Saisoneröffnung: Privatmuseum Stift Admont

Am Samstag, den 2. April 2005 öffnete eines der bekanntesten Privatmuseen Österreichs allen Kunst- und Kulturinteressierten für eine weitere Saison seine Pforten.

01/04/2005

Am Samstag, den 2. April 2005 öffnete eines der bekanntesten Privatmuseen Österreichs allen Kunst- und Kulturinteressierten für eine weitere Saison seine Pforten. Im Museum für Gegenwartskunst wird dieses Jahr eine Auswahl der zeitgenössischen Sammlung des Stiftes Admont, im Kunsthistorischen Museum eine Installation des Grazer Künstlers Markus Wilfling präsentiert.

Das Kloster, in dessen Privatmuseum heute neben jahrhundertealten Schätzen zahlreiche bedeutende zeitgenössische Werke zu finden sind, existiert seit dem Jahr 1074. Große Teile der barocken Anlage fielen 1865 einem verheerendem Brand zum Opfer, so dass der Baubestand ein historisch gewachsenes Ensemble darstellt. Vor drei Jahren wurde es nach Plänen des Wiener Architekten und Universitätsprofessors DI Manfred Wehdorn generalsaniert. Im Jahr 2004 erhielt das Benediktinerstift Admont als Bauherr dafür das Geramb-Dankzeichen für Gutes Bauen in der Steiermark.

Das Museum mit seiner international anerkannten Sammlung bietet auf drei Etagen eine Ausstellungsfläche von rund 3.600 m².

Seit 1997 baut das Museum für Gegenwartskunst eine Sammlung von Werken österreichischer Künstler auf. Rund 90 Künstler der jüngeren und mittleren Generation wie Tone Fink, Bruno Gironcoli, Michael Kienzer, Brigitte Kowanz, Oswald Oberhuber, Undine Pega, Arnulf Rainer, Gerhard Rühm, Hubert Schmalix, Lois Weinberger, Franz West oder Erwin Wurm sind mit ihren Werken in dieser Sammlung vertreten. Sie setzt sich im Wesentlichen aus zwei Teilen zusammen: Aus Auftragskunst mit Schwerpunkt Skulptur, Installation, Fotokunst, multimediale Kunst und aus Atelier- bzw. Galerieankäufen mit Schwerpunkt Malerei.

Die heurige Werkschau, zu sehen von 2. April bis 24.Juni 2005 zeigt eine Auswahl der jüngsten Erwerbungen, darunter Gemälde und Fotografien jüngerer und arrivierter Künstler.

Das Kunsthistorische Museum des Stiftes existiert bereits seit dem Jahr 1959. Es beherbergt Exponate von der Romanik bis zum Barock. Seit 1980 wurde es wesentlich erweitert und schrittweise neu konzipiert. Seit 2003 wird jedes Jahr von einem Künstler eine Arbeit vor Ort ausgeführt. Im vergangenen Jahr stellte beispielsweise die österreichische Künstlerin Ingeborg Strobl unter dem Titel „Natur“ mit ihrer Rauminstallation in Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern der Hauptschule Admont einen subtilen Dialog zwischen alter und moderner Kunst her.

In diesem Jahr, nämlich von 2. April bis 11. November 2005 wird eine temporäre Installation von Markus Wilfling zu sehen sein. Der in Graz und Wien lebende Künstler konzipierte beispielsweise das „Schattenobjekt Uhrturm“, das während des Kulturhauptstadtjahres 2003 als Nachbildung des Grazer Wahrzeichens, allerdings aus schwarzem Stahl, auf dem Grazer Schlossberg installiert war.

Die aktuelle Installation in Admont trägt den Titel „…her und hin und…1 Video + Skulptur“. Das Video wurde von Kriszina Kerekes gedreht.

Um Genaueres zu erfahren, empfiehlt GAT, an einem sonnigen Tag die wunderschöne Reise über Eisenerz durch das Gesäuse nach Admont anzutreten und das Stiftsmuseum zu besuchen.

ÖFFNUNGSZEITEN DES MUSEUMS:

April – Oktober täglich 10:00 – 17:00 Uhr

Außerhalb der Öffnungszeiten sind für Gruppen ab 20 Personen Besichtigungen auf Anfrage möglich.

KONTAKT

Benediktinerstift Admont

Kulturressort

A-8911 Admont 1

T +43(0)3613-2312-601

F +43(0)3613-2312-610

kultur@stiftadmont.at

Verfasser/in:
Redaktion GAT Graz Architektur Täglich
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Stiftskirche in Admont
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Museum für Gegenwartskunst im Stift Admont
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Lageplan

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