Nach intensiver Vorarbeit durch die Abteilung für Grünraum und Gewässer unter Einbezug aller ExpertInnen und Interessensgruppen, präsentierten am 16. April 2010 Bürgermeister Siegfried Nagl und Vizebürgermeisterin Lisa Rücker gemeinsam mit DI Robert Wiener und DI Christine Radl (Abteilung für Grünraum und Gewässer) den Masterplan für den Grazer Stadtpark. „Wenn man durch den Stadtpark spaziert, dann kommt man an über 2.000 Bäumen und unzähligen Sträuchern vorbei, beschreitet insgesamt 22 Hektar Freiraum“, verwies Nagl auf die grüne Pracht und erklärt: „Der Stadtpark wird von der Bevölkerung noch viel stärker angenommen, als wir es erwartet hätten. Die Menschen wollen ihn.“ Rücker spricht die Herausforderung an: „Wir haben auf der einen Seite zu Recht die Unterschutzstellung und auf der anderen Seite die sich verändernden Nutzungsbedürfnisse. Das bedeutet einen Prozess, um auch die unterschiedlichen Stimmen laut werden zu lassen.“ Dass es Regeln geben müsse, darüber sind sich die KoalitionspartnerInnen einig, der vorliegende Masterplan wird als Orientierung, wie es in Zukunft weitergehen soll, verstanden. Er bildet auch die Grundlage für ein weiterführendes Parkpflegewerk, das konkrete Lösungen zur Gestaltung und Pflege der Gesamtanlage sowie der Regeneration des Gehölzbestandes aufzeigt. Vier wesentliche Ziele sind im Masterplan Stadtpark definiert:
• Die nachhaltige Sicherung der Tier- und Pflanzenwelt
• Die Erhaltung des Stadtparks als historisches Denkmal
• Lebensqualität für die verschiedenen NutzerInnengruppen
• Stärkung des Sicherheitsempfindens
Bei letzterem Punkt setzt man etwa auf zusätzliche Beleuchtung und will auch die städtische Ordnungswache um vier MitarbeiterInnen verstärken.
Während das Wohlfühlen der Menschen in „ihrem Stadtpark“ ganz klar im Mittelpunkt steht und es deshalb auch keine Verbotsschilder geben soll, legten sich Schwarz-Grün dennoch fest: Radfahren ist für Personen über 12 Jahren auf den Wegen untersagt. Und der Bürgermeister rechnete vor: „Es sind rund 70 Meter mehr, Zinzendorfgasse zum Burgstern, dafür erhöht sich die Sicherheit der spielenden Kinder im Park enorm.“ Vizebürgermeisterin Rücker verwies auf einen Wunsch der GrazerInnen: „Aus der Bevölkerung ist immer wieder der massive Wunsch an uns herangetragen worden, den Park den FußgängerInnen vorzubehalten. Hinzu kommt, dass die naturschutzrechtliche Situation uns die Öffnung der Verbindung von der Zinzendorfgasse bis zum Burgstern nicht erlaubt.“
Für Hunde wird eine eingezäunte Wiese errichtet werden. Die Passamtswiese wird werde sie weiter für sportliche Aktivitäten zur Verfügung stehen, allerdings nicht mehr für „Mega-Events“.