Das Forum Stadtpark veranstaltet in Kooperation mit permanent breakfast von 14. bis 18. Juni 2004 in Graz anlässlich von "permanent breakfast 2004" eine viertägige Performance und eine Ausstellung.
"permanent breakfast 2004" startet am 14.6. um 19:00 Uhr mit Abendfrühstück und Manifest. Bis einschließlich 18. Juni kann dann im Forum Stadtpark täglich von 10:00 - 18:00 Uhr gefrühstückt werden. Eine Rauminstallation, Fotos, Videos und Tondokumente begleiten die Aktion.
Weiters haben Interessierte die Möglichkeit mit StadtpolitikerInnen und KünstlerInnen zum Thema „Nutzt öffentlicher/n Raum?“ zu diskutieren, an einem Nachtfrühstück mit erzählten und gespielten Frühstücksgeschichten sowie an der Party "5 Jahre InterACT" teilzunehmen.
NÄHERE INFORMATIONEN ZUR VERANSTALTUNG
InterACT - Werkstatt für Theater und Soziokultur: 0316/720935, office@interact-online.orgENTSTEHUNG VON "permanent breakfast"
Bereits seit 1996 finden in regelmäßigen Abständen - ausgehend von Wien - breitangelegte “Permanent Breakfast” - Experimente statt. Hunderte von Rückmeldungen begeisterter Frühstücker, die die Idee der “sich verselbständigenden Befrühstückung des öffentlichen Raumes” etwa bis nach Oslo und New York getragen haben, sowie das anhaltende Interesse der Medien, lassen die Durchschlagskraft von “Permanent Breakfast” erahnen. Naheliegend, das Projekt unter das Thema der Grenzüberschreitung zu stellen, in Austausch mit den Nachbarn an der Noch-EU-Außengrenzen jetzt schon zu beginnen, eben jene Grenzen - zumindest symbolisch - aufzulösen.
IDEE
Eine Person lädt zum Frühstück. Die geladenen Personen (in der Regel vier) verpflichten sich, am nächsten Tag (oder zum nächsten ihnen möglichen Zeitpunkt) jeweils ein weiteres öffentliches Frühstück abzuhalten, dessen Gäste wiederum ehebaldigst frühstücken und so fort.
Tatsächlich wurde das öffentliche Frühstücken mehr und mehr Kult, konnten immer öfter Menschen beobachtet werden, die sich - auf Plätzen und in Parks, in leeren Springbrunnen und in freien Parklücken - um einen gepflegten Frühstückstisch versammelt hatten, wovon neben der Vielzahl von mündlich überlieferten Frühstücken hunderte von postalischen Rückmeldungen nebst Foto (u.a. von Frühstückern aus Prag, Berlin, Oslo und Melburne) zeugen.
WIRKUNG
Erwünschte Frühstückswirkungen mannigfaltiger Natur konnten beobachtet werden: Der öffentliche Raum verändert sich, wird er befrühstückt, merklich nach den Bedürfnissen der Frühstückenden. Die Frühstückenden beginnen ohne viel Zutun, allein durch ihre Anwesenheit mit dem Umraum zu kommunizieren, ihr eigenes Medium zu sein, Platz zu greifen, Raum zu nehmen, ihn buchstäblich zu besitzen und ihn bloß durch sich selbst oder aber auch mit einem Anliegen zu besetzen. Es wird kundgetan, weitererzählt, wiedergefrühstückt. Das Spiel geht weiter, solange jemand den Faden aufnimmt. (Text aus www.permanent breakfast.org)
In Graz wurden, so Wolfgang Rappel von InterACT, seit Beginn der Aktion bereits 500 Frühstücke im öffentlichen Raum veranstaltet.
- Verfasser/in:
- Redaktion Graz Architektur Täglich







