Preisgekrönte Architektur aus der Steiermark

Architektur aus der Steiermark steht immer wieder im Rampenlicht. Bei vielen Preisen dieses Jahres sind Projekte, die in der Steiermark geplant wurden, ganz vorne dabei.

30/06/2006

Architektur aus der Steiermark steht immer wieder im Rampenlicht. Bei vielen Preisen dieses Jahres sind Projekte, die in der Steiermark geplant wurden, ganz vorne dabei.

STAATSPREIS ARCHITEKTUR 2006 / EUROPA NOSTRA AWARD 2005

Mit Spannung wird die endgültige Entscheidung des Preisgerichts für den Staatspreis Architektur 2006 "Neue Arbeitswelten in Verwaltung und Handel" erwartet, die am kommenden Montag, den 3. Juli im Semper Depot in Wien feierlich bekannt gegeben wird. Unter den sechs Nominierungen finden sich das T-Center St. Marx von Architektur Consult ZT GmbH Graz (Günther Domenig, Hermann Eisenköck, Herfried Peyker) und das Kundenzentrum SSI Schäfer Peem in Graz, geplant vom Grazer Architekten Gerhard Mitterberger.

Erst am vergangenen Dienstag, den 27.06.2006 reisten Michael Szyszkowitz und Karla Kowalski nach Madrid um für die langjährige Umgestaltung des Warenhauses Kastner&Öhler in Graz eine Auszeichnung bei der Verleihung des Europa Nostra Awards 2005 entgegenzunehmen (GAT berichtete).

ARCHITEKTURPREIS DES LANDES SALZBURG 2006

Besonders erwähnenswert ist das Ergebnis beim Architekturpreis des Landes Salzburg 2006, der vergangene Woche, am 21.06.2006 im Museum der Moderne am Mönchsberg feierlich verliehen wurde, denn, man höre und staune und kann sich freuen: die Jury, in der Mark Blaschitz, Walter Chramosta, Mia Dirnberger, Hemma Fasch und Sigrid Hauser vertreten waren, wählte zwei Projekte als Preisträger aus, die von Architekten aus der Steiermark stammen: Das Sonderpädagogischen Zentrum in Hallein, das von Architekt Klaus Kada aus Graz in Gemeinschaft mit Architekt Gerhard Wittfeld aus Aachen geplant wurde und die Überdachung des Eislaufplatzes in Bergheim vom jungen, bis dato unbekannten Grazer Team mfgarchitekten, graz, ZT-KEG für Architektur, dem die Architekten Friedrich Moßhammer und Michael Grobbauer angehören.

Das Sonderpädagogische Zentrum überzeugte die Jury zum einen wegen der selbstbewussten architektonischen Haltung des Baukörpers im Umfeld der Stadt Hallein - architektonische Auswüchse sind dort nicht die Ausnahme, sondern die Regel – der dadurch dem Stellenwert von behinderten Menschen in unserer Gesellschaft Ausdruck verleiht. Zum anderen hebt die Jury die baulichen Maßnahmen hervor, die in Reaktion auf die Notwendigkeiten von Menschen mit besonderen Bedürfnissen erfolgten und sowohl für Kinder als auch für Betreuer eine angemessene Unterkunft und Lebenssituation schaffen. Die Architekten haben aus Sicht der JurorInnen ihre soziale Verantwortung wahrgenommen und ein engagiertes wie architektonisch gelungenes Projekt entwickelt.

Die Überdachung in Bergheim von mfgarchitekten punktete mit seiner leichten Konstruktion in Holz. Das Dach ruht auf Holzstützen, der Innenraum grenzt sich zur Umgebung durch Schiebeelemente aus mit textilem Gewebe bespannten Holzrahmen ab. Durch den Einsatz des lichtdurchlässigen Materials entstehen reizvolle Bildeffekte im Innen- und Außenraum. Das Gebäude wird für sportliche Aktivitäten genutzt, im Winter zum Eis laufen und während der warmen Jahreszeiten als Minigolfplatz. Es handelt sich bei dem ausgezeichneten Projekt um die erste Realisierung von mfgarchitekten in dieser Größenordnung. Man darf auf weitere Arbeiten des jungen Grazer Teams, das bisher vor allem kleiner Umbauten vorgenommen hat, gespannt sein.

AUSSTELLUNG ARCHITEKTURPREIS DES LANDES SALZBURG 2006:

Die oben genannten Preisträger, die drei mit je einer Anerkennung bedachten Projekte - das Gemeindezentrum Oberalm von gerner°gernerplus, Wien, das Haus Kaps Saalfelden-Ramseiden von Caramel Architekten ZT GmbH, Wien und die ARGEkultur Salzburg von ARCH + MORE ZT-GMBH Architektur, Velden - sowie die Arbeit von Arch. DI Thomas Lechner (LP architektur, Radstadt), der ein Stipendium in der Höhe von EUR 7.500,- erhielt, sind noch bis 12. Juli 2006 im Museum der Moderne am Mönchsberg ausgestellt

Öffnungszeiten: Di bis So 10-18 Uhr, Mi 10-21 Uhr (Mo geschlossen)

Der Eintritt in die Ausstellung ist frei!

PREISVERLEIHUNG DES STAATSPREISES FÜR ARCHITEKTUR 2006

WANN: 3. Juli 2006, 19.00 Uhr

WO: Semper Depot im Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste Wien

Lehargasse 6-8, 1060 Wien

Die Preisverleihung wird von Bundesminister Dr. Martin Bartenstein vorgenommen.

Mitveranstalter des vom Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit ausgelobten Staatspreises sind die Wirtschaftskammer Österreich, die Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten und die

Architekturstiftung Österreich. (mw)

Verfasser/in:
Redaktion GAT Graz Architektur Täglich

Weiterführende Links

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Überdachung des Eislaufplatzes in Bergheim von mfgarchitekten, graz, ZT-KEG für Architektur, Graz (Arch. DI Friedrich Moßhammer, Arch. DI Dr. Michael Grobbauer). Foto: Paul Ott
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Überdachung des Eislaufplatzes in Bergheim von mfgarchitekten, graz. Foto: Paul Ott
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Überdachung des Eislaufplatzes in Bergheim von mfgarchitekten, graz. Foto: Paul Ott

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