Im Rahmen der Lehrveranstaltung Entwerfen 1, die von Andrea Redi (ortlos Architekten, Graz) am Institut für Wohnbau der TU Graz abgehalten wurde, präsentierten Studierende mitunter erstaunliche Ergebnisse ihrer Auseinandersetzung mit "new interfaces: (inter) active living zone 04/05".
Über Exkursionen, Ausstellungen, Vorträge und Diskussionen wurden die Studenten an das komplexe Thema realer/ virtueller Raum herangeführt: Eine Exkursion zur Biennale in Venedig 2004 zum Thema „Metamorph“ stand ebenso am Programm wie die Ausstellung „Bewegte Teile“ im Kunsthaus Graz, die im Rahmen des steirischen herbst 2004 zu sehen war. In Kooperation mit der Tänzerin und Choreographin Mona May wurden Architektur- und Kunsträume mit dem eigenen Köper bewusst wahrgenommen.
In Diskussionen und Gesprächen erarbeiteten die Studenten die Aufgabenstellung „A House for Peter Kogler“ im urbanen Kontext. Der Künstler „Peter Kogler“ (allen Grazern bekannt mit seiner rot-weiß-schwarzen Bespielung des Foyers der Bahnhofshalle in Graz oder auch mit seinen übergroßen Ameisen, mit welchen er neue Räume erzeugte) steht als Repräsentant für den „neuen User“, der an Räume neue Ansprüche stellt. Der Frage nachgehend, wie sich zunehmende Mobilität, die Verschmelzung von Wohnen, Arbeit und Freizeit sowie die zunehmende Vernetzung in gebauten Räumen manifestieren können, entwarfen die Studenten zuweilen wunderbar "lebendige (inter)aktive Räume für Wohnzonen".Erstaunlich war auch die überaus professionelle Präsentation der Projekte, bei der sich die Studenten des 3. Semesters der Architektur Gastkritikern aus den Bereichen Musik-, Theater- und Kunstwissenschaft stellen mussten.
Die selbst gewählten Orte für das "Haus für Peter Kogler" waren entweder fiktiv oder setzen sich auch überaus mutig mit der Burggasse 15, dort wo Zaha Hadid den Kommod-Haus-Wettbewerb gewonnen hat, auseinander. Oder der Begriff Nomade wurde einfach transformiert in Made, die sich irgendwo in der Welt hinsetzen kann, sozusagen als urbaner Schmarotzer - so als ob an den Hochhäusern der Megacities Misteln wachsen würden...Einige der Projekte sind an dieser Stelle (siehe unten stehende Links) bereits dokumentiert, mehr darüber nach den Ferien an der TU Graz.
- Verfasser/in:
- Ute Angeringer Kommentar



