entwurfmethode: aus bewegung abstrahierter raum
die grundidee war das schema der wegeführung.
der erste gedanke befasste sich mit den wegen der ameisen, die auch immer wieder in peter koglers arbeiten vorkommen.
in einem ameisenhügel sind die wege sehr ineinander verschachtelt um platz zu sparen, trotzdem aber bewegungsmöglichkeit zu haben.
der zweite gedanke drehte sich um unsere umwelt, durch die wir uns tagtäglich bewegen.
unsere wege sind niemals geradlinig, wir müssen immer um irgendwelche ecken, wodurch wir mit hilfe unserer bewegung die umgebung wahrnehmen.
ich habe das gebäude in graz in der netzgasse 1-10 plaziert. dies ist ein freier bauplatz, in der nähe der keplerstraße und nicht weit entfernt vom zentrum.
dort ist das gebäude ist von 2 seiten öffentlich begehbar.
mein gebäude ist in 4 bereiche gegliedert.
2 sind der öffentlichkeit zugänglich und die anderen 2 für peter koglers private nutzung vorbehalten.
die gliederung ist klar. die privaten bereiche sind zurückhaltend, unauffällig
weiß, die öffentlichen auffallend grün, was die neugierde der passanten wecken soll.
der erste öffentliche raum ist der eingang bzw. empfang für die besucher seiner galerie.
dort befinden sich ablagemöglichkeiten und ein wc.
es besteht der eindruck als würden die außenwände durch glasbänder im obersten und untersten teil der wände schweben.
von dort aus erreicht man die galerie.
dieser bereich hat ein glasband für gute natürliche beleuchtung der kunst in der decke. weiters weist der lichteinfall bereits darauf hin, wie bewegung in diesem raum entsteht bzw. wie man sich in diesem raum bewegt.
um vielleicht ein wenig aus der bewegnug heraus zu kommen und um rein seine kunst zu betrachten, gibt es noch vereinzelt sitzsofas.
die galerie ist das zentrum das gebäudes und das element, das alle anderen bereiche miteinander verbindet
ein privater raum ist das atelier. dieses ist L-förmig und nur in den raumecken kann natürliches licht einfallen, um eine größere arbeitsfläche zu schaffen und um dem raum dynamik zu verleihen, welche durch die untypischen aus- und einblickmöglichkeiten entsteht.
der größte und eigentlich dominanteste teil des ganzen ist sein wohnraum.
dieser schlingt sich um die galerie, schafft sichtverbindung zum atelier und ist abschluss des gebäudes.
der wohnbereich unterteilt sich in 5 bereiche.
die eingangssituation befindet sich am nullniveau, anschließend folgt das wohnzimmer auf 1m höhe mit interessantem lichteinfall, sprich lichteinfall am boden und dann wieder ab brusthöhe.
den nächsten bereich, der sich wieder um 1m höher befindet, bilden küche und bar, welche einen tollen ausblick über die gesamte wohnsituation bieten.
von der küche kann man dann in den um 50cm höheren schlafbereich oder in das bad gelangen, das sich dann wieder am nullniveau befindet.
die strikte unterteilung der nutzungsbereiche und die wegeführung spielen eine große rolle, um den raum bewegt wahrzunehmen.
die bewegung im raum wird unterstützt durch die großen glasflächen, die die verschiedensten lichteinfälle zulassen. weiters lässt die umgebung die man durch die glasfronten wahrnimmt auch bewegung einfließen.
- Verfasser/in:
- Barbara Hudelist








