Mit der zu errichtenden Abteilung für Neurologie erweitert sich das medizinische Spektrum des LKH Feldbach und verbessert die neurologische Versorgung der südoststeirischen Region deutlich. Als erster Umsetzungsschritt für die räumliche Unterbringung der Abteilung für Neurologie wird der Südtrakt um ein drittes Obergeschoss aufgestockt werden. In diesem wird vorerst die Ambulanz für Neurologie mit allen erforderlichen Nebenräumen untergebracht werden. Neben den Administrationsräumen entstehen Untersuchungs-/Behandlungsräumlichkeiten für Sonografie, Elektroenzephalografie (EEG), Elektro-Myographie (EMG), Logopädie sowie für die behandelnden Psychologen. Die neue Ambulanz wird über den zentralen Mittelteil erschlossen.
Einstufig geladener Architektenwettbewerb
Um eine flexible Raumaufteilung und eine ansprechende - zum Bestand des Hauses - harmonische architektonischen Lösung zu finden, wurde ein einstufiger, geladener Architektenwettbewerb mit fünf renommierten österreichischen Architekturbüros veranstaltet.
Unter dem Vorsitz des Architekten Peter Zinganel wählte die Jury das Projekt des Grazer Architektenteams INNOCAD Planung und Projektmanagement GmbH zum Sieger. Nachrücker wurde das Projekt von yes architektur.
Weitere Teilnehmer waren:
Arch. DI Hans Gangoly, Graz
kaufmannwanas.com (Oliver Kaufmann - Maximilian Wanas), Wien
n.17 architektur, Graz
Die Nettonutzfläche (NF) des Siegerprojektes hat eine Größe von 497 m². Das Bauvorhaben soll bis Juni 2009 fertiggestellt sein und € 2,8 Mio. (+/- 25 %) kosten.
Beschreibung des Siegerprojektes
(Auszug aus dem Juryprotokoll)
Das Projekt ist ein kompakter eigenständiger Baukörper, der konstruktiv auf den Strukturen des Bestandes aufgebaut ist. Die leicht aus der Achse verschwenkte Mittelgangverschließung ermöglicht beidseitig eine übersichtliche und flexible Gestaltung der Räume, die auch in Hinblick auf die spätere Nutzung als Sonderklassestation sehr gut genutzt werden kann. Die Gestaltung der Gänge durch das durchgängige „Möbel“ als leichter multifunktionaler Einbau, schafft in Kombination mit dem durchlaufenden Oberlicht einen sehr attraktiven Innenraum. Die Fassadengestaltung mit perforierten Metallbändern scheint die Problematik des Sonnenschutzes gut zu lösen und „verwebt“ den Neubauteil in spannungsvoller Weise mit dem Bestand. Die Anbindung an den Bestand ist mit der dazwischen geschalteten Terrasse gut gelöst und die Erweiterung ist einfach erschließbar.
- Verfasser/in:
- Redaktion GAT Graz Architektur Täglich
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