines Lebens wehrte sich Egger-Lienz gegen das Image des „Bauernmalers“. Seine eindringlichen monumentalen Szenen aus dem kargen bäuerlichen Leben, seine Soldaten- und Totenbilder aus dem Ersten Weltkrieg und seine Interpretationen religiöser Themen, ließen ihn weit über einen Heimatkünstler im herkömmlichen Sinn hinauswachsen.

Rund um die laufenden Ausstellungen wird ein umfangreiches Rahmenprogramm geboten. Besonders gefragt sind laut Auskunft der Veranstalter die Familiensonntage, mit unterschiedlichen Programmschwerpunkten für Kinder und Familien. Sie finden noch bis 11.09. jeweils von 14.00 bis 17.00 Uhr statt.

KONTAKT

Schloss Bruck

Museum der Stadt Lienz

T +43 (0)4852/62580-83

F +43 (0)4852/62580-4

museum@stadt-lienz.at

Führungen gegen VoranmeldungBildnachweis

Zita Oberwalder (Generalsanierung, Spurensuche)

Stadtgemeinde Lienz (Folder Spurensuche³)

Rudi Barborini (SIDE SEEING)

Verfasser/in:
Redaktion GAT, Empfehlung

Weiterführende Links

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Schloss Bruck, erbaut zw. 1252 - 1277 von den Grafen von Görz, 1942/43 von der Stadt Lienz erworben und zum Osttiroler Bezirks-Heimatmuseum adaptiert. Nach umfangreichen Umbau- und Restaurierungsmassnahmen in den Jahren 1999/2000 beeindruckt die Anlage du

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