K&Ö-Dachausbau von UNESCO abgesegnet

Der adaptierte Entwurf zum K&Ö-Dachaufbau in Graz wurde am 20. Oktober von UNESCO-Experten abgesegnet, die nun keine Unvereinbarkeit mit dem Weltkulturerbe-Titel mehr seh

21/10/2006

Nach mehrstündigen Verhandlungen am Nachmittag des 20. Oktober stand das Ergebnis endlich fest: Der jüngste Entwurf des spanischen Architektenteams Nieto/Sobejano für die Neugestaltung der Dachlandschaft von Kastner & Öhler wurde nun von den Experten der UNESCO in allen kritischen Punkten abgesegnet.

Lediglich einige kleinere Korrekturen bezüglich der Höhe und des Materials der Dachabdeckungen wurden von den beiden UNESCO-Vertretern Irene Wiese von Ofen und Tamás Fehérdy noch eingemahnt. Abgesehen davon erteilt man dem Projekt einen Vertrauensvorschuss, wie Wiese von Ofen betont: „Wir geben grünes Licht und sehen nun definitiv keine Unvereinbarkeit mit dem Weltkulturerbe-Titel mehr.“

Für die beiden K&Ö-Vorstände Martin Wäg und Thomas Böck sind die verlangten Änderungen „jedoch ohne größere Probleme machbar“ und die empfohlenen weiteren Anpassungen an die historische Dachlandschaft der Altstadt „sollen in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Graz und der ASVK“ erfolgen. Geklärt werden soll u.a. noch die Frage, ob die Platten der Dachabdeckungen aus einer Bronzelegierung oder Keramik bestehen werden. Welchem der Materialien der Vorzug gegeben wird, soll mit Hilfe von Probedeckungen auf den bestehenden Dächern gemeinsam mit Vertretern der ASVK entschieden werden.

Der Bebauungsplan wird daher aller Voraussicht nach am 16. November vom Grazer Gemeinderat auf Grundlage der Empfehlung der UNESCO beschlossen werden und „einem Baubeginn im Frühsommer 2007 stehen somit praktisch keine Hindernisse mehr entgegen“, erklärte Martin Wäg, „denn die erforderliche Rechtssicherheit ist gegeben und man kann somit zur Detailarbeit übergehen“.

Verfasser/in:
Josef Schiffer, Bericht
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Der überarbeitete Entwurf findet das Wohlgefallen der UNESCO: Irene Wiese von Ofen im Gespräch mit Bgm. Siegfried Nagl und den sichtlich erleichterten Kastner-Vorständen Martin Wäg (ganz li.) und Thomas Böck (ganz re.).

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