Neuer Meilenstein: „Stadtmodell“ für Graz-Reininghaus

Am 17. März erfolgte die Präsentation des sogenannten „Stadtmodells“, ein, wie betont wurde, Meilenstein in der Stadtentwicklung des Areals Graz-Reininghaus und der Inten

19/03/2009

Am 17. März präsentierten Roland Koppensteiner, Geschäftsführer von Asset One und Stadtbaudirektor Bertram Werle das sogenannte „Stadtmodell“, einen, wie sie betonten, Meilenstein in der Stadtentwicklung des Areals Graz-Reininghaus und der Intensivierung der Zusammenarbeit von Asset One und Stadt Graz.

Für Koppensteiner ist dieses flexible Stadtmodell „die Ernte der konzeptionellen Überlegungen der vergangenen Jahre unter Einbeziehung von Fachexpertinnen, BürgerInnen und EntscheidungsträgerInnen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung“ und die moderne Alternative zu einem starren Masterplan. “Ein Projekt von morgen kann man nicht mit den Normen von gestern planen“, meint Koppensteiner. Das Planwerk „Stadtmodell“ wird von einer textlichen Fassung der Ziele und Vorgaben begleitet, der sogenannten „Charta Graz-Reininghaus“. Diese soll ein bindendes Markenversprechen des Stadtteiles sein. Es beinhaltet die Aufteilung des Gesamtgebietes in weitgehend selbständige Stadtquartiere mit einer Größe von 9000 bis 50.000 m², die sukzessive und unabhängig voneinander weiterentwickelt werden können, die „Esplanade“ als „urbaner Laufsteg“, ein hoch verdichteter Stadtraum für kommerzielle, kulturelle Nutzungen zwischen alter Poststraße und der parallel dazu führenden Straßenbahn und den „Stadtrahmen“, eine künstliche Intervention, die das Gebiet durchzieht. Gemeint ist damit ein 8 m breiter und 3 km langer, rahmenartiger, unbebauter Streifen ohne vordefinierte Nutzung. Zusätzlich sind 80.000 m² Grünfläche vorgesehen.

Bereits Ende 2009 beabsichtigt Asset One in Kooperation mit der Stadt Graz einen internationalen städtebaulichen Wettbewerb für die Gestaltung eines ausgewählten Stadtquartiers, welches alle Elemente des Stadtmodells enthält, auszuloben. Koppensteiner sieht diesen Wettbewerb als „proof of concept“.

Werle betonte gestern, dass die Stadt den gesamten Prozess begleitet hat und begrüßt, dass hier das große Areal nicht filetiert, sondern in einem ganzheitlichen Prozess als Gesamtareal langsam entwickelt wird. Basierend auf dem Stadtmodell, soll in der kommenden Gemeinderatssitzung ein Arbeitspaket beschlossen werden, das dem Projekt hohe Priorität einräumt und eine/n Entwicklungskoordinator/in vorsieht, die/den die Stadtbaudirektion aus eigenen Personalressourcen dem Immobilienentwickler Asset One zur Seite stellt. Außerdem soll es eine Kostenaufteilung für die Erstellung eines Rahmenplanes bis Herbst 2009 zwischen Stadt Graz und Asset One geben. Die Aufgaben des/der städtischen Entwicklungskoordinator/in, umfassen, Grundlagen für eine Entwicklungszielvereinbarung zwischen der Stadt Graz und Asset One für 2010 zu erarbeiten und den Rahmenplan bis Herbst 2009 vorzulegen, der Basis für den städtebaulichen Wettbewerb sein soll. Werle betonte, dass bei einer Änderung des Flächenwidmungsplans die Stadt dem Investor viel in die Hand geben werde, daher sei auch diese zusätzliche Vereinbarung zur Zielabsicherung notwendig.

Wenn der Zeitplan hält, könnte laut Koppensteiner bereits 2010 gebaut werden. Man spüre die aktuelle Wirtschaftskrise sehr wohl, Gerüchte, dass Asset One die Grundstücke in Reininghaus wieder abstoßen werde, stimmen nicht. Es werden sich aber mit Sicherheit Veränderungen in der Struktur der Aktiengesellschaft ergeben, meinte Koppensteiner.

Verfasser/in:
Elisabeth Lechner, Bericht

Weiterführende Links

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Graz-Reininghaus, Blick von Südwest.Foto: Asset One, Claudio Alessandri
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kuriose Gleichzeitigkeit: der Immoblienentwickler Asset One gab am 17.03. im Rathaus Graz eine Pressekonferenz zur Stadtentwicklung Reininghausgründe, wo sich einige leer stehende Gebäude befinden. Gleichzeitig warteten HausbesetzerInnen am Hauptlatz, vor

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