Die Parkplatznot in Bad Aussee hat eine lange Geschichte, ebenso die Idee eines Parkhauses am sogenannten „Scheck-Parkplatz“ in Bad Aussee. Nach einer Investoren-Ausschreibung und der Vorstellung einer Projektidee im Gemeinderat macht die Grüne Partei um Gottfried Hochstetter mobil, um gegen das Projekt anzukämpfen.
Bereits 2004, im Vorfeld zur Landesausstellung, überlegte man den Bau von Parkdecks im Bereich des bestehenden „Scheck-Parkplatzes“ in Bad Aussee. Damals schien das Projekt aufgrund von hohen Belastungen für die Gemeindekassa nicht realisierbar. Aufgrund des Bedarfs eines zusätzlichen Nahversorgers im Zentrum und des Parkplatzmangels zu Stoßzeiten in den Urlaubsmonaten wurde die Idee neu angedacht. Auf gemeindeeigener Fläche sollte einem Investor die Möglichkeit geboten werden, Parkhaus und Verkaufsflächen zu errichten. Dazu wurde eine Investoren-Ausschreibung durchgeführt. Die Investoren sollten Betriebskonzept und Bebauungsidee liefern. Zehn Interessenten hatten die Möglichkeit, ihr Konzept darzulegen. Schlussendlich wurden zwei Projektideen zur Weiterbearbeitung ausgewählt, die dann dem Gemeinderat präsentiert und im Beisein von Ortsbildsachverständigen und Raumplanern diskutiert wurden. Der Gemeinderat entschied sich für das Projekt der Gruppe um Anton Pletzer und die Trecolore Architects.
Einem Vorgabeprotokoll folgend wird es derzeit weiterentwickelt. Der Entwurf sieht eine Überbauung der Altausseer Traun auf eine Länge von rund 80 m vor. Er beinhaltet 300 Stellplätze für PKW und ca. 6000 m² Geschäftsflächen. Die Größe der Geschäftsflächen wird derzeit noch evaluiert.
In dieser Phase luden Gottfried Hochstetter und Dr. Elisabeth Welzig von den „Grünen Ausseer/innen“ zur Pressekonferenz am 02.09.2011, um Argumente gegen das Projekt zu veröffentlichen. Geladen waren neben Vertretung der Wirtschaftskammer die Umweltanwältin des Landes, Fr. MMag. Ute Pöllinger und der Gewässerökologe Mag. Leopold Feichtinger. Während Hr. Jürgen Hentschel (WK) sich für das Parkhaus und den Bedarf der Parkplätze aussprach, kritisierten die beiden weiteren geladenen Gäste das Projekt ob seiner ungünstigen ökologischen Auswirkung. Hochstetter bezweifelt zudem den Bedarf an zusätzlichen Parkflächen in Bad Aussee. Weiters wurde die Einfügung eines Projektes dieser Größenordnung in das Ortsbild seitens des Gastgebers kritisch betrachtet. Als Alternatividee wurde ein Strandbad zur Belebung des Traunufers vorgestellt.
Entsprechend den Vorgaben seitens der Gemeinde wird das Projekt zurzeit weiterentwickelt. Der Wirtschaftlichkeit, der ökologischen Verträglichkeit und den Ansprüchen aus dem Ortsbildschutz gerecht zu werden, werden dabei die große Herausforderungen darstellen.
- Verfasser/in:
- Thomas Kopfsguter, Bericht


