Protokoll der Bewertungskommission
Beginn der Sitzung der Bewertungskommission am 07.03.2006 um 10.00 Uhr
Ort: Musikerheim der Marktgemeinde Raaba
Herr Mag. Heinrich-Maria Rabl begrüßt alle Anwesenden und stellt die Beschlussfähigkeit der Bewertungskommission fest.
Anwesende:
1) Arch. Dipl.-Ing. Mikula Andreas
2) Landsbaudirektor Dipl.-Ing. Hasewend Gunther
3) Herr Mag. Gerald Gigler, FA 16, Land Steiermark
4) Dipl.-Ing. Klaudia Lösel (Freiland Umweltconsulting), als Stellvertreterin für Dipl.-Ing. Jörg Raderbauer (Freiland Umweltconsulting)
5) Mag. Heinrich Maria Rabl (Projektleiter HÖG)
6) Mag. Manfred Schöninger (Bgm. Kainbach)
7) Herr Josef Baumhackl (Bgm. Vasoldsberg)
8) Herr Johann Glettler (Bgm. St. Margarethen an der Raab)
Später durch einstimmigen Beschluss der Bewertungskommission Anwesenheit gewährt:
9) Herr Dipl.-Ing. Seeger Guido
10) Frau Dipl.-Ing. Barbara Meisterhofer
Für die Vorprüfung:
DI. Stöckl Ziviltechniker KEG mit den Anwesenden:
Architekt Dipl.-Ing. Ulrich Stöckl
Michael Egger
Dr. Dipl.-Ing. Andreas Mayer
Nicht anwesend zu Sitzungsbeginn der Bewertungskommission:
Herr Bernhard Liebmann (Obmann Verein HÖG) – ohne Vertretung bis Sitzungsende nicht erschienen
Herrn Josef Gangl (Bürgermeister Gemeinde Raaba) – ab 10.48 h von Herrn Mag. Bernhard Neumayr vertreten.
Als Vorsitzenden der Bewertungskommission schlägt Herr Mag. Heinrich-Maria Rabl Herrn Architekt Dipl.-Ing. Andreas Mikula vor. Die Wahl des Juryvorsitzenden wird einstimmig angenommen. Als Stellvertreter des Vorsitzenden wird Frau Dipl.-Ing. Klaudia Lösel vorgeschlagen und einstimmig gewählt.
Als Schriftführer wird Herr Mag. Rabl vorgeschlagen und einstimmig gewählt. Als Stellvertreter des Schriftführers wird Herr Mag. Gerald Gigler vorgeschlagen und einstimmig
gewählt.
Der Vorsitzende der Bewertungskommission stellt den Antrag, dass Herr Dipl.-Ing. Seeger Guido als sein Stellvertreter ohne Stimmrecht der Sitzung beiwohnen darf. Der Antrag wird einstimmig angenommen.
Herr Mag. Gerald Gigler stellt den Antrag, dass die Auszubildende Fr. Dipl.-Ing. Barbara Meisterhofer, ohne Stimmrecht der Bewertungskommission beiwohnen darf. Der Antrag wird einstimmig angenommen.
Herr Dr. Dipl.-Ing. Dr. Andraes Mayer stellt für die Vorprüfung die Ergebnisse der Vorprüfung vor (um 10.15h) und gibt der Bewertungskommission in einem ersten Umgang einen Überblick über die Vielfalt der Lösungsansätze der Projekte.
Um 10.40 h verlässt Herr Landesbaudirektor Dipl.-Ing. Hasewend die Sitzung der Bewertungskommission.
Um 10.49 h Herr Mag. Bernhard Neumayr erweitert als Stellvertreter für Herrn Josef Gangl (Bürgermeister Gemeinde Raaba) die Bewertungskommission.
Herr Dr. Dipl.-Ing. Andreas Mayer beendet um 11.41 h den ersten Informationsumgang. Herr Architekt Dipl.-Ing. Andreas Mikula betont zu diesem Punkt die Vielfältigkeit der Projekte und versucht eine Unterscheidung der Projekte in Arbeiten, die mit Pavillons arbeiten (2, 3, 4, 6, 8) und Projeke, die auf Pavillons verzichten.
Weiters betont Herr Architekt Dipl.-Ing. Andreas Mikula, dass es erstrebenswert wäre, wenn „ein Gestaltungsträger für alle Gemeinden gefunden würde, weil sonst mit einem Identifikationverlust zu rechnen ist.“ Über diesen Punkt entwickelt sich eine interessante Diskussion. Kombinationen zwischen Projekten verschiedener Bieter, die den Achteckstadel als gemeinsames Verbindungselement aufnehmen werden als möglich beurteilt. In der Folge wird weiters über die „standortverbindenden Themen (CI)“, über den notwendigen Rückhalt in der Region des Hügellandprojektes, die notwendige Nutzung bzw. Bespielung der einzelnen Standorte durch die einzelnen Gemeinden und Standorte. Diskutiert wird darüber hinaus über den Unterschied zwischen identitätsstiftende Maßnahmen für eine Region und dem Begriff „Dorferneuerung“.
12.10 h Pause bis 13.00 h
In der Pause verlässt Herr Mag. Bernhard Neumayr die Sitzung (12.15 h).
Herr Landesbaudirektor Dipl.-Ing. Hasewend kehrt in die Sitzung zurück (12.38 h).
Herr Mag. Bernhard Neumayr kehrt in die Sitzung zurück (13.14 h).
Nach einem ersten Rundgang ergab sich bei folgenden Projekten eine nähere Diskussion:
Projekt 2: Es sind mehr Schirme und Infopoints in der Perspektive dargestellt als in der Kostenschätzung aufgenommen. Insofern täuschen die perspektivischen Darstellungen. Der Vorsitzende der Bewertungskommission weist auf die Parallelen des Projektes mit dem der Auslobung beigelegtem Konzept „Regionaler Marktplatz“ vom September 2004 hin.
Projekt 3: Die Kosten für die Verwirklichung des Projektes belaufen sich grob bei allen Standorten ca. die Hälfte des vorhandenen Budgets. Die Kosten lassen sich gut über die Anzahl der „Hügelbäume“ steuern.
Projekt 7: Die Kosten belaufen sich auf bis zu 50% der Kosten des Budgets je Standort, bedingt durch die bewusste Minimierung der Flächen. Kleine Teile der Stadtmöblierung fehlen in der Kostenaufstellung, aufgrund der Finanzierungsreserve stellt dies kein Problem dar. Verpflichtende Vertiefung des Projektes im Verhandlungsverfahren betreffend der CI ist notwendig.
Projekt 5: Aufgrund des nicht fixierten Materials- und Ausführungsart sind die Kosten nicht abzuschätzen. Die modularen Einbauten sind nicht in der Kostenschätzung nicht enthalten. Die nicht exakte gestalterische Ausformulierung des Projektes lässt Interpretationen offen. Das Projekt entzieht sich zum Teil der konkret gestellt Situation. Durch eine Höhenstaffelung kann das Objekt entweder als „Weg“, Mauer oder in Form von Einbauten realisiert werden, und kann so je nach Anforderung der
konkreten Situationen reagieren. Verpflichtende Vertiefung des Projektes im Verhandlungsverfahren betreffend des Kosten und Technik notwendig.
Die Verhandlungen im Rahmen des Verhandlungsverfahrens sind vom Auslober, dem Verein
Hügelland zu führen.
Reihung:
Projekt Nr. 7 38,25 Punkte
Projekt Nr. 5 37,95 Punkte
Projekt Nr. 2 30,73 Punkte
Projekt Nr. 3 25,95 Punkte
Projekt Nr. 8 16,80 Punkte
Projekt Nr. 4 15,90 Punkte
Projekt Nr. 6 15,60 Punkte
Projekt Nr. 1 10,05 Punkte
Die Nachlässe auf das Honorar sind in dieser Aufstellung berücksichtigt.
Mit den beiden erstgereihten Projekten soll gleichzeitig verhandelt werden, um beiden eine Möglichkeit zur Überarbeitung zu geben. Die Notwendigkeit einer erneuten gemeinsamen Jurysitzung wird mit dem Auslober diskutiert. Eine neue gemeinsame Jurysitzung wird beschlossen.
Die Verfasserbriefe werden geöffnet und den einzelnen Bietern zugeordnet.
Projekt Nr. 1 817020 Verfasser: wolfschwenger_architekt
Projekt Nr. 2 090764 Verfasser: Arch.-Büro DI. Silvia Kerschbaumer - Depisch
Projekt Nr. 3 235813 Verfasser: Splitterwerk / Grabner ZT-KEG
Projekt Nr. 4 368054 Verfasser: Fa. Baloon_ Wohofsky ZT-KEG
Projekt Nr. 5 464443 Verfasser: Purpur.Architektur
Projekt Nr. 7 181181 Verfasser: HoG-Architektur (Arch. Hans-Jörg Luser)
Projekt Nr. 8 280506 Verfasser: Architekturbüro Spielhofer
Es fehlt demnach der Verfasserbrief von Ingenos, die Zuordnung ist eindeutig. Es kann das Projekt
Nr. 6 zugeordnet werden.
Der Vorsitzende der Bewertungskommission stellt den Antrag aufgrund der Nähe der beiden
erstgereihten Projekte das Preisgeld zwischen den Bietern zu teilen. Der Antrag wird einstimmig
angenommen.
Der Vorsitzende der Bewertungskommission stellt den Antrag mit den beiden erstgereihten Verfassern in das Verhandlungsverfahren zu treten. Der Antrag wird einstimmig angenommen.
Die Bewertungskommission empfiehlt folgende Kriterien in das Verhandlungsverfahren aufzunehmen:
1.: Für Projekt Nr. 7 (HoG): Ausarbeitung der CI-Fähigkeit mit möglicher Ausdehnung (in einfacher
Art) auf andere Standorte.
Für Projekt Nr. 5 (Purpur): Konkretisierung von Material und Kosten, Funktionalität an den Standorten,
Bezug zu den Standorten, sowie baulicher Realisierungsfähigkeit.
2.: Die Kriterien werden den beiden Bietern in einem persönlichen kommissionellen Gespräch
mitgeteilt.
Der Vorsitzende stellt den Antrag die Bewertungskommission auch das Verhandlungsverfahren durchzuführen. Der Antrag wird einstimmig angenommen.
Um 18.30 h schließt der Vorsitzende die Sitzung und bedankt sich bei allen Anwesenden.
Auf Antrag des Vorsitzenden der Bewertungskommission wird dem Projekt Nr. 8 eine Kiste prämierten Hügellandmost für besondere Verdienste um die Humoristik verliehen. Die Kosten trägt der Verein Hügelland östlich von Graz. Der Antrag wird wohlwollend und einstimmig angenommen
- Verfasser/in:
- Redaktion GAT Graz Architektur Täglich