RAUM-ZEIT-SPUREN - Technische Universität Graz 1811-2011

In Form eines Trailers präsentiert das Institut für Stadt- und Baugeschichte mit 8 weiteren Instituten ein Konzept für ein virtuelles Campus-Informationssystem im Sinne e

04/02/2011

Dieses Jahr feiert die TU Graz ihr 200-jähriges Bestehen. In Form eines Trailers präsenstiert das Institut für Stadt- und Baugeschichte mit 8 weiteren Instituten ein Konzept für ein virtuelles Campus-Informationssystem im Sinne eines "Cooperate Memory".

"Der Ausgangsgedanke war, anlässlich des Hochschuljubiläums dezentral und mit neuen Medien unterstützt, eine komplexe bau- und sozialgeschichtliche Erinnerungslandschaft über alle drei Teile des Campus zu ziehen. Wir wollten mit spannend inszenierter Wissenschaftsgeschichte und in transdisziplinärer Kooperation zwischen den Fakultäten anschaulich erlebbar machen, was ein „Kompetenzcluster“ ist.

Gerade in Zeiten von Etatkürzungen und politischen Einschnitten sollte der Reichtum einer gewachsenen Forschungslandschaft aufscheinen und die besonders enge Verflechtung der Erzherzog Johann Universität mit der Entwicklung des Landes Steiermark aufgezeigt werden. Seit ihrer Gründung ist die Technische Universität Graz gerade an regionalen gesellschaftlichen Aufgaben und wissenschaftlichen Herausforderungen gewachsen und sie zeichnet sich bis heute durch ihren besonderen Beitrag zur steirischen Geschichte aus. Gleichzeitig haben seit zweihundert Jahren auch Grazer Techniker, Ingenieure und Forscher die Welt verändert.

Der Systemtrailer verweist auf die Möglichkeiten eines international innovativen Systems der Wissensvermittlung. Virtuelle Architektur, avancierte geografische Informations- und Navigationssysteme - GPS und W-Lan - führen in situ entlang von Trajektorien in den historischen Raum. In der Akkumulation von gesamt-universitärem Know-How kann auch in Zukunft das entstehen, wofür wir inzwischen den richtigen Namen gefunden haben: TU Graz Cooperate Memory."

Simone Hain (Content Team, Leiterin des Instituts für Stadt- und Baugeschichte) und Norbert Bartelme (Technik Team, Leiter des Institutes für Geoinformation)

Konzept

Der Film zeigt Ausschnitte der Fülle an Möglichkeiten, die das System „Campus 2011“ bereithält. Erdacht als Ausstellung im virtuellen Raum, anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der TU Graz werden „200 Jahre Wissen, Technik, Leidenschaft“ zu Geschichten geformt und mittels neuester Technologien erzählt. Campus 2011 eröffnet damit neue Möglichkeiten der Wissenschaftsvermittlung, darüber hinaus fungiert das System als umfassendes Informationssystem der TU Graz, das sich nicht bloß auf die Zugänglichkeit der drei Campi der TU Graz beschränkt, sondern Verbindungen durch Räume und Zeiten kreiert. In enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Instituten (Stadt- und Baugeschichte, Geoinformation, Navigation und Satellitengeodäsie, Fernerkundung und Photogrammetrie, Computer Graphik und Wissensvisualisierung CGV, Maschinelles Sehen und Darstellen ICG, Institut für Informationssysteme und Computer Medien, Institut für Architektur und Medien) wurden Möglichkeiten ausgelotet und entwickelt, die den Besuchern_innen auf unterschiedlichsten Ebenen Zugänge zu Wissenschaft, Technik, Geschichte der TU Graz und darüber hinaus ermöglichen.

Ein wesentlicher Aspekt des Projekts ist die transdisziplinäre Zusammenarbeit von Natur-, Technik- und Geisteswissenschaft. Neueste Technologien verknüpft mit historischen Erkenntnissen generieren eine multidimensionale, interaktive Geschichtsschreibung. In der Raum-Zeit-Matrix sind Daten von Personen und Ereignissen verortet und in die Zeit eingebettet; Verbindungen von Personen und Ereignissen ergeben ein komplexes Netzwerk an Wissen, intelligente Verknüpfungen werden zu Geschichten, die Spuren in der Matrix erzeugen. Die Besucher_innen können vorgezeichneten Spuren folgen, aber auch eigene Pfade beschreiten und Spuren in der Matrix hinterlassen.

Als Informationsquellen dienen sowohl die umfangreichen Bild- und Textarchive der TU Graz als auch externe Datenbanken. Die Informationen können über mobile Smartphones bezogen werden oder stationär z.B. an den TUrminals in Form einer virtuellen Campus-Tour erlebt werden. Die Georeferenzierung des gesamten Campusbereiches bietet eine Einstiegsmöglichkeit in das System, die Anbindung an externe Geoinformationssysteme wie Earth Viewer (Google Maps & Earth, Microsoft Bing uam.) verorten Ereignisse außerhalb der TU und machen sie damit sichtbar. (Ute Angeringer-Mmadu, Oliver Jungwirth)Campus 2011

RAUM-ZEIT-SPUREN

Technische Universität Graz 1811-2011

Credits:

Idee & Konzept:

Ute Angeringer-Mmadu

Simone Hain

Oliver Jungwirth

Umsetzung:

Produktionsleitung: Ute Angeringer-Mmadu

Datenarchitektur: Oliver Jungwirth

3D-Animation: Philipp Erkinger

Musik: Stefan Köchel

Sprecher: Ferdinand Pregartner

Schauspieler: Maja, Sofie-Ogechi, Vitus, Elias

Textauszug: Stefan Klein, Wir alle sind Sternenstaub, Frankfurt 2010

Content:

Simone Hain

Eugen Gross

Wolfgang Wallner

Alexander Waldhör

Emina Poljac

Andrea Contursi

Bettina Paschke

Elisabeth Seuschek

Volker Pachauer

Marion Starzacher

Mit freundlicher Unterstützung des Rektorats der TU Graz.

Eine Produktion des Institut für Stadt- und Baugeschichte.

Verfasser/in:
TU Graz, Institut für Stadt- und Baugeschichte
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