Das Projekt "Hoher Dachstein" des chinesischen Konzeptkünstlers Ai Weiwei, das am 11. Juli 2010, um 11.00 Uhr, im Rahmen der regionale10 Eröffnung feiert, wird von viele Menschen aus der Region Liezen kritisiert. Sie betrachten es als sinnlos und verschwenderisch. Dabei soll ein vier Tonnen schwerer Stein aus der chinesischen Provinz Szechuan auf den Dachstein transportiert und dort als Kunstobjekt abgelegt werden. Er erzählt von einer Region, in der am 12. Mai 2008 ein Erdbeben wütete. Dabei hinterließen Felsstürze riesige Trümmerfelder. In der chinesischen Kultur gelten Naturobjekte wie Felsen oder Baumstümpfe mit ihren oft spektakulären und bizarren Formen als spirituelle Zeichen, die auf eine höhere Kraft der Natur verweisen.
Vergangene Woche stellten sich die Projektleiterin Susanne Prosegger und der regionale10-Intendant Dietmar Seiler den Fragen der EinwohnerInnen des Bezirks Liezen zu dieser Kunstaktion. Im Laufe der Veranstaltung ergab sich auch eine hitzige Diskussion über zeitgenössische Kunst an sich.
Nachfolgend die Aufzeichnung der Radiodebatte in drei Teilen (siehe LINKS, auf "Stream" klicken).
- Verfasser/in:
- Redaktion GAT Graz Architektur Täglich


