„Auch nach der Pannenserie ist eine rechtzeitige Fertigstellung des Stadions Klagenfurt noch möglich – aber nur wenn alle politischen Auseinandersetzungen sofort beendet werden“, sagte am Donnerstag der Präsident der Architekten- und Ingenieurkammer für Steiermark und Kärnten, Werner Nussmüller.
Nussmüller fordert die rasche Einleitung eines offenen Planungswettbewerbes auf Basis
der bereits erarbeiteten Vorgaben für die jetzt gescheiterte Ausschreibung. Nach den
Erfahrungen der Ingenieurkammer könne ein solcher Wettbewerb in einem Zeitraum von
wenigen Wochen zu einer Vergabe führen. Unmittelbar danach ist die Ausschreibung der
Bauleistungen und parallel dazu die Abwicklung der Genehmigungsverfahren möglich.
„Ein Baubeginn im Frühjahr 2006 ist absolut realistisch – ein Jahr vor der EM kann das
Stadion fertig gestellt sein“, so Nussmüller.
Er bedauere, dass die eindringlichen Warnungen der Ingenieurkammer, die das nun
offenbar endgültig gescheiterte Ausschreibungsverfahren betrafen, über mehr als zwei Jahre hinweg hartnäckig ignoriert wurden, sagte der Ingenieurkammerpräsident weiter. Dennoch wolle man helfen, dass "dieses für den Ruf Kärntens und Österreichs so wichtige Projekt letztendlich erfolgreich abgewickelt werden kann."
Ausdrücklich bot Nussmüller die Hilfe der Architekten- und Ingenieurkammer an: „Wir
bringen gerne unser Fachwissen bei der weiteren Abwicklung ein – wenn man uns ruft.“
Bereits im Frühjahr 2004 hatte das Bundesvergabeamt in einem Bescheid das Verfahren als rechtswidrig kritisiert. Schon damals hatte die Kammer auf Grund der Inhalte des Bescheides eine Neuausschreibung gefordert.Foto Startseite (c) Gepa