300 Menschen demonstrierten letzten Freitag für die Erhaltung des "Kommodhauses", während gleichzeitig der Dachstuhl abgetragen wurde.
"Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit konnte eine Gefährdung des Lebens und der Gesundheit von Menschen bzw. der Sicherheit von Sachen ausgeschlossen werden."*
Dies galt zumindest für das "Kommodhaus", weil dieses gut abgesichert war und sein Dachstuhl, (dem eine eventuelle Gefährdung gutachterlich bescheinigt worden war), Sparren für Sparren sorgfältig abgetragen wurde, während 300 Menschen den eindrucksvollen Plädoyers für die Erhaltung des Hauses ihre Zustimmung bekundeten.
Unabhängig davon, ob sich der Einsatz für das Gebäude auf seine Geschichte bezieht, die Jahrzehnte zurückreicht als Ort der Begegnung in Form eines "kommoden" Lokales oder Jahrhunderte auf seine Bedeutung als "erstes Opernhaus von Graz": In jedem Fall ist die Ecke Einspinnergasse 7/ Burggasse 15 Ort der Aufmerksamkeit, der es verdient, ihm "nachzugehen" und dranzubleiben.
Und noch während der Demonstration wurden die Verhandlungen fortgesetzt, deren Ausgang noch offen ist.
* So lautete das zu bearbeitende Beweisthema der zuletzt in Auftrag gegebenen Gutachen über den baulichen Zustand des Kommodhauses; eine Definition, der wohl nur wenig Gebautes zu Hundert Prozent standhalten könnte.
Weiterführende Links
- 07 10 03 KLEINE ZEITUNG > Fall Kommod: Misstrauensantrag geplant
- 03 10 2003 KLEINE ZEITUNG > Kommod-Haus: ICOMOS-Präsident besorgt um Grazer Weltkulturerbe-Status >
- 03 10 2003 NETZWERK DENKMALSCHUTZ ÖSTERREICH Kommod-Haus: Abbruchgegner besetzen Haus - Protestkundgebung
- 04 10 2003 KLEINE ZEITUNG > Strohhalme und Transparente > Michael Saria
- 05 10 2003 KLEINE ZEITUNG > Neue Lösung für "Kommod"-Haus möglich
- 05 10 2003 ORF ONLINE "KOMMOD"-HAUS Abbrucharbeiten auch am Wochenende





