"Hummel neu – Urban Renewal oder Tabula Rasa"

Die Lehrveranstaltung Entwerfen 4 "Hummel neu – Urban Renewal oder Tabula Rasa", am Institut für Wohnbau der TU Graz, hatte die Bebauung der Hummelkaserne in Graz zum The

27/07/2010

Die Lehrveranstaltung Entwerfen 4 "Hummel neu – Urban Renewal oder Tabula Rasa", am Institut für Wohnbau der TU Graz, hatte die Bebauung der Hummelkaserne in Graz zum Thema und wurde unter der Leitung von Mark Blaschitz / SPLITTERWERK, Professor an der Staatlichen Akademie für Bildende Künste Stuttgart und Marlis Nograsek, Lehrende am Institut für Wohnbau in Form eines zweistufigen Wettbewerbs durchgeführt.

Grundlage für die Beschäftigung mit dem Gebiet war einerseits der vorliegende Rahmenplan für Graz-Reininghaus der ARGE Bramberger architects & Atelier Thomas Pucher und der Bebauungvorschlag für das südlich angrenzenden Grundstück, das Siegerprojekt des städtebaulichen Wettbewerbs "Peter Rosegger Straße / Graz" von Nussmüller Architekten.

Die Lehrveranstaltung wurde in Form eines zweistufigen Wettbewerbs abgehalten. In der ersten Stufe war die Aufgabenstellung das Verfassen von städtebaulichen Bebauungskonzepten in Gruppen. Im zweiten Abschnitt mussten die Studierenden einzeln am Projekt ihrer Wahl weiterarbeiten und die architektonische Ausformung ebenso wie die Freiflächengestaltung entwerfen.

Am 29. Juni 2010 wurden alle Projekte im Wohnbaulabor des Institutes präsentiert und von der Jury, bestehend aus Architekt Werner Nussmüller und den Leitern der Lehrveranstaltung, die besten Arbeiten prämiert.

Der erste Preis ging ex aequo an Maria Klamminger für das Projekt: „quilted bumle-bee“ sowie an das Team Stefan Haas, Christoph Ringhofer, Michael Martinelli und Gizem Akgün für „Floating Seasons“.

1. PREIS: „quilted bumle-bee“

Städtebauliches Konzept: Maria Klamminger und Armin Gragl

Weiterbearbeitung: Maria Klamminger

Drei erhaltenswerte Gebäude der Hummelkaserne bleiben bestehen, werden ausgebaut und deren Bauvolumen mittels der Methode „copy and paste“ am Grundstück mehrmals positioniert. Der selbst gewählte Anspruch, die tiefen Baukörper als Wohnbauten und den schmalen Typus für öffentliche bzw. gemeinschaftliche Infrastruktur zu nutzen, wurde von Klamminger konsequent verfolgt und damit sowohl in der räumlichen Konzeption außen als auch innen qualitativ hochwertige Raumerlebnisse erzeugt. Ebenso konsequent erscheint die Strukturierung des Bebauungsplanes auch in der Fassadengestaltung.

1. PREIS: „Floating Seasons“

Städtebauliches Konzept: Stefan Haas, Christoph Ringhofer, Michael Martinelli

Weiterbearbeitung: Stefan Haas, Christoph Ringhofer, Michael Martinelli und Gizem Akgün

Das Projekt sieht die gesamte Freifläche als Ausstellungsfläche vor. Die Gebäude, die sich bandartig über das Grundstück schlängeln, beinhalten je nach Lage sowohl Wohnungen als auch Büros oder Gemeinschaftseinrichtungen (öffentliche Einrichtungen in davor gesetzten Plugins). Sie dienen gleichzeitig auch als Ausstellungssystem. Je nach Saison werden temporäre Bilder (Add-ons) an den Laubengängen vorgehängt, und zwar so, dass der Besucher durch das Ausstellungsgelände geführt wird. Die privat und gemeinschaftlich genutzten Freiflächen der Bewohner befinden sich auf den Dächern, die als Hügel ausgeformt sind. Das Konzept der fließenden Räume setzt sich bis in das Innere der Wohnungen fort.

Anerkennungspreis: „Wohnen im Park“

Das Projekt Wohnen im Park von Nicole Söllinger und Ahmed El-Haddad nimmt die würfelartige Bebauungsstruktur des Entwurfes von Nussmüller Architekten auf, verdreht diese Struktur, um mehr Freiräume zu schaffen und die Besonnung für die, um ein Atrium konzipierten Wohnungen bestmöglich zu gewähren. Durch die gleichförmige Verteilung werden im städtebaulichen Entwurf Raumqualitäten wie Enge und Weite vermisst. Für die Qualität der vielfältigen Grundrisse wurde der Entwurf aber mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet.

Lobende Erwähnung: Projekt WELLE(g’)SCHiCHT’

Die Studierenden Lucy Beugnet, Frederique Suss und Orlando Franco waren von den Raumqualitäten der am Kasernengrundstück bestehenden Bebauungsstruktur so beeindruckt, dass sie diese beibehielten und um eine neue, in Ausrichtung und Dimensionierung kontrastierende Struktur erweiterten. Die Idee, einzelne Abschnitte unterschiedlichen Zielgruppen zuzuordnen und die ehemaligen Wellblechhütten für Künstler in ähnlicher Materialität für Arbeiten und Wohnen auszubauen, wurde geschätzt, war aber in der Darstellung nicht ausreichend abzulesen.

Verfasser/in:
Inst. f. Wohnbau; TU Graz

Weiterführende Links

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Plakat zur Lehrveranstaltung E 4 "Hummel neu – Urban Renewal oder Tabula Rasa", am Institut für Wohnbau der TU Graz. (zur Vergrößerung auf das gewünschte Bild klicken)
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1. PREIS: Projekt "Floating Seasons"; städtebauliches Konzept: Stefan Haas, Christoph Ringhofer, Michael Martinelli.
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1. PREIS: Projekt "Floating Seasons"; Schaubild. Entwurf 2. Stufe: Stefan Haas, Christoph Ringhofer, Michael Martinelli und Gizem Akgün.
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1. PREIS: Projekt „quilted bumle-bee“, Lageplan; 1. Stufe, städtebauliches Konzept: Maria Klamminger und Armin Gragl
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1. PREIS: Projekt „quilted bumle-bee“, Modell
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1. PREIS: Projekt „quilted bumle-bee“, Wettbewerbsplakat; 2. Stufe: Maria Klamminger.
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Lobende Erwähnung: Projekt WELLE(g’)SCHiCHT’, Modell. Planung: Lucy Beugnet, Frederique Suss und Orlando Franco
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Anerkennungspreis: Projekt „Wohnen im Park“, Lageplan. Planung: Nicole Söllinger und Ahmed El-Haddad
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Anerkennungspreis: Projekt „Wohnen im Park“, Grundriss. Planung: Nicole Söllinger und Ahmed El-Haddad

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