Ende des Jahres 2008 wurde von der Hochbauabteilung im Amt der Kärntner Landesregierung ein Ideenwettbewerb zum Leistbaren Wohnen ausgeschrieben, der sich nicht wie üblich an Architekten als Fachleute wandte, sondern für Jedermann zugänglich war.
Am 16. Feber 2009 wurde vom Preisgericht unter dem Vorsitz von Architekt Gerhard Mitterberger das Projekt des Grazer Architekten Heinz Wondra zum Wettbewerbssieger erklärt.
Anerkennungen erhielten die Projekte von
_ Meine Heimat, Gemeinnützige Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft
_ ARCH+MORE ZT GmbH, Velden
_ Arch. DI Reinhold Wetschko, Klagenfurt
_ Daniel Maerki, das Fernlicht, Wien
Statement der Jury zum Projekt des Wettbewerbssiegers
Projekt 10: Wettbewerbssieger Arch. Wondra
Der Beitrag zeigt spielerisch, dass eine Diskussion über Wohnbau ohne Gesellschaftsreflexion nicht zielführend ist.
Nur Beweglichkeit im Gesamtkontext kann eine Weiterentwicklung ermöglichen. Hier sind sowohl Besitzstrukturen, Verwaltungs- und Umsetzungsstrukturen genauso gefordert wie Planungs- und Bautechnologien.
Grundlage des Beitrages bietet ein erfrischender Gesellschaftsabriss / Lebenszyklus im Cartoonformat. Das konkrete Beispiel ist ein aus dem Einfamilienhaus entwickeltes teilbares Wohnungskonzept, das mit einfachsten Mitteln auch eine Serienfertigung zulässt. Der Schlüssel liegt im einfachen, gut durchdachten Bauen.
Nicht die Quantität, sondern Hirnschmalz bringt den erwünschten Mehrwert in Lebensqualität und damit auch Kostenreduktion im Wohnbau.
- Verfasser/in:
- Redaktion GAT Graz Architektur Täglich