Das Konzept war ein Gebäude zu entwickeln, welches einerseits als Wohnraum für den Künstler Peter Kogler dient und andererseits auch als öffentliches Forum und als Umschlagsplatz für Ideen und Projekte verschiedener Künstler.
Es entstand eine Verschmelzung von Wohnen und Arbeiten.
Die Raumform findet ihren Ursprung in einem Film auf der Homepage von Peter Kogler.
Darin ist eine Videoinstallation zu sehen, in der sich Organismen sehr schnell über die Projektionsfläche bewegen.
Daraus wurden die Bewegungslinien einzelner Organismen herausgelesen. So ergaben sich die Ausgangslinien, die als Vorlage für die Formentwicklung dienten.
Es wurden konsequent nur diese Kurvenlinien herangezogen.
Nun folgte ihr Positionieren im Raum, also in der dritten Dimension.
Zwischen ihnen wurden Netze aufgespannt, die dem späteren Raum seine Hülle gaben.
Es sind vorwiegend im Arbeitsbereich groß dimensionierte transparente Flächen angebracht, so kann man die Arbeiten auch von Außen in ihrer Wirkung wahrnehmen
und auch die Wechselwirkung zwischen gebauten Körpern und bewegtem Motiv beobachten.
Die Gebäudehülle wird zur Projektionsfläche für Installationen.
Organisation des Gebäudeinneren
Die übergeordnete Gebäudehülle beinhaltet verschiedene Räume, die auf Stützen gestellt sind und so vom Erdgeschossniveau in ein höheres verlagert sind.
Zwischen den Säulen können wiederum bedruckte Membrane, Siebdrucke oder andere Installationen gespannt werden.
Durch eine Verbindungstreppe kann nun ein galerieartiger Gang erreicht werden, von dem aus man die einzelnen Räumlichkeiten erschließen kann.
Für die Frischluftzufuhr sind Röhren angebracht, die durch die Dachhaut stoßen.
Sie finden sich einmal in P.K. Werk wieder und andererseits korrespondieren sie mit dem Gangsystem zu den Räumen hin.
Mobile Wandflächen dienen als Trennelemente zwischen Wohnbereich und öffentlichem Bereich. Sie fungieren auch als Ausstellungswände.
Zwischen ihnen sind Netze gespannt, so bleibt die visuelle Verbindung erhalten.
Ich positionierte mein Projekt im Lumpini-Park in Bangkok, weil in der Stadt selbst eine starke Reizüberflutung herrscht.
Das Objekt würde in seiner Funktion als Interaktionsort zwischen Künstlern und Passanten so kaum Beachtung finden.
Der Name leitet sich von dem Umstand ab, dass Künstler hier arbeiten können, entweder direkt vor Ort oder über Internet.
Außerdem sollen auch Laien angesprochen werden, indem sie Ausstellungen besuchen können oder selbst aktiv werden und z.B. die Fassade mit ausgewählten Motiven bespielen.
- Verfasser/in:
- Ingrid Maria Pohl









