Unter dem Titel "Kurbad in den Alpen" hatte die Vitalbad Grundstücksentwicklungs- und Verwertungs-KEG ein geladenes Gutachterverfahren ausgeschrieben. Das Büro Hohensinn Architektur konnte es für sich entscheiden.
Die Stadtgemeinde Bad Aussee hat beschlossen, das 50 Millionen Euro Projekt am so genannten „Lerchenreither Plateau“ mit privaten Investoren und Betreibern (*) zu realisieren. Baubeginn ist bereits im Frühjahr 2007. Projektbeschreibung
Im Rahmen des Gutachterverfahrens „Kurbad in den Alpen“ entwickelte das als Sieger hervorgegangene Grazer Büro Hohensinn ein Konzept für ein Kurbad, das in einer landschaftlich anspruchsvollen Lage in Bad Aussee eingebettet ist. Das Konzept beinhaltet neben dem Kurbad auch großzügige Spa- Kur- Therapiebereiche und ein Hotel. Ziel ist es, das Kurbad harmonisch in die Landschaft einzufügen.
Nur ein kleiner Teil der Baumassen wird spürbar, die typische Ausseer Wiesenlandschaft bleibt weiterhin erlebbar und wird zum Teil des Gebäudes. Nur die „bewohnten“ Bauteile des Hotels und die Baukörper des Bades, wie Schwimmhalle und Eingangsfoyer sind als Gebäude in der Landschaft präsent.
Das am Ort natürlich kupierte Gelände wird als Form für den Baukörper überhöht, leicht Richtung Südwest verschoben und herausgezogen. Durch ein Weiterführen der Landschaft wird eine selbstverständliche Integration des Baukörpers in den Naturraum erreicht. Diese so entstehende artifizielle Landschaft wird durch Öffnungen und eingeschnittene Höfe klar strukturiert. Es entsteht damit ein Wechselspiel, das zum einen die Naturlandschaft weiter „fließen“ lässt und doch die besondere Nutzung spürbar macht.
Im Innenraum ist eine transparente und offene Raumsituation vorgesehen, die Blicke in alle Himmelsrichtungen auf das Alpenpanorama des Ausseerlandes zulässt. Die „oberirdischen“ Baukörper stehen mit ihrer Form im Dialog mit der Berglandschaft. Sie behaupten sich mit ihrer Formgebung und gliedern sich doch mit der Oberfläche aus Holz nahtlos ins ländliche Umfeld ein. Die Proportionen der Baukörper entsprechen den Volumen der umgebenden Gebäude und interpretieren die traditionelle Bautypologie. Die Verwendung von natürlichen Materialien soll das Verschmelzen mit der Landschaft noch zusätzlich unterstreichen. (Text: Hohensinn Architektur, Graz)Seit 2002 haben private Investoren und die öffentlichen Hand in der Region Ausseerland rund € 100 Millionen Euro in verschiedenste Projekte investiert. Am Donnerstag, den 28. September, wurde das erste fertig gestellte Projekt des Gesundheitsparks Ausseerland, die Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie, eröffnet. Noch in Bau befindet sich das Seniorenzentrum Bad Aussee von Arch. DI Ernst Giselbrecht. Der Baubeginn des LKH Bad Aussee, ebenfalls ein Entwurf von Giselbrecht, wurde auf das Jahr 2008 verschoben.(*) eine Investorengruppe rund um den Geschäftsführer der Stronach Gruppe, Siegfried Wolf; Betreiber ist die Falkensteiner Hotels und Ressorts, die Bad Gleichenberg Therapie und Thermen GmbH und die Health Care Company.

