01 Allgemeines
Auslober: Stadtgemeinde Eisenerz
Verfahrensbetreuer: Wohnbund Steiermark, Nussmüller Architekten ZT GmbH., SCAN-Agentur f. Markt- u. Gesellschaftsanalytik
Auftraggeber: Land Steiermark, Abteilung 16, Landes- u. Gemeindeentwicklung
Ort: Stadtamt Eisenerz, Sitzungssaal
Datum: 7. September 2006
Beginn: 10.45 Uhr
Ende: 00.15 Uhr
Anwesende Juroren:
Elisabeth Gründler, Fachmedien, Hannover
Arch. DI Rainer Kasik, Architektur (AIK)
Prof. Dr. Werner Sewing, Soziologie, Architektur, Berlin
Vzbgm. Christine Holzweber, Stadtgemeinde Eisenerz
Vzbgm. Gerhard Niederhofer, Stadtgemeinde Eisenerz
DI Martin Wieser, Stmk. LReg., Abteilung 16
Mag. Markus Seidl, Österr. Raumplanungskonferenz
Bgm. Walter Hubner, Obmann Steirische Eisenstraße (10.45-18.45 Uhr)
Zuhörer:
DI Gerald Sark, ehem. Mitarbeiter Stmk. LReg., (10.45 bis 20.45 Uhr)
Mag. Rainer Rosegger, SCAN-Agentur, (11 bis 12 Uhr, 20.00 bis 0.15 Uhr)
LBD DI Gunther Hasewend, Stmk. LReg. (16.30 bis 20.45 Uhr)
Arch. DI. Werner Nussmüller (23.00 bis 00.15 Uhr)
Von der Stadtgemeinde Eisenerz: Beatrix Brandstätter
Büro Arch. Nussmüller: DI Dr. Robert Pichler, Vorprüfer
Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge:
Die Wettbewerbsbeiträge werden vom 27.11.2006-10.12.2006 im Stadtamt von Eisenerz, während der üblichen Amtszeiten ausgestellt.
Zweites Hearing
Das zweite Hearing für die Weiterbearbeitung der fünf ausgewählten Projekte findet am 02.10.2006, um 16.00 Uhr im Stadtamt von Eisenerz statt. Die Teilnahme ist verpflichtend.
_02 Begrüßung, Einführung, Konstituierende Sitzung
_Begrüßung durch den Auslober
Bürgermeister Mag. Gerhard Freiinger begrüßt die Jury des Internationalen
Ideenwettbewerbes „Eisenerz 2021“ und die Zuhörer sehr herzlich.
_Einführung durch den Verfahrensbetreuer
Die Einführung übernimmt Dr. Pichler, weiters stellt er das Programm des heutigen Tages vor und fordert die Anwesenden zur Wahl eines Vorsitzenden auf.
Sein Vorschlag lautet, dass die Jury jenen Juror als Juryvorsitzenden wählt, der von der Architektenkammer nominiert wurde.
Darauf hat die Jury einstimmig Hrn. Arch. DI Rainer Kasik zum Vorsitzenden gewählt, der die Wahl auch annahm. Dr. Pichler hat anschließend die weitere Leitung an Herrn Kasik übertragen.
_Konstituierende Sitzung, 11.00-13.00 Uhr
Die Konstituierende Sitzung erfolgt ab 11.00 Uhr unter der Leitung von Arch. DI Kasik, nacheinander werden einstimmig gewählt:
_ Vorsitzender-Stellvertreter: Dr. Sewing
_Schriftführerin: Vzbgm. Holzweber
_Schriftführer-Stellvertreter: Bgm. Hubner
Die Beschlussfähigkeit wurde festgestellt.
Nach Befragung gilt für keinen der anwesenden Preisrichter Befangenheit. Die Preisrichter werden auf die Verschwiegenheitspflicht über die Vorgänge innerhalb des Preisgerichtes bis zum Vorliegen des Wettbewerbsergebnisses hingewiesen. Die Jury fasst den einstimmigen Beschluss, dass die Eisenstraße, die bisher kein Stimmrecht hatte, ein Stimmrecht erhält.
_Vorprüfungsbericht
Herr Pichler liest die Punkte 1-6 des Vorprüfungsberichtes vor. Diese sind:
_1. Anzahl der angeforderten Unterlagen: Es haben insgesamt 49 Projektteams die Unterlagen angefordert.
_2. Anzahl der abgegebenen Projekte: Es haben insgesamt 29 Teams ein Projekt eingereicht
_3. Zu spät abgegebene Projekte:
Die Abgabefrist endete am 01.09.2006 um 12.00 Uhr. Fünf weitere Projekte wurden zu einem späteren Zeitpunkt abgegeben. (Datum und Uhrzeit ist der Abgabeliste zu entnehmen.
Die Jury hat darüber zu entscheiden ob diese Projekte in die Jury mit aufgenommen werden.
_4. Änderung des Projektteams: Sämtliche Teammitglieder mussten bei Anforderung der Wettbewerbsunterlagen ihr Projektteam namhaft machen. Ein Projektteam beendete vorzeitig die Zusammenarbeit. Beide Projektpartner teilen dies dem Verfahrensbetreuer mit. Beiden Projektpartner wurde mitgeteilt, dass eine Änderung des Projektteams möglich sei. Allerdings sei der neue Projektpartner dem Verfahrensbetreuer mitzuteilen. Dies erfolgte nur von einem Teil des ursprünglichen Projektteams.
_5. Ablauf der Vorprüfung:
Die eingereichten Projektunterlagen (29) wurden am 05.09.2006 um 15.00 Uhr von Frau Brandstätter (Stadtgemeinde Eisenerz) an Mag. Rainer Rosegger und Dr. Robert Pichler übergeben (Vorprüfer). Die Vorprüfung fand am 05.09.2006 von 15.00-20.00 Uhr und am
06.09.2006 von 10.00-13.00 Uhr im Gemeinderatssaal der Stadtgemeinde Eisenerz statt.
Die Verfasserbriefe wurden Frau Brandstätter am 06.09.2006 um 13.00 Uhr zur Verwahrung übergeben.
_6. Prüfkriterien: Die eingereichten Unterlagen wurden nach folgenden Kriterien geprüft:
Umfang der eingereichten Unterlagen, Einhaltung der Anonymität, Zeitpunkt der Abgabe.
Jedem Projekt wurde ein „charakteristisches Stichwort“ als Orientierungshilfe zugeordnet. Für jedes Projekt wurde ein Prüfblatt angelegt, indem die Ergebnisse der Vorprüfung festgehalten wurden.
_Entscheidung über zu spät eingereichte Projekte
Da die Projektunterlagen bis zum Beginn der Vorprüfung nicht geöffnet wurden, konnte kein Wettbewerbsteilnehmer Einsicht in die übrigen Projekte nehmen. Um für den Auslober das best mögliche Ergebnis sicherzustellen wurde einstimmig beschlossen, diese Projekte trotzdem in der Wertung zu belassen. (1 Projekt am 1. 9. 2006 um 12.15 Uhr, 1 Projekt am 4. 9. 2006 um 8.14 Uhr, 1 Projekt am 4. 9. 2006 um 8.20 Uhr, 1 Projekt am 4. 9. 2006 um 8.20 Uhr und 1 Projekt am 5. 9. 2006 um 7.40 Uhr).
_Abstimmungsmodus und Prüfkriterien
Der Vorsitzende schlägt vor, sollte eine Abstimmung über ein Projekt mit 4:4 Stimmen ausgehen, so lange zu diskutieren, bis eine Entscheidung fällt. Der Vorschlag wird von der Jury einstimmig angenommen. Es gilt, die eingereichten Projekte in einer ersten Entscheidungsrunde auf 10 Projekte einzuschränken. In der ersten Entscheidungsrunde sind innovative und ungewöhnliche Ansätze zu suchen. In der zweiten Entscheidungsrunde werden aus den verbliebenen 10 Projekten fünf Preisträger ausgewählt.
_Zielsetzung und Prüfkriterien
Die Preisrichter diskutieren die Zielsetzungen und Prüfkriterien des Wettbewerbes.
Zielsetzungen der Auslobung sind:
_Altstadt als Identifikationspunkt
_Gezielte Attraktivierungsmaßnahmen
_Aufzeigen von Möglichkeiten und Chancen
_Lebenswertes Umfeld – 4.000 Einwohner
_Akzeptanz des Schrumpfens
_Innovative und ungewöhnliche Lösungen
_„Städtebauliches Bild“ – Zukunftsszenario 2021
_Begründeter Leitgedanke
Prüfkriterien:
_Soziale Kriterien
_Ökonomische Kriterien
_Städtebauliche Kriterien
_Realisierbarkeit
_Rundgang
Anschließend findet ein erster Besichtigungsrundgang durch die Juroren statt.
Pause von 13.00 bis 15.00 Uhr
_03 Auswahl der Preisträger 15.00 bis 23.40 Uhr
_Erste Entscheidungsrunde 15.00 bis 19.00 Uhr
Zuerst werden die Projekte noch einmal eine Stunde lang im Rahmen eines Rundganges
von den Juroren geprüft. Anschließend vergibt jeder Juror fünf Punkte.
Diese Bewertung ergab folgendes Ergebnis:
6 Punkte für Projekt Nr. 22
4 Punkte für Projekt Nr. 5, 13, 17, 24
3 Punkte für Projekt Nr. 7, 25, 20
2 Punkte für Projekt Nr. 6, 11
1 Punkte für Projekt Nr. 1, 23, 27, 18 und 26
_Diskussion über die Bewertung
Nacheinander geben die Preisrichter ihre Begründung für die Befürwortung bzw. die Ablehnung der bewerteten Projekte in Kurzform bekannt.
_Projekt Nr. 22:
„Extremsport – Kunst-Hand-Werk – Bildung“
Ein Juror gibt diesem Projekt keine Stimme, da für ihn der Projektansatz für einen Ideenwettbewerb zu konservativ ist. Obwohl es städtebaulich gute Ansätze hat, zeigt es doch Schwäche betreffend einer konkreten Umsetzung.
Ein Juror befürwortet dieses Projekt, da es Sport, Kunst und Handwerk zum Inhalt macht. Es werden Chancen für die Jugend gesehen (aufgrund dualer Schulbildung), es beinhaltet eine allgemein gute Auseinandersetzung mit dem Straßentunnel (visionäre Sichtweise), dem Ausdünnen und dem Abbruch.
Ein Juror befürwortet die Vielfalt der Standbeine – Sport, Bildung, Handwerk (=gleichzeitig Bildungsprojekt) – das Kultivieren eines Know-how-Zentrums Vorort. Die Vision Tunnel findet er, obwohl anfangs übersehen, als sicher wichtig.
Ein Juror hat vorerst gezögert, den Tunnel findet er nicht so wichtig. Das Projekt hat gewisse Bodenhaftung, eine Globalisierung könnte daraus gemacht werden und es weist gewissen Realismus auf.
Ein Juror bewertet das Projekt als überwiegend positiv, den Schwerpunkt sieht er im Bereich Bildung, Kunsthandwerk könnte sich vorsichtig entwickeln, muss aber erst neu entdeckt werden. Der Gedanke zu Rückbautendenzen ist vorhanden.
Ein Juror meint, die Kombination Kunst, Handwerk und Bildungsmöglichkeiten wären abzusichern. Der Extremsport, hier sicher gemeint z. B. das Erzberg-Rodeo, bringt Nutzen für die ganze Region.
Ein Juror erklärt, dass bei diesem Projekt Bodenhaftung gegeben ist, es mehrere Säulen beinhaltet, die ausbaufähig sind., Sieht ebenfalls im Sport Nutzen für die Region, im Handwerk in erster Linie Nutzen für Eisenerz. Der Tunnel ist im Moment Utopie aufgrund von fehlenden finanziellen Mitteln.
Ein Juror gibt diesem Projekt keine Stimme, es fehlt der Grundgedanke, wovon die Jugend leben soll, es fehlen Angebote für die Jugend. Fraglich ist, ob Handwerk zukunftsträchtig ist, und die Jugend trotz guter Ausbildung wegziehen muss.
_Projekt Nr. 5:
„re-think, re-do Eisenerz“
Ein Juror findet den Vorschlag für den Siedlungsumbau gut und die Einbindung der Bevölkerung als positiv. Ansprechend sind die beiden Schritte, re-think und re-do, sowie exemplarisch 3 Kategorien – Geschichte, Leerstand, Abwanderung, sowie im 2. Schritt die konkreten Umsetzungsvorschläge. Vom städtebaulichen Ansatz ist dieses Projekt eher nicht so gut.
Ein Juror gibt diesem Projekt keine Stimme, der Text beinhaltet den Wortlaut „Denkfabrik“ und Projekte dieser Art hat es in Eisenerz schon viele gegeben. Alle Eisenerzer wurden eingeladen, fast niemand hat sich daran dann beteiligt.
Für einen Juror hat dieses Projekt den Großteil der Anforderungen abgedeckt, den er sich vorstellt. Er findet es geistig innovativ und es schließt den Rückbau mit ein.
Ein Juror befürwortet dieses Projekt, die Stärken liegen in der Privatökonomie und der Partizipation, und es spricht die Leerstände und die Abwanderung an.
Ein Juror sieht im Projekt intellektuelle Grundzüge, Mentalitätswandel, weniger die
Partizipation.
Ein Juror hat dieses Projekt nicht gewählt, die markant hervorgehobenen Sätze findet der Juror nicht gut, es ist zu abstrakt, die positiven Aspekte werden nicht wahrgenommen. Es sollte die Bevölkerung einbezogen werden.
Einen Juror hat dieses Projekt nicht überzeugt, es beinhaltet zu wenig konkrete Aussagen.
Ein Juror gibt diesem Projekt ebenfalls keine Stimme. Er findet, es ist inhaltsleer, hat keine Zukunftsidee, welche ja Ziel des Ideenwettbewerbes gewesen wäre.
_Projekt Nr. 13:
„Plattform eisenHerz“
Ein Juror hat dieses Projekt gewählt, da es einen umfassenderen Blick auf die Problematik beinhaltet. Hier wird ein internationales Netzwerk gedacht, in das ausgewanderte Eisenerzer einbezogen werden.
Ein Juror gibt diesem Projekt keine Stimme, da für den Juror der Rückbaugedanke sowie soziale Komponenten nicht vorhanden sind. Eine Art „Vernetzung“ mit auswärtigen Eisenerzern wäre aber zu begrüßen.
Ein Juror wählt dieses Projekt, schließt sich den Argumenten der Vorredner an.
Ein Juror sieht eine Vernetzung positiv, aus Erfahrung weiß er, dass Eisenerzer, die z. B. in Graz wohnhaft sind, nach wie vor „überzeugte Eisenerzer“ sind.
Ein Juror gibt dem Projekt eine Stimme, die Umsetzung ist hier besser vorstellbar.
Ein Juror wählt dieses Projekt nicht, die Idee kann nur eine Begleitmaßnahme darstellen.
_Projekt Nr. 17:
„Zukunftsszenario 2021“
Ein Juror gibt dem Projekt keine Stimme, die Idee „50+“ ist zu nahe liegend, fast aufgesetzt. Es ist ein Versuch, eine „ältere“ Stadt positiv zu sehen, und städtebaulich als Projekt nicht nachvollziehbar, tatsächliche Auswirkungen sind ebenfalls nicht nachvollziehbar.
Ein Juror wählt dieses Projekt nicht, der Gedanke, nur aufs Alter zu setzen, ist nicht überzeugend.
Ein Juror sieht es als den falschen Weg, nicht die ältere Bevölkerung sollte forciert werden, sondern die Jugend.
Ein Juror gibt dem Projekt seine Stimme. Die Idee tauchte schon öfters auf, ältere Menschen, z. B. aus Ballungszentren in einer ruhigen Gegend anzusiedeln, die beim Kommen noch sehr mobil sind. Es gefällt die Aufschlüsselung von Aktivitäten, ebenso der Bereich Pflege und Senioren bzw. entsprechende Ausbildungsmöglichkeit und die Vision, ab 2021 den Umstieg geschafft zu haben. Weiters gefällt der Gedanke Erzberg und touristische Nutzung nebeneinander.
Ein Juror gibt dem Projekt keine Stimme, es erfüllt die Kriterien schwerpunktmäßig nicht. Bei
entsprechender Gestaltung des Bereiches Münichtal wären die Strukturen vorstellbar. Das Projekt könnte als guter Baustein verwendet werden, Eisenerz mit dem Titel „Seniorenstadt Österreichs“ ist für ihn nicht vorstellbar.
Ein Juror hat diesem Projekt eine Stimme gegeben, obwohl „50+“ kein Marketingslogan sein kann. In dem Projekt wurde Nahe liegendes aufgegriffen, der Ansatz zu einer neuen Dienstleistungsgesellschaft ist zu sehen. Es ist eine Übergangsstrategie, an Vorhandenes anzuknüpfen. Aktivitäten und Kulturprogramme sind sowohl für die Jugend als auch für die Menschen mit 80 Jahren zu erstellen.
Ein Juror hat diesem Projekt zugestimmt. Das Gemütlichkeitsimage kann eher die Älteren ansprechen und appellieren. Ältere Menschen sind jedoch an ihren Lebensstil gebunden. In Zukunft wird der Altersdurchschnitt überall bald so sein. Gesundheits- und Wellnessaktivitäten für ältere Menschen sind bereits jetzt im Zunehmen. Im Alter von 60 Jahren werden Menschen im mittleren Alter sein, Aktivitäten sind bis zu einem Alter von 80 vorzusehen.
Ein Juror findet, der grundsätzliche Gedanke sollte weiterverfolgt werden. Ihn stört bei diesem Projekt, dass der Erzberg nicht vorkommt, ob eine Verknüpfung „Extremsport und 50+“ zu schaffen ist, bleibt fraglich.
Ein Juror fügt hinzu, dass die heutigen Erfahrungen von 50-Jährigen sozusagen alte Erfahrungen sein werden. Weiters informiert er darüber, dass Jugendliche in Deutschland sich über vorgelegte Fotos der Stadt Eisenerz teilweise negativ äußerten, sie könnten sich nicht vorstellen, in dieser Stadt zu wohnen. Der Weg, weg vom Industriegebiet, hin zum Tourismus wäre zu begrüßen.
_Projekt Nr. 24:
Erlebnis, Sport , Erholung
Ein Juror gab diesem Projekt keine Stimme.
Ein Juror hat dieses Projekt gewählt, es hat fasziniert, dass dieses Projektteam sich sehr gut mit Eisenerz beschäftigt hat. Vergangene Studien haben sich hier wiedergefunden, es ist eine Art Zusammenfassung der bisherigen Studien. Es könnte viel Positives umgesetzt werden. Im Projekt ist Rückbau ein Thema. Die Idee, Eisenerz zur Bezirkshauptstadt bzw. einer Expositur zu machen, ist gut.
Ein Juror gibt dem Projekt ihre Stimme, man kann konkret ins Einzelne gehen. Eisenerz zur Bezirkshauptstadt zu machen könnte politisch gefordert werden. Guter Gedanke, die Funktionen wieder zu verteilen. Im Projekt findet man auch die Revitalisierung der Altstadt und Gedanken in die Fußgängerzone.
Ein Juror sieht den Gedanken, einer neuen politischen Einteilung positiv, hier ist die Stadt gefordert, Städte wären derart aufzuwerten.
Ein Juror meint, es fehlt der Leitgedanke, die Möglichkeit, Bezirkshauptstadt zu werden, ist undenkbar, der Trend geht eher in Richtung „aus 3 wird 1“. Die Idee ist ein künstliches Implantat auf Zeit und nicht sinnvoll, das Projekt grundsätzlich weit weg von der Realität.
Ein Juror gibt dem Projekt eine Stimme, in den 90-iger Jahren gab es ein Leitbild, ein regionales Entwicklungsprogramm, doch wie wir heute sehen, ist genau das Gegenteil passiert (z. B.: Schließung des Bezirksgerichtes). Im Projekt geht man zwar konkret auf den Rückbau ein, es fehlen jedoch Zukunftsgedanken.
Niederhofer ist der Ansicht, dass die Gesamtstruktur erarbeitet werden muss.
Ein Juror meint, es braucht keinen Ideenwettbewerb für alte Ideen. Das Projekt lässt offen, was die Weiterfolge nach dem Rückbau sein wird.
Ein Juror ergänzt, dass der Rückbau willentlich geschieht, um Freiflächen für Private und Industrie zur Verfügung stellen zu können.
Ein Juror erkundigt sich, warum dann der Rückbau für Eisenerz ein Problem darstellt.
Ein Juror antwortet, dass die finanziellen Mittel fehlen und bis vor 2 Jahren keinerlei Unterstützung vorhanden war.
Projekte mit weniger als vier Punkten
Es wird einstimmig beschlossen, die weiteren Projekte (weniger als vier Punkte), nur von den
Preisrichtern, die die Projekte gewählt haben, begründen zu lassen.
_Projekt Nr. 7:
„Der Berg als Kraftpunkt“
Ein Juror erklärt, ihm haben der städtebauliche Charakter und das Wiederaufgreifen des „Vitalbades“ gefallen.
Ein Juror gefällt die Idee, den Erzberg als Lebensfeld zu sehen, auch soziale Komponenten sind zu finden, die Einbeziehung des Landeskrankenhauses und der Senioren und der Möglichkeit der Forschung für Eisenerz.
Ein Juror sieht die vorgesehene Doppelfunktion des Erzberges als positiv, ebenso die Perspektiven mit der Stadt Leoben, die Einbeziehung des bestehenden Potentiales (z. B.: Nord. Ausbildungszentrum) und die der Auslands-Eisenerzer.
_Projekt Nr. 25:
„Bezirkshauptstadt“
Ein Juror zieht seine zu diesem Projekt abgegebene Stimme zurück. Begründung: Bezirkshauptstadt.
Ein Juror gefällt der Gedanke des politischen Zentrums.
Ein Juror gibt seine Stimme dem Projekt, die Rückbaugebiete finden seine Zustimmung.
Ein Juror sieht in dem Projekt gute Ideen, fraglich ist z. B. jedoch die Idee der Vergrößerung des Sees im Hinblick auf die Realisierung.
_Projekt Nr. 20:
„Rückbau baut auf“
Ein Juror findet in dem Projekt gute Gesamtideen, die detailliert nachvollziehbar sind. Mit dem Stadtkern hat man sich gut auseinandergesetzt.
Ein Juror sieht klare Strukturierung, vom Münichtal bis zur Altstadt, Sondernutzungen, Wohngebiete, Fußgängerzone. Es enthält Schwerpunkte der schulischen Bereiche etc.
Anmerkung: Herr Bgm. Hubner (Obmann Steirische Eisenstraße) hat terminliche Verpflichtungen und kann nicht weiter an der Jury teilnehmen. Hubner wird seine abgegebenen Stimmen an die Projekte so belassen. Vom Vorsitzenden wird eine Stimmübertragung überlegt.
Man einigt sich jedoch einstimmig, dass Hubner, bevor er die Sitzung verlässt, seine Begründungen zur Stimmabgabe zum Projekt Nr. 1 und 6 noch abgibt.
_Projekt Nr. 1:
Lösungsvorschläge modellhafter, förderungsorientierter, stufenweiser Bearbeitungs- und
Entwicklungsschwerpunkte
Ein Juror findet dieses Projekt aussagekräftig, gut strukturiert mit konkreten Lösungsansätzen. Es beschäftigt sich mit der Gestaltung des Ortseinganges. Kinder und Senioren wurden hier ebenfalls einbezogen.
_Projekt Nr. 6:
„Lebendige Vergangenheit“
Ein Juror hat diesem Projekt eine Stimme gegeben, die Idee ist einfach und konkret. Touristische Infrastrukturen wie Hauly und Erzbergbahn zu verbinden und die Touristen in die Altstadt zu bringen, gefällt. Interessant wären hier die Konsequenzen, jedoch wird in diesem Projekt keine Rückbaustrategie angewandt.
Ein Juror informiert, dass er sich seit 20 Jahren mit den Angelegenheiten der Erzbergbahn beschäftigt. Die Vorgaben der Auslobung wurden nicht erfüllt und so kann dieses Projekt
seine Zustimmung nicht finden.
Ein Juror wählt dieses Projekt, da es versucht, die Menschen in die Altstadt zu bringen u. in der Region zu behalten. Er würde diesem Projekt gerne eine Chance geben, um zu sehen, in welcher Form die weitere Bearbeitung ausfällt.
Ein Juror erklärt, es bestehen seit 1991 Bemühungen, den Berg und die Stadt zu verbinden.
_Projekt Nr. 11:
„Drei Engel für Eisenerz“
Ein Juror gibt dem Projekt eine Stimme, weil es die Bevölkerung in mehreren Phasen einbezieht. Dies sieht sie als erfolgreichen Weg.
Ein Juror gefällt der städtebauliche Ansatz, eine Methode ist entwickelt worden und eine konkrete Umsetzung ist möglich. Im Projekt werden sehr viele Aspekte abgedeckt. Auch der Slogan „3 Engel für Eisenerz“ ist ein sympatischer Ansatz. Das Team hat sich intensiv mit Eisenerz beschäftigt.
_Projekt Nr. 23:
Eisenerz thanks christo
Ein Juror sieht die Verbindung und Anknüpfung von Technologie, Kultur und Kunst sehr positiv.
_Projekt Nr. 27:
Kulturlandschaft
Ein Juror kann sagen, dieses Projekt enthält eine eigenständige Idee, es macht ein Umdenken erforderlich. Es ermöglicht, mit einfachen Mitteln eine Zukunft zu starten.
_Projekt Nr. 18:
„Regionalstadt“
Ein Juror gab hier eine Stimme ab, weil ebenfalls die ältere Bevölkerung angesprochen wird, so wie im Projekt „50+“.
_Projekt Nr. 26:
iron future
Ein Juror gefällt der biologische Zyklus, das Projekt ist technologieorientiert, um zukunftsträchtige Entwicklungsmöglichkeiten erschließen zu können.
_Ergebnis der ersten Entscheidungsrunde
Nach einer Diskussion über die weitere Vorgehensweise werden folgende Punkte einstimmig beschlossen:
_Alle Projekte die in der ersten Entscheidungsrunde keinen Punkt erhalten haben, werden aus der weiteren Bewertung ausgeschlossen.
_Alle Projekte die in der ersten Entscheidungsrunde einen Punkt erhalten haben, werden ebenso aus der weiteren Bewertung ausgeschlossen.
Somit verbleiben folgende Projekte in der Wertung:
Nr. 22, Nr. 5, Nr. 13, Nr. 17, Nr. 24, Nr.7, Nr. 25, Nr.20, Nr. 6, Nr. 11
_Pause von 19.00 bis 20.10 Uhr.
_Zweite Entscheidungsrunde 20.10 bis 23.40 Uhr
Als Einstieg in die zweite Entscheidungsrunde werden die Ziele des Wettbewerbes sowie die Auswahlkriterien nochmals diskutiert und auf ein Flip-Chart aufgeschrieben. Dabei wird allgemein festgestellt, dass kein Projekt den Zielsetzungen des Wettbewerbes vollständig entspricht. Wiederholt werden nun die noch im Auswahlverfahren verbliebenen Projekte von den Preisrichtern begründet und bewertet.
_Projekt Nr. 17:
„Der Berg als Kraftpunkt“
Ein Juror führt aus, dass die Tatsache, Eisenerz ist älteste Gemeinde, und daraus ein Leitbild zu erstellen, zu einseitig ist und sich widersprüchlich darstellt. Die Umsetzung der Idee ist nicht nachvollziehbar, ebenso ist die Darstellung mangelhaft. Ein Juror meint, dieses Projekt deckt nur einen Teilbereich ab. Ein Juror erklärt, dieses Leitbild sei undenkbar, vielleicht ist es partiell umsetzbar, auch das Image ist nicht gut gewählt.
Ein Juror hat diesem Projekt die Stimme gegeben, schließt sich jedoch den Vorrednern an und zieht somit die Stimme, für dieses Projekt zurück.
Abstimmungsergebnis:
Weitere drei Juroren ziehen ebenfalls ihre Stimmen zurück, sodass dieses Projekt einstimmig aus dem Auswahlverfahren ausscheidet.
_Projekt Nr. 25:
„Bezirk Eisenerz“
Ein Juror sieht in diesem Projekt keinen Leitgedanken sowie auch keine Basis. Ein Juror erkennt die im Projekt genannten Punkte 2 bis 6 als rein touristisch. Ein Juror erachtet die Punkte, die den Rückbau betreffen, als gut und hat das Gefühl, dass sich das Team in Eisenerz sehr gut auskennt. Ein Juror erklärt, dass zwar gute Vorschläge beinhaltet sind, diese aber nicht ausreichen bzw. zuwenig für ein Leitprojekt sind. Die Idee, den See auszubauen, ist utopisch, der Erzberg wird im Projekt nicht erwähnt.
Abstimungsergebnis:
Dieses Projekt wird somit einstimmig aus dem Auswahlverfahren ausgeschieden.
_Projekt Nr. 11:
„3 Engel für Eisenerz“
Ein Juror hält dieses Projekt für abstrakt.
Ein Juror entgegnet, es wäre nicht mehr abstrakt als auch die anderen beiden Projekte.
Ein Juror meint, im Projekt hat man sich mit dem Thema Schrumpfung auseinander gesetzt, auch soziale Kriterien wurden berücksichtigt, weiters Mitbestimmung und Partizipation.
Ein Juror erklärt, das Projekt hat eine Leitidee und beinhaltet konkrete Umsetzungsvorschläge.
Ein Juror wählt dieses Projekt nicht.
Abstimmungsergebnis:
Dieses Projekt wird einstimmig noch einmal diskutiert und verbleibt noch im
Auswahlverfahren.
_Projekt Nr. 13:
„Plattform eisenHerz“
Ein Juror führt aus, das Projekt „Plattform“ Eisenerz bzw. das Netzwerk der ehemaligen Eisenerzer eigne sich als Teilaspekt sehr gut, ist aber als Leitidee zu wenig.
Ein Juror weist auf den städtebaulichen Ansatz des Projekts – konkrete bauliche Eingriffe als „Landmarks“ in Eisenerz – hin.
Abstimmungsergebnis:
Dieses Projekt wird einstimmig aus dem Auswahlverfahren ausgeschieden.
_Projekt Nr. 5:
„re-think, re-do Eisenerz“
Ein Juror ist der Ansicht, das Projekt ist wenig kronkret, es schlägt aber doch Methoden vor, die man durchaus als realistische Vorschläge anerkennen kann.
Ein Juror sieht es als Versuch, umfassend das Umfeld zu gestalten, um Mängel zu beheben. Die Verknüpfung mit dem Siedlungsumbau ist gut, kann jedoch kein Leibild sein.
Ein Juror fügt hinzu, dass hier auf Potentiale Wert gelegt wurde, aufs Umdenken und die Mentalität.
Ein Juror würde dieses Projekt zur Weiterbearbeitung empfehlen.
Ein Juror erkennt verschiedene Denkgruppen, das Projekt beinhaltet eine gute Methodik,
jedoch kein Leitbild.
Abstimmungsergebnis:
Dieses Projekt soll wiederholt diskutiert werden und verbleibt im Auswahlverfahren.
_Projekt Nr. 6:
„Lebendige Vergangenheit“
Ein Juror ist der Ansicht, dieses Projekt bleibt einiges schuldig, es ist kein Leitbild zu finden, auch städtebaulich entspricht es nicht.
Die Idee, an Vorhandenes zu knüpfen ohne Zukunftsgedanken, ist zu wenig.
Abstimmungsergebnis:
Dieses Projekt wird einstimmig aus dem Auswahlverfahren ausgeschieden.
_Projekt Nr. 20:
„Rückbau baut auf“
Ein Juror erkennt hier eine Definition von Orten und Bereichen, wo etwas verändert werden kann, Beispiele sind nur angerissen, Wohnungen werden reduziert.
Ein Juror sieht in dem Projekt ein klassisches Entwicklungskonzept. Es setzt sich mit dem Rückbau auseinander. Gedanken für die Altstadt fehlen sowie auch die Einbeziehung der Bevölkerung. Und doch hätte dieses Projekt Potentiale zur Weiterbearbeitung.
Ein Juror ist der Ansicht, das Projekt geht eher nur auf Bauliches ein. Ein Zukunftsgedanke fehlt.
Abstimmungsergebnis:
Dieses Projekt wird einstimmig noch einmal diskutiert und verbleibt im Auswahlverfahren.
_Projekt Nr. 24:
„Erlebnis, Sport, Erholung
Ein Juror sieht starke Interventionen betreffend Berg und Stadt, schließt auch den See mit ein.
Ein Juror erkennt im Projekt nichts Neues, es ist eine Aufzählung von Altem.
Der Versuch, den Berg und die Stadt zu „vereinen“, zählt ebenfalls zu den alten Forderungen.
Ein Juror findet, es ist eher ein Wunschkatalog, die Umsetzungsmöglichkeiten fehlen.
Ein Juror findet Punkte betreffend Eisenerz aus der ehemaligen Studie „iron mountain“ wieder, aus dem Projekt „re-design“ die Punkte, die die Altstadt betreffen.
Abstimmungsergebnis:
Dieses Projekt wird einstimmig aus dem Auswahlverfahren ausgeschieden.
_Projekt Nr. 22:
„Extremsport – Kunst-Hand-Werk – Bildung“
Ein Juror erkennt die Ansätze, die Lebensqualität zu steigern, der Gedanke um den Präbichl-Tunnel, kann jedoch keine konkreten Vorschläge erkennen.
Als Leitbild wird angeführt der Extremsport, Handwerk usw. Das Projekt zeigt Schwächen in der Ausformulierung und hält grundsätzlich viele Fragen offen.
Abstimmungsergebnis:
Dieses Projekt wird einstimmig noch einmal diskutiert und verbleibt im Auswahlverfahren.
_Projekt Nr. 7:
„Der Berg als Kraftpunkt“
Ein Juror stellt die Frage, was erwartet werden kann, sollte dieses Projekt zur
Weiterbearbeitung gegeben werden.
Ein Juror stört in diesem Projekt, dass der Bereich Bildung fehlt.
Es wird festgestellt, dass die Projekte mit den Nummern 20, 22 und 7 sich sehr ähnlich sind.
Abstimmungsergebnis:
Dieses Projekt wird einstimmig noch einmal diskutiert und verbleibt im Auswahlverfahren.
Anschließend wurde über die Projekte Nr. 7 und Nr. 22 mit folgendem Ergebnis abgestimmt:
Das Projekt Nr. 7 erhielt zwei Stimmen
Das Projekt Nr. 22 erhielt vier Stimmen
Eine Stimmenthaltung.
Somit wurde Projekt Nr. 7 ausgeschieden.
Ergebnis der zweiten Abstimmungsrunde
Als Preisträger des Ideenwettbewerbes verblieben somit folgende Wettbewerbsbeiträge:
Projekt Nr: 11
Projekt Nr: 13
Projekt Nr: 5
Projekt Nr: 20
Projekt Nr: 22
Erster Nachrücker: Projekt Nr. 7
Zweiter Nachrücker: Projekt Nr. 24
Zusammenfassung des Auswahlvorgangs durch den Juryvorsitzenden:
Es wurden alle Projekte ausführlich diskutiert, die Projekte ohne Stimmen wurden sofort ausgeschieden, die Projekte mit nur einer Stimme wurden nach Diskussion ebenfalls ausgeschieden. Die Ziele wurden kurz zusammengefasst, aus 10 Projekten konnten 5 Projekte anhand der Zielformulierungen herausgefiltert werden.
Festgehalten wird, dass keines der 5 ausgewiesenen Projekte alle Ziele erfüllt hat.
Begründung
Abschließend werden die 5 ausgewählten Projekte noch einmal kurz begründet:
_Projekt Nr. 11:
Innenstadtaktivierung
Das Projekt hat eine Methodik entwickelt und eine Leitidee formuliert, stellt städtebaulichen Ansatz dar. Betreffend Innenstadtaktivierung wurde gleichermaßen eine Methodik entwickelt, so auch die Umsetzung. Im Projekt ist ein partizipativer Aspekt zu finden. Initialprojekte sollen auf Realisierung und Machbarkeit überprüft werden. Gefallen hat auch das Denken in Phasen und die grafische Umsetzung.
_Projekt Nr. 13:
„Plattform Eisenerz
Das Projekt ragt durch die kreative Idee heraus. Es bietet die Möglichkeit für den Blick nach außen durch die Einbindung der Auslands-Eisenerzer. Potentiale eröffnen Ressourcen für Eisenerz. Aus einem Manko soll eine positive Entwicklung entstehen. Abgewanderte Eisenerzer werden im übertragenen Sinn wieder nach Eisenerz geholt. Die konkrete Auswirkung dieses „Netzwerkes“ auf städtebauliche Themen wie z.B. den Rückbau sind nur schwer einzuschätzen.
_Projekt Nr. 5:
„re-think-eisenerz
Dieses Projekt beinhaltet eine methodische Vorgangsweise, diese Ansätze sind als sehr gut zu bewerten. Im 1. Schritt wird zum Nachdenken angeregt, im 2. Schritt finden sich konkrete Lösungsansätze. Positiv hebt sich der Mix im Siedlungsumbau als Voraussetzung und um Privatökonomie zu fördern hervor. Weiters sieht das Projekt die Stärkung der Privatinitiativen vor. Trotzdem muss gesagt werden, dass ein Zitat als Leitbild zu wenig ist.
_Projekt Nr. 20:
Rückbau baut auf.
Im Projekt findet sich ein städtebaulicher Ansatz, die einzelnen Gebiete innerhalb des Planungsgebietes sind gut definiert und klar strukturiert, für einzelne gibt es konkrete Lösungsvorschläge. Die Weiterentwicklung diverser Bereiche, z. B. Betriebszone, wäre wünschenswert. Die Themen Stadt und Erzberg müssen intensiver behandelt werden. Die Leitidee „Rückbau baut auf“ ist nicht zufrieden stellend. Die Empfehlung ergeht, durch Analyse der Stadt konkrete Gebiete zu finden und diese verstärkt zu behandeln.
_Projekt Nr. 22:
Extremsport, Kunst, Handwerk, Bildung
Die einzelnen Gebiete sowie auch die Infrastruktur sind relativ genau beschrieben. Weiter zu bearbeiten ist die Eingrenzung der Gebiete und das „Warum“, also die Begründung.
Positiv zu sehen ist der Versuch, mehrere Entwicklungsstandbeine zu finden. Doch außer dem Kunsthandwerk, das eher als „aufgesetzt“ gesehen wird, sind noch weitere Säulen zu suchen.
Die collageartigen Bilder werden als unbefriedigende weil unintelligente konkrete Umsetzungen empfunden. Ein nachhaltiger Nutzen der vorgeschlagenen Beispiele für die Bewohner von Eisenerz ist anzuzweifeln.
Öffnen der Verfasserbriefe
Der Vorsitzende beginnt um 23.40 Uhr die in Kuverts verschlossenen Verfasserbriefe zu öffnen und den Preisrichtern zur Kenntnis zu bringen. Dabei wurde festgestellt, dass der Wettbewerbsteilnehmer mit der Projektnummer 25 keinen neuen Teampartner nominiert hat. Daher kann bei dieser Arbeit nicht von der geforderten Teambildung ausgegangen werden. Da sich dieses Projekt weder unter den Preisträgern noch unter den Nachrückern befindet wurde es von der Jury nicht ausgeschlossen. Die Liste der Verfasser der jeweiligen Projekte liegt diesem Protokoll bei. Aufgrund der vorgerückten Stunde wird einstimmig auf die Abfassung des Protokolls am heutigen Tage verzichtet und es wird vereinbart, das Protokoll per Rundmail an die Preisrichter zu versenden und vom Vorsitzenden sowie der Schriftführerin zu unterzeichnen ist.
04 Wettbewerbsteilnehmer
Projektnummer Kennziffer Projektgruppe A: Projektgruppe B:
_01 010241 DI Peter Pichler, D-82031 Grünwald
Mitarbeiter: DI E. Wallner, DI Peter Kernc, Enrico Langer, Flowconcept Kommunikation & Design GmbH. DKfm. Maximilian Linner, Grünwald (D)
_02 678002 Eva Grubbauer, Graz, Jean Marie Corneille Meuwissen, Amsterdam (NL), Mathieu Wellner, München (D)
Mitarbeiter: Paul Adrian Schulz, Magali Lehners, Akademiestraße 21, 80939 München
_03 842021 ORTLOS architects, Arch. DI Andrea Redi, DI Ivan Redi, Graz
Mitarbeiter: aka Sabine Maier, Michael Mastrototaro, Dr. Geord Flachbart, Florian Absenger, Martin Krusche, Prof. Grigor Doytschinov, Emil Gruber, Graz
_04 546995 Prof. DI Arch. Georg Giebeler, Köln (D)
Mitarbeiter: cand.arch. Birgit Hoffmann, Mag. Melanie Klofat, Düsseldorf (D)
_05 270378 Arch. DI Mathis Murandt, Berlin (D)
Mitarbeiter: DI Marian Stoll, DI Burkhard Schelischansky, DI Mimi Nievoll, Mag. Lukas Priebsch, Wien
06 210840 DI Eva Pils, Wien
Mitarbeiter: Mag. Martin Kohlhauser, Wien
_07 707070 Arch. DI Christian ‚Andexer, Graz; DI Günter Tischler, ao.Univ.Prof.Dr. Erwin Frohmann, Dieter Fleck, 8010 Graz, Mag. Dr. Dietmar Paier, Graz
_08 112358 DI Bernd Dincher
Architekt/Stadtplaner AKS, Saarbrücken (D)
Mitarbeiter: DI Kerstin Fuchs, Dirk Voss
Dipl. Geograpf Andreas Heinke, Saarbrücken (D)
_09 615243 Arch. DI Bernd Stanzel + Mitarbeiterinnen, Wien
Mitarbeiter: DI Heimo Frisch, Anna Kaltenböck, Iris Kiesenhfoer, A.o. Univ.-Prof. DI Dr. Wolfgang Blaas, Wien
_10 012244 DI Peter Zinganel, Graz
Mitarbeiter: DI Michael Hieslmair, Prof. Dr. Angelus Eisinger, Dr. phil. Michaelk Zinganel, Wien
_11 564568 DI Eva Maria Silberschneider, Graz
Mitarbeiter: DI Tina Roj, Mag. Johanna Muckenhuber, Graz
_12 140390 Prof. DI Arch. Michael Shamiyeh MA Baukultur, Linz
Mitarbeiter: Iris Kiesenhofer, Mag. Dr. Thomas Duschlbauer MA Baukultur, Linz
_13 597393 Florian Haydn, 000y0 Architekten, Wien
Mitarbeiter: Ingrid Putz, Georg Böhm, Mirko Pogoreutz, Christoph Hofinger Sora, Wien
_14 571107 DI Claudia Klumpp, Karlsruhe (D)
DI Adriane Gunzer-Adoph, Karlsruhe, Dipl. Geograf Pascal Blum, Kaiserslautern
_15 191055 Gerhard Köstenberger, Leoben
Mitarbeiter: Usotzky Robert, Pongratz Karl, Christian Schmallegger, Leoben
_16 747679 DI Alexander Reitmeier, Augsburg (D)
Mitarbeiter: DI Matthias Fleischhauer, Simon Reitmeier, Augsburg (D)
_17 212050 Mag. Wolfgang Rappold, Arch. DI Dr. Michael Homann, Graz
18 519262 Arch. DI Susanne Büttner, Graz
Mitarbeiter: Mag. Clemens Mader, Michele Knapp, Arch. DI Peter Lorber, Graz
_19 195667 Arch. Christiane Feuerstein, Ach. Ursula Kose, Gustav Lebhart und
Stephan Marik-Lebeck, Wien
_20 270754 DI Dr. techn. Herbert Schedlmayer, Loosdorf
Mitarbeiter: Tina Seifarth, Ing. Andrea Wiener, Ing. Rene Thaller, Dr. Gerhard Floßmann, Loosdorf
_21 230836 HAUSS ARCHITEKTUR + GRAPHIK
Arch. DI Christian Huss, Graz
Mitarbeiter: Arch. DI Alexander Korb, Arch. DI C. Hauss, Dr. M. Berger, DI E. Selz Verkehr Plus, Graz
_22 202222 DI Jochen Richard, Aachen (D)
Mitarbeiter: DI Hilde Richter-Richard, MA Kulturwissenschaften R. Bäumler, Berlin
_23 165886 DI Johannes Haberl, Pöls
Mitarbeiter: Arch. DI Klaus Hernach, DI Gerhard Köhler, Thomas Amann, Mag. Heinz Kraus, Raaba
_24 020603 Arch. DI Ernst Sulzer, St. Stefan/Leoben
Mitarbeiter: DI Andreas Waclavic, Mag. Reinhard Dirnberger, Leoben
_25 193611 DI Dr. phil. Gerhard Wolfgang Salzer, Graz
Mitarbeiter: Arch. DI Ernst Sulzer, DI Andreas Waclavic, St. Stefan/Leob.,
_26 212212 Arch. DI Christian Meier, Graz
Mitarbeiter-Team A: Arch. DI Christian Meier, DI Kerstin Petschauer
Mitarbeiter Team B: Mag. Gudrun Gamsjäger, Mag. Regina Hasiba, Jürgen Klug, BWL
_27 238402 Stadt- u. Regionalplanung Dr. Paul G. Jansen, Köln (D)
Mitarbeiter: DI Dominik Geyer, Paul G. Jansen, DI Anja Boddenberg, Dipl.Geogr. Ursula Mölders, Cand.-Ing. Dominique Steiner
_28 187126 Theo Lorenz, London (GB)
Mitarbeiter: Dr. Tanja Siems, Ron Penz, London
_29 301327 STAR strategies + architecture
Rotterdam (NL)
Mitarbeiter: DI Andreas Kofler, Markus Mühlbacher, Beatriz Ramo ,Mag. Michaela Griensteidl, Wien