Rosen für gute Bauten

Der Vereins BauKultur Steiermark lobt das Geramb-Dankzeichen für gutes Bauen in der Steiermark aus, das heute um 19.00 Uhr in Wildon verliehen wird.

26/06/2006

Es geht darum, bei den Bauherren das Bewusstsein zu schaffen, dass engagiertes Bauen honoriert wird", sagt Gunther Hasewend. Hasewend ist nicht nur der steirische Landesbaudirektor, sondern auch im Vorstand des Vereins BauKultur Steiermark. Dieser lobt das Geramb-Dankzeichen für gutes Bauen aus, das heute Mittwoch in Wildon verliehen wird. Die Auszeichnung, die in Form einer metallenen Rose an den prämierten Bauten angebracht wird, wird für Leistungen vergeben, die der Erhaltung oder Schaffung einer qualitätsvollen Baukultur dienen. Gewürdigt werden allerdings nicht die Architekten der Gebäude, sondern deren Bauherren. Als solche ist die Geramb-Rose neben dem Bauherrenpreis eine in Österreich einzigartige Auszeichnung. Wie entscheidend die Rolle engagierter Bauherren und-frauen für ein gutes architektonisches Resultat sein kann, zeigen auch heuer wieder die mit der Rose ausgezeichneten Projekte, unter ihnen der bemerkenswerte Zu-und Umbau des Landeskrankenhauses Knittelfeld der Architekten fasch&fuchs. mit Lukas Schumacher. Dass der Entwurf der LKH-Erweiterung um vier Bettenstationen realisiert werden konnte, ist nicht nur der Cleverness der Architekten zu verdanken, die aus den Erfahrungen eines gewonnenen Wettbewerbs für das Kaiserin-Elisabeth-Spital in Wien schöpfen konnten. Gerade eine komplexe Aufgabe wie ein Krankenhaus ist ohne die konstruktive Zusammenarbeit mit den Bauherren - in dem Fall mit der Steiermärkischen Krankenanstalten GmbH - nicht auf diese Weise umsetzbar. So konnte ein dynamischer, lichtdurchfluteter Bau realisiert werden, der durch seine Aufenthaltsqualität Maßstäbe für das Krankenhaus als Ort der Genesung setzt.

Seit 2002 ist der Verein BauKultur Auslober des Preises, den es seit 1959 (in der jetzigen Form seit 1981) gibt. Mittlerweile gibt es jährlich bis zu 90 Einreichungen, an zehn Gebäude wird der begehrte Preis verliehen. Hasewend betont, dass es dabei "nicht um elitäre architektonische Erscheinungen" gehe. Die Jury lege Wert auf Funktionserfüllung und Nutzerzufriedenheit.

Neben dem LKH Knittelfeld - eine Reihung gibt es nicht - geht die Geramb-Rose heuer an die Fachhochschule Bad Gleichenberg (BRAMBERGER [architects]), den Wohnbau Heinrichstraße 62-68, Graz (reitmayr + küng), das Justizzentrum Leoben (hohensinn architektur), das Büro Architekt Guido Seeger, Kumberg, das Frauenhaus Kapfenberg (Uli Tischler), die Sport-und Freizeitanlage Stattegg (hohensinn architektur), die Volksschule Wildon (Nussmüller Architekten), das Lapidarium Schloss Eggenberg, Graz (purpur.architektur) und die Revitalisierung der Orangerie Pöllau bei Hartberg (Amadeus Piantino).

Geramb-Dankzeichen für gutes Bauen:

Verleihung am Mittwoch, 28. Juni 2006, um 19.00 Uhr in der Volksschule Wildon, Alte Reichsstraße, 8410 Wildon

Umfassend dokumutiert sind alle Bauten auf:

http://gat.nextroom.atDer Falter Steiermark erscheint wöchentlich, jeweils am Mittwoch.

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