inzest IV
© 2008 by Albert Pall
Ich möchte alle ermutigen, Jesus zu fragen: „Wo ist mein Platz in der Politik? Wo willst Du mich gebrauchen? Was soll ich tun oder lassen?“ Da müssen unsere Aktionen ihren Anfang haben. Niemand sollte einfach loslaufen ohne das Reden Jesu gehört zu haben. Wenn wir Jesus fragen, antwortet er auch. Meine Erfahrung: er antwortet meistens so einfach und auch logisch, dass ich meine, das könne gar nicht Er sein, sondern das müssten meine Gedanken sein. Aber mal ehrlich: kann man von sich aus auf die Idee kommen, bei der OB-Wahl zu kandidieren? Ich jedenfalls nicht, und ich würde es auch nicht tun. Noch ein Zweites: Er stellt meistens Aufgaben jenseits der Grenze, die ich mir noch menschlich zutrauen würde. Aber so ist Jesus nun mal. Er will, dass mein Glaube wächst. Und das ist gut so. (Walter Weiblen, Bundesvorsitzender der PBC, Deutschland, August 2007)
Artikel 1: 1. Kultur ist nach freiheitlichem Verständnis ein Überbegriff, der die künstlerische Betätigung und ihr Ergebnis einschließt. 2. Da jeder Mensch für sich selbst klärt, was er als künstlerischen Ausdruck betrachtet, lässt sich Kunst im materiellen Sinne nicht allgemeingültig und ausschließlich definieren. Eine begriffliche Festlegung würde den Anspruch der Kunst auf volle innere und äußere Freiheit einengen. 3. Der unverzichtbare Anspruch auf volle innere und äußere Freiheit der Kunst wird nur durch die allgemeingültige Rechtsordnung eingeschränkt. In einer demokratischen Gesellschaft unterliegt jede künstlerische Ausdrucksform der uneingeschränkten Freiheit der Kritik. (aus dem Parteiprogramm der FPÖ, April 2005)
Artikel 17a. Das künstlerische Schaffen, die Vermittlung von Kunst sowie deren Lehre sind frei. (derzeit geltendes österreichisches Staatsgrundgesetz (StGG) über die allgemeinen Rechte der Staatsbürger für die im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder)
Wir setzen uns dafür ein, dass Kunst nicht als Luxus für sich immer wieder neu formierende ”Kultureliten” isoliert wird, sondern dass allen die aktive und passive Kunstausübung ermöglicht und die Teilhabe an unseren Kulturgütern zugänglich gemacht wird. Die öffentliche Kulturförderung muss dies berücksichtigen, indem sie individuelle Spitzenbegabungen fördert und gleichzeitig durch eine qualifizierte Breitenförderung möglichst vielen die Gelegenheit eröffnet, sich künstlerisch zu engagieren. Staatliche Kulturförderung darf nicht zu Abhängigkeiten der Kulturschaffenden führen. (aus dem Grundsatzprogramm der ÖVP, 1995)
In den Museentempeln der Bundeshauptstadt müssten ihre Direktoren nicht nur über die Renovierung der baulichen Maßnahmen, sondern auch über das Engagement der Mitarbeiter frei entscheiden können. Beamtete Schauspieler passen dabei nicht so recht ins Konzept der Zentrumpartei. Den Nicht-Ankauf der Klimt-Bilder bedauert die Zentrumpartei und tut dies abgesehen vom identitätsstiftenden österreichischen Wert dieser Kunstwerke. Wem es gegönnt war, diese Bilder zu betrachten, eventuell mit einem ASM-Violinkonzert im Kopfhörer, der könnte in seinem Innersten einen Paukenschlag an das Tor der Unendlichkeit verspürt haben. (von der Website der Zentrumpartei Austria)
Der Kunstbegriff ändert laufend seine Bedeutung. Für allgemein gültige, verbindliche Definitionen lassen sich weder notwendige noch hinreichende Bedingungen finden. Doch stehen hinter den verschiedenen Vorstellungen von Kunst immer auch Weltanschauungen und Lebensentwürfe. Wichtig für grüne Kunstpolitik bleibt daher, dass die Wahlmöglichkeiten gewährleistet bleiben und keine Macht allein Kunst definiert. Der Freiraum, der Künstlerinnen und Künstlern vom Staat gewährt wird, ist ein Maßstab für dessen Liberalität und dessen Wunsch nach Pluralität. Dieser Freiraum zeigt sich nicht nur in der selbstverständlichen Beachtung des Verfassungsartikels zur Freiheit der Kunst. Er zeigt sich vor allem in der Förderung kritischer Diskurse. (aus dem Grundsatzprogramm Die Grünen, 2001)
Ein Kulturprogramm seiner Partei kenne der Autor, Filmemacher und wahlwerbende KPÖ-Kandidat Kurt Palm "nicht wirklich", sagte er gegenüber der APA. Er kandidiere auch nicht "aus kulturpolitischen Gründen". Kurt Palm, der "gern einmal über bestimmte Kulturthemen nachdenken will", hält jedenfalls ein Kunstministerium für notwendig, und weiters, dass die Struktur der Bundestheater "neu angeschaut" gehört. Kritik übt auch er an der Finanzierung der Salzburger Festspiele. "Das ist ein Festival für Wirtschaftsbosse, das sich selbst finanzieren muss. Die Subventionen sollten zum Film umgeleitet werden", so Palm. (derStandard.at, 24.01.2007)
Insbesondere der sozialpolitischen Komponente räumt das BZÖ in der politischen Arbeit eine besondere Priorität ein: Für eine problem- und bedürfnisorientierte, bürgernahe und sozial gerechte, nachhaltige Politik für alle Generationen mit echter Hilfe und Unterstützung für jene, die sie tatsächlich brauchen, statt für alle, die sie wollen. (aus "Agenda Orange", 24. November 2006)
(2) Sozialdemokratische Kulturpolitik sorgt dafür und schafft die erforderlichen Freiräume, dass Tendenzen gesellschaftlicher Entwicklungen erkannt, gezeigt, benannt und öffentlich diskutiert werden. Sie fördert und unterstützt daher nicht nur Kunst, sondern sämtliche kreative Milieus. In diesem Sinne sind daher unter anderem auch Bildung, Wissenschaft und Medien Felder der Kulturpolitik, da auch sie wesentlich zum Selbstverständnis einer Gesellschaft und dessen kritischer Reflexion sowie zur Alltagskultur beitragen. (aus dem Grundsatzprogramm der SPÖ, 1998)
"Meine erste literarische Prosa war ein Parteiprogramm. Bis dahin war ich nur mit ein paar Liedtexten und kleinen Szenen aufgefallen. Den Einwand, ein Parteiprogramm sei keine Literatur, lasse ich nicht gelten. Es stimmt, dass die meisten Parteiprogramme keine Literatur sind. Beim Verfassen von Parteiprogrammen scheint man den Eindruck, es handle sich um Literatur, sogar ängstlich vermeiden zu wollen. Schade. Die Folgen sind bekannt. Parteiprogramme lesen die wenigsten. Das scheint sogar gewollt. Parteiintern lässt sich jeder Einwand wegwischen mit dem Hinweis: Das steht so im Parteiprogramm. Man fühlt sich ertappt, das langweilige, gleichwohl wichtige Stück nicht gelesen zu haben, und schweigt". (Hans Fraeulin)
ALBERT PALL, geboren 1959 in Zell am See, lebt und arbeitet in Graz.
- Verfasser/in:
- Albert Pall
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